Tour 1: Saale-Stauseen (Archivversion)

Von Kolkwitz Richtung Süden nach Saalfeld über die waldreiche „Heide“, einen mittelhohen Gebirgszug, laden kleinste, kurvige Sträßchen zum Warmfahren ein. Die historische Altstadt lockt zu einem Abstecher, doch ein abendlicher Stadtbummel bietet sich eher an, denn Kolkwitz ist gerade mal 12 Kilometer entfernt. In schnellen, sanft geschwungenen Bögen geht es über die wenig befahrene B 281 zur Saalfelder Höhe hinauf nach Schmiedefeld . Bei guter Sicht eröffnet sich ein grandioser Ausblick nach Osten fast bis zur Rennstadt Schleiz. Vor Piesau biegt die Route links ab nach Spechtsbrunn, wir schlängeln uns über Hasenthal und Vorwerk durchs hügelige Schiefergebirge nach Steinach. Statt direkt nach Sonneberg zu fahren, folgt noch ein kleiner Abstecher über Hämmern, bevor es ins Spielzeugmuseum geht.

Hinter Steinach und Jagdshof ist die Welt zu Ende. Noch könnte man nach Judenbach abbiegen, doch das holprige, brüchige Sträßchen durch den dichten Wald hinunter ins Tal zieht zumindest Enduristen magisch an. Die Straße, kaum breiter als ein Auto, schlängelt sich entlang der Tettau zum gleichnamigen Ort. Es bleibt überwiegend waldig, blumige Lichtungen ab und an. Statt nach Probstzella abzubiegen, führt die Route rechts über Ludwigstadt mit seinem Schiefermuseum nach Teuschnitz. In einem ständigen Auf und Ab über die kurvenreiche Frankenwald-Hochstraße nach Nordhalben geht es schließlich weiter in die fränkischeTherme Bad Steben . Bei Issigau darf man den kleinen Abzweig nach Kemlas nicht verfehlen, der über ein kleines Sträßchen steil bergab ans tiefschwarze Wasser der Saale führt. Am „Haus Heinrichs Ruh“ in Blankenstein auf den 10 t-Weg abbiegen, der durch einsame, waldreiche Land-schaft über Schlegel und Neundorf Lobenstein erreicht.

Nicht weit von hier weitet sich die Saale zum Stausee. Hinter Frössen, Kunsdorf und Schilbach lädt Saalburg zu einer Dampferfahrt auf der Bleiloch-Talsperre ein. Unverhofft taucht Schloß Burgk hoch über dem Fluss auf, und im malerischen Ziegenrück möchte man mit den Männern an den Staustufen in aller Ruhe angeln. Hinter Drognitz windet sich die Straße in schmalen Serpentinen abwärts. Wenig später schmiegt sie sich auf einige Kilometer ans Ufer der Talsperre Hohenwarte. Beim Anblick der Ausflugsdampfer kurz noch einen Kaffee schlürfen, dann ist in einer guten halben Stunde Kolkwitz erreicht.

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