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Die beiden Nordwest-Pazifik-Staaten Oregon und Washington bieten mit ihren ausgeprägten Gebirgszügen Motorradterrain pur. Östlich der zuweilen lebhaften Küstenregion bildet geradezu kanadische Einsamkeit den Background.

Flug: Start und Ziel kann wahlweise San Francisco oder Seattle/Vancouver sein. Je nach Saison und Marktlage kostet ein regulärer Linienflug zwischen 1300 und 1500 Mark. Wer Glück hat, erwischt in den Linien-Jets auch ein preiswerteres Plätzchen. Vor allem für die Drehscheibe Los Angeles, rund einen Fahrtag südlich von San Francisco, wird oft mit Low Budget- und Last Minute-Angeboten geworben, die deutlich unter 1000 Mark liegen. Informationen in den Reiseseiten der Tageszeitungen, jedem Reisebüro oder beim DER in Frankfurt, Hauptbahnhof, Telefon 069/230911. Die Strecke: Wer die beschriebene Tour nicht im One way-Zickzack, sondern als Rundreise gestalten möchte, hat folgende attraktive Möglichkeit, um die volle Bandbreite der Nordwest-Pazifik-Staaten zu erleben: Den Hinweg auf dem sehr abwechslungsreichen und lebendigen Highway 1/101 am Pazifik entlang und die Rückreise durch die völlig andere Wald- und Gebirgslandschaft des Hinterlandes. Wer dann noch Zeit hat, genehmige sich einen Abstecher in die alpine Welt der nordkalifornischen Sierra Nevada. Übernachten: Unterkünfte sind in Oregon und Washington deutlich billiger als Kalifornien. Hier finden sich bereits ab etwa 30 Dollar ordentliche Motelzimmer. In den Reisemonaten Juli und August kann es an der Küste gelegentlich zu Engpässen kommen. Eine zugleich preiswerte und reizvolle Wohnmöglichkeit bieten behagliche Holzhütten (»Cabins«) in der Nähe der Nationalparks Mt. Olympics und Mt. Rainier (von den Zufahrtsstraßen ausgeschildert). Ab 50 Dollar aufwärts kann man es sich hier mitten in der Natur gemütlich machen. Motelzimmer wie Cabins sind oft mit Kochnischen für Selbstversorger ausgestattet. In den Großstädten werden die Übernachtungsbetriebe meist schon von den großen Einfallstraßen aus angezeigt. Mietmotorräder: Für die beschriebene Route kann man die Motorräder entweder in Los Angeles, San Francisco oder Seattle/Vancouver ausleihen. Die Wochenpreise beginnen für die preiswerten Modelle wie Suzuki VS 800 oder Honda CB 750 Night Hawk zwischen rund 700 und 800 Mark inklusive 500 bis 700 Freimeilen. Über Mietstationen sowohl in Kalifornien als auch in Seattle verfügt Cruise America (Buchung über viele Motorrad-Reiseveranstalter und den ADAC). Aber auch Dubbleju-Tours bietet Einwegmieten von San Francisco nach Seattle an (Infos und Buchungsunterlagen beim MOTORRAD ACTION TEAM, siehe Kasten). Rückführungsgebühren von rund 550 Dollar müssen allerdings einkalkuliert werden. Literatur: Eine gelungene Balance zwischen tollen Fotos, guten Reisetips und interessanten Hintergrundinformationen bietet der Apa Guide »Pazifischer Nordwesten USA« für 44 Mark. Als Übersichtskarte ist das Blatt »USA, West«, 1:2,5 Mio., vom RV-Verlag für 14,80 Mark ideal. Ergänzend dazu besorgt man sich an Tankstellen oder in Supermärkten vor Ort die amerikanischen Rand Mc.Nally oder H.M. Gousha-Karten der jeweiligen Staaten. Zeitaufwand etwa zwei WochenGefahrene Strecke zirka 3000 Kilometer

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