Tour 1: Hunsrück Süd-West (Archivversion)

Ausgangspunkt ist Deutschlands älteste Stadt Trier , wo schon die Römer guten Wein getrunken haben. Am Verteilerkreis Richtung Ruwer schwenkend, folgt die Route dem gleichnamigen Tal über Waldrach nach Gutweiler.

Im Hunsrück hat selbst das kleinste Dorf seine eigene Burg. So auch Sommerau , das mit 75 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden im Landkreis ist. Um die Ruine im Talkessel ranken sich nicht nur engste Kurven, sondern auch allerlei Gerüchte über Tempelritter und einen unterirdischen Gang bis zum sieben Kilometer entfernten Amphitheater in Trier.

Oberhalb von Holzerath wird man mit einem herrlichen Blick über den bunten Flickenteppich der Hunsrückhöhe belohnt, bevor die Straße im dunklen Osburger Hochwald verschwindet. Bald taucht der Stausee von Kell auf (für eine Kaffeepause dem Wegweiser „Seehaus Kell am See“ folgen!), und kurz hinter dem Ort geht‘s rechts ab in den Wald, vorbei an der Grimburg nach Wadrill.

Ab hier folgt die Route auf der Eichenlaubstraße dem südlichen Rand des Schwarzwälder Hochwalds über Weiskirchen bis Mettlach und erinnert mit ihrem Namen an die einstige Tradition der Niederwaldwirtschaft, die große Teile der hiesigen Landschaft geprägt hat.

Die steile Auffahrt von Mettlach nach Orscholz führt zur wohl spannendsten Aussicht, die man auf eine Flussschleife haben kann. Von hier oben zu beobachten, wie die Schiffer ihre Kähne im Schneckendrift um das Nadelöhr der Saar bugsieren – Wahnsinn.

Kaum weniger eindrucksvoll ist die Altstadt von Saarburg , die ein paar Schwünge weiter erreicht wird. Der Wasserfall im Stadtkern diente noch bis ins 20. Jahrhundert dazu, Loh- und Getreidemühlen anzutreiben, was im benachbarten Mühlenmuseum anschaulich dargestellt wird. Um die berauschende Kulisse auf sich wirken zu lassen, empfiehlt sich im Restaurant Meridian direkt am Wasserfall zu rasten – am besten ohne Ohrenstöpsel.

Frisch gestärkt geht’s die B 407 hinauf nach Zerf, wo über Hentern und Lampaden eine kurvenreiche Achterbahn den Magen auf seine Standfestigkeit testet und sich dann weiter nördlich zur B 268 emporschwingt. Dort ein letzter Blick über die hügelreiche Landschaft des südlichen Hunsrück, um sich mit Schwung kurz hinter Pellingen wieder hinab zu stürzen nach Franzenheim und Pluwig, wo die Runde nach Trier allmählich ausklingt.

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