Trainingstipps

Wer die steifen Muskeln und müden Reaktionszeiten nach der Winterpause zügig wieder auf Top-Niveau bringen will, kann den abgerissenen »Kontakt« zum Motorrad mit ein paar gezielten Übungen schnell wieder herstellen.
Erforderlich sind lediglich ein Dutzend
halbierte Tennisbälle oder Ähnliches (statt Pylonen), ein leerer Parkplatz sowie ein Fahrrad – idealerweise ein Mountainbike – und etwas Zeit. Die erste Übung kann sogar daheim absolviert werden. Stellen Sie sich neben das abgebockte Motorrad und versuchen Sie, es vorsichtig mit einem Finger auf Tank oder Verkleidung in der Senkrechten zu halten. Anschließend bewegen Sie sich während der Übung um die Maschine herum (siehe MOTORRAD 3/2005, Seite 115). Spüren Sie die Balance? Anschließend suchen Sie sich einen Parkplatz, legen mit den Ballhälften eine Acht und beginnen diese in langsamem Tempo zu fahren. Steigern Sie behutsam die Geschwindigkeit, gehen Sie vom Rollen ins aktive Bremsen und
Beschleunigen über. Dann ist das Bremsen
alleine dran. Markieren Sie, wo Sie zum Stillstand kommen wollen und steigern Sie schrittweise die Anfahrtsgeschwindigkeit.
Ganz wichtig: Beginnen Sie alle Übungen langsam, bleiben Sie locker (wie gelöst
ist Ihr Unterkiefer?), fahren Sie nicht mit »Kraft« und steigern Sie erst allmählich Tempo oder Schwierigkeitsgrad. Und üben Sie ohne sozialen Druck – also allein. Die Ausfahrt mit den Kumpels daher lieber
aufs nächste Wochenende legen. Zuletzt schnappen Sie sich Ihr Mountainbike und preschen mal richtig durch den Wald!
Überbremsen Sie, driften Sie, lassen Sie
es rutschen. Die optimale Übung fürs Gleichgewicht und gefahrloses Wiederertasten des Grenzbereichs.
Jetzt gilt es nur noch, bei der ersten Tour die veränderten Straßen- und Verkehrsverhältnisse zu berücksichtigen. Fahren Sie umsichtig und stellen Sie sich auf Frostaufbrüche sowie Reste von Eis oder Rollsplitt ein. Sowie auf Autofahrer, die mit schnellen Motorrädern noch nicht rechnen.
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