Unterwegstip (Archivversion)

Ein Trip in die Schweiz ist immer ein tolles Erlebnis. Und wer schon mal dort ist, sollte für ein paar Stunden Motorradstiefel gegen Wanderschuhe tauschen.

Anreise: In das Berner Oberland gelangt man per Autobahn entweder von Basel über Bern bis nach Thun oder von Schaffhausen über Zürich bis nach Luzern und dann über den Brünnigpaß nach Brienz. Achtung: die Gebühren für zu schnelles Fahren wurden drastisch erhöht.Unterkunft: An Hotels, Pensionen und Zimmern herrscht im Berner Oberland kein Mangel. Günstig, im Sommer allerdings oft belegt, sind Matratzenlager: mehrere Personen teilen sich ein Zimmer mit einfachen Betten. Ab 30 Mark. Gut schlafen läßt es sich in den vielen Berghütten. Der Tip: die rustikale Schwarzwaldalp unterhalb des Wetterhorns am Ende der Stichstraße, die ein paar Kilometer südlich von Meiringen abzweigt. Übernachtung pro Person ab 35 Mark. Weitere Auskünfte und Prospekte gibt es beim Schweizer Verkehrsbüro, Kaiserstraße 23, 60311 Frankfurt, Telefon 0 69/25 60 01 0, Fax 25 60 01 38.Aktivitäten: Neben tollen Motorradstrecken bietet das Berner Oberland ein fast unendliches Netz an Wander- und Treckkingpfaden. Infos dazu sowie über Kletterkurse, Rafting-Touren, Gleitschirmfliegen, Mountainbiken gibt es im Verkehrsbüro in Grindelwald, Telefon 00 41/36 54 12 12. Ein Muß ist die Bahnfahrt hoch auf das 3454 Meter hohe Jungfraujoch, dem höchsten Bahnhof Europas: Der Blick auf die riesigen Gletscher ist überwältigend und die 160 Mark für das Bahnticket wert. Unbedingt bis zur 45 Minuten entfernten Mönchsjoch-Hütte wandern - tolle Aussichten auf den ewigen Schnee. Die Kälte und sauerstoffarme Höhenluft sollten dabei nicht unterschätzt werden. Für Bergtouren sind feste Schuhe notwendig. Der Tip für Enduro-Fahrer: die beiden mautpflichtigen Schotterpisten ins Gastern- und Ueschinental südlich von Kandersteg führen durch herbe Gebirgslandschaften - und bieten einen enormen Fahrspaß. Pro Strecke sind fünf Franken fällig.Literatur: Einen ersten Eindruck über das Berner Oberland vermittelt der HB-Bildatlas »Basel, Bern« für 14,80 Mark. Gute Tips stehen im Polyglott »Berner Oberland« für 9,80 Mark, der Dank seiner geringen Größe in jede Jackentasche paßt. Hotels und Pensionen, die nicht mehr als 80 Franken pro Nacht kosten, sind im Hotelführer »Gut & preiswert übernachten - Schweiz«, Kartographischer Verlag Busche, aufgelistet, für 19,80. Von Marco Polo kommt die Shell EuroKarte über die Schweiz im Maßstab 1:303 000. Wesentlich genauer und für Wanderungen unerläßlich ist die Ausflugs- und Touristenkarte »Berner Oberland« von Kümmerley & Frey im Maßstab 1:120 000 für 26,80 Mark.Zeitaufwand drei TageGefahrene Strecke250 Kilometer

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