Unterwegstip (Archivversion)

Eine Reise durch den Süden von Chile und Argentinien führt durch eine der vielfältigsten Regionen der Welt: aktive Vulkane, dichter Regenwald, gigantische Gletscher und die Anden, schließlich das weite Patagonien - ein einzigartiges Reise-Abenteuer.

Anreise: Wer nicht auf das nebenstehende Angebot des MOTORRAD ACTION TEAM zurückgreifen will, kann sein eigenes Motorrad folgendermaßen nach Santiago in Chile oder nach Buenos Aires in Argentinien transportieren lassen: Die Firma GS-Sportreisen aus München hat je nach Größe und Gewicht des Bikes günstige Angebote per Luftfracht. Bis 220 Kilogramm kostet der Tranport in eine der beiden Städte ab 3121 Mark hin und zurück. Bei mehreren Motorrädern gibt es günstigere Tarife, bei Motorrädern mit einem Gewicht bis 165 Kilogramm fliegen zwei Bikes zum Preis von einem (ab 2200 Mark hin und zurück). Zusätzlich fallen noch die Kosten für das Flugticket des Fahrers an. Infos und Katalog bei GS-Sportreisen, Nordenstraße 55, 80801 München, Telefon 089/27818484, Fax 27818481. Des weiteren transportieren entsprechende Airlines Motorräder nach Südamerika. Ein einfacher Transfer für ein 220 Kilogramm schweres Motorrad bis nach Santiago kostet zum Beispiel bei der Fluggesellschaft Lan Chile zirka 1718 Mark. Infos bei Aerotrans unter Telefon 069/69589013. Lufttransporte und Verzollung im jeweiligen Reiseland verlaufen in der Regel relativ problemlos. Bei Bedarf lohnt sich auch ein Blick in die gelben Seiten: Viele internationale Speditionen bieten Seetransporte ab Bremerhaven oder Hamburg an.Dokumente: Ein Carnet de Passage für das Motorrad ist für Argentinien und Chile offiziell nicht mehr erforderlich, wird aber dennoch an den Grenzen und mit Nachdruck bei der Einreise am Flughafen verlangt. Das Dokument wird gegen eine Kaution von 4000 Mark beim ADAC ausgestellt. Für die Einreise reicht ein Reisepaß. Ein internationaler Führer- und Kfz-Schein sollte mitgenommen werden. Eine Versicherung für das Motorrad gibt es nicht.Reisezeit: Für einen Trip nach Patagonien und Feuerland eignen sich nur die (Sommer-)Monate November bis März. Trotzdem muß immer mit Regen, Schnee und Stürmen gerechnet werden. Gute wind- und wetterfeste Kleidung ist ein Muß, bei der übrigen Ausrüstung wie Zelt und Schlafsack dürfen ebenfalls keine Kompromisse gemacht werden.Übernachten: Selbst im schwach besiedelten Süden der beiden Länder können die Tagesetappen so gelegt werden, daß jeden Abend ein Hotel oder eine einfache Pension erreicht wird. Allerdings hat Argentinien inzwischen fast Schweizer Preisniveau erreicht. Wildes Zelten ist in beiden Ländern kein Problem - und ein Lagerfeuerabend ist in der phantastischen Natur ein einmaliges Erlebnis.Literatur: Ein unverzichtbarer Reiseführer ist das englischsprachige South American Handbook aus der Reihe Trade & Travel Handbooks für 84,80 Mark. Die Fülle an Infos über Land und Leute ist konkurrenzlos. Hervorragende Fotos und spannende Reportagen gibt es in der Merian-Ausgabe Chile und Patagonien für 14,80 Mark. Zusätzlich steht im ausführlichen Info-Teil eine Vielzahl von Reisetips, Unterkünften und Streckenbeschreibungen. Das GEO Special über Argentinien für 14,80 Mark bietet nicht minder spannende Themen und Infos in der bekannt guten Qualität. Für Chile lohnt sich die Karte Gran Mapa Camino de Chile im Maßstab 1:2000000 für 16,80 Mark, für Argentinien kommt die Rutas de la Argentina im Maßstab 1:2,500000 für 19,80 Mark in Frage. Weitere gute Straßenkarten gibt es an Tankstellen in den beiden Ländern.Zweitaufwand sechs WochenGefahrene Strecke8500 Kilometer

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