Unfall im Ausland: Tips und Info (Archivversion) Unfälle außerhalb Europas

Ohne Eigeninitiative und Hilfe von Einheimischen geht nichts. Rechtssystem und -empfinden sind uns meist fremd, das Recht des Stärkeren oft maßgebend. Wer ein Leihmotorrad benutzt, kann sich an den Vermieter wenden, beim eigenen Motorrad gilt prinzipiell dasselbe Vorgehen wie in Europa. Die Chancen auf Schadensersatz bei fremdverschuldeten Unfällen sind jedoch häufig gering. USA, Kanada: Die Gesetzgebung der Bundesstaaten ist so unterschiedlich, daß kaum allgemeingültige Hinweise gegeben werden können. Die medizinische Versorgung ist gut und schnell, aber teuer und sofort zu zahlen. Hilfreich ist die medizinische Hotline des ADAC unter Telefon 1-888-ADAC-1996, ein Anwalt fast immer ratsam. Australien: Im menschenleeren Outback sind Pubs, Farmer und Truckfahrer dank CB-Funk die wichtigsten Anlaufstationen. Ebenso wie in Neuseeland funktioniert im übrigen Land alles wie in Europa. Beim eigenen Motorrad auf landesweit gültige Haftpflichtversicherung achten.Afrika: Hier zählt eine Uniform mehr als das Recht. Wichtig ist: Ruhe bewahren und mit den Leuten reden, die Hilfsbereitschaft der Einheimischen ist meist enorm. Wer zu zweit oder dritt reist hat bessere Karten als ein Alleinreisender. Schlimm ist der noch immer kursierende Tip, nach einem Unfall mit verletzten Einheimischen schnellstens zu verschwinden. Wer tatsächlich Lynchjusitiz befürchtet, den sollte der nächste Weg zur Polizei führen, um den Unfall zu melden.

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