Tour 1: Elbe und Göhrde (Archivversion)

Raus aus Lüneburg und durch das nahe gelegene Bardowick an der Niedersächsischen Spargelstraße entlang nach Winsen. Wer mag, macht vorher noch einen Schlenker über Scharnebeck und bestaunt das Schiffshebewerk am Elbe-Seitenkanal, wo mit etwas Glück gerade ein Kahn 38 Meter in die Höhe gewuchtet wird, um nach etwa 20 Minuten seinen Weg fortsetzen zu können. Von Stelle aus sticht man nördlich zur Elbe durch und macht nach wenigen Kilometern am Deich seine erste Kaffeepause am Hoopter Fähranleger. Auf beiden Seiten der Elbe treffen sich hier an sonnigen Tagen Unmengen von Bikern, die dort gerne Fischbrötchen und Frikadellen knabbern. Nur wenig später geht es bereits los mit den Kurven, und irgendwo auf dem Deich sind eigentlich immer Schafe zugange, um selbigen abzugrasen und festzutrampeln. Weiter ostwärts springt die Route bei Rönne über den Fluss nach Geesthacht, um in Lauenburg gleich wieder zurückzuhüpfen. Dort sollte man die historische Altstadt mit seinem süßen Häfchen nicht verpassen. Klasse: Über kleinste Straßen und Dörfer durch quasi verlassene Landschaften zuckeln, die Strecke durch Barförde, Garlstorf und Radegast verführt dazu, sie einfach noch mal in die andere Richtung zu fahren. Bleckede glänzt wie fast alle Ortschaften mit Klinkerbauten, eine weitere Elbfähre transportiert sogar landwirtschaftliche Nutzmaschinen. Jetzt geht’s rund: Hier ‘ne Kurve, da ‘ne Kurve, doch wer zum Aussichtspunkt Kniepenberg will, kann dies nur wochentags tun, da die absolut empfehlenswerte Elbufer-Straße zwischen Drethem und dem malerischen Hitzacker an Wochenenden für Kradler gesperrt ist. Dann ist Ausweichen über Wietzetze angesagt. Grabau, Predöhlsau, Dannenberg und ab durch die Göhrde: gleichermaßen der Name eines Orts und des größten zusammenhängenden Mischwalds Norddeutschlands, wo einem beim Spaziergang schon mal Wildsau samt Frischlingen begegnen kann. Die Kühle genießend, surft es sich entspannt über Himbergen, Weste und Oetzen bis nach Uelzen , wo eine Visite des Hundertwasser-Bahnhofs Pflicht ist, zumal es sich im angeschlossenen Restaurant lecker speisen lässt. Nur ein kurzes Stück die Bundesstraße 4 entlang, um dann wieder flott auf den attraktiveren Nebenstrecken über Bad Bevensen und Bienenbüttel zum Lager in Lüneburg zurückzukehren – wo in einem der vielen Restaurants schon das Abendessen wartet.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel