Unterwegstip (Archivversion)

Neben der Metroplole Budapest und der Puszta ist der Osten Ungarns ein weiteres attraktives Reiseziel: Abwechslungsreiche Strecken führen durch kleine Gebirge und durch reizvolle Landschaften, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

Anreise: Nach Budapest geht´s am besten über die Autobahn von München über Salzburg und Wien. Lediglich ein kurzes Teilstück hinter der österreichisch-ungarischen Grenze ist noch nicht fertiggestellt. Zur Einreise genügen Personalausweis, Fahrzeugpapiere und die Grüne Versicherungskarte. In Budapest herrscht ein ausgesprochen weltstädtisches Verkehrstreiben, eine Umfahrung ist allerdings umständlich. Bei der Weiterfahrt sollte man die Schnellstraße nach Szolnok meiden. Wesentlich ruhiger und schöner ist die Strecke über Eger und das Bükk-Gebirge.Reisezeit: Die Sommer sind gegenüber denen in Mitteleuropa wärmer und sonnenreicher, die Winter dafür um so kälter. Für Tourenfahrer ideal sind die Monate von April bis Oktober, besonders schön der Altweibersommer und die Herbstlaubfärbung im September und Oktober. Ebenso kommen Weinliebhaber in diesen Monaten auf ihre Kosten.Übernachten: Unterkünfte sind in Ungarn zahlreich und preiswert, lediglich in den östlichen Grenzgebieten beschränken sie sich auf größere Orte. In ländlichen Mittelklassehotels zahlt man selten mehr als 40 Mark für das Doppelzimmer mit Frühstück. Privatzimmer und Touristenhotels oder Jugendherbergen sind noch preiswerter. Allerdings kosten Zimmer in Budapest selten weniger als 100 Mark. Auf die zahlreichen Campingplätze wird mit blauen Schildern hingewiesen. Weiter Auskünfte: Ungarisches Fremdenverkehrsamt, Berliner Str. 72, 60311 Frankfurt, Telefon 0 69/9 29 11 90, Fax 0 69/92 91 19 18.Literatur: Zur Vor- oder Nachbereitung einer Reise nach Ostungarn empfehlen sich zwei Bücher: »Der Tokajer« von Michael Sailer und Pap Miklos aus dem Michael Sailer Verlag für 38 Mark und »Die Puszta« von Gyula Illés, erschienen im Greno Verlage für 48 Mark. Das Buch beschreibt auch die Geschichte des Weins und des Anbaugebietes Tokaj - ein Kapitel, das ursprünglich von dem ungarischen Lehrer und Museumsdirektor Pap Miklos geschrieben wurde, dem einst auch der im Text beschriebene Weinkeller gehörte. Anders als der Titel vermuten läßt, bezieht sich das Buch nicht ausschließlich auf den gleichnamigen Landstrich, sondern beschreibt das Leben der ungarischen Landbevölkerung. Für den interessierten Besucher eine sehr gute Einführung. Die Beschreibung des östlichen Teils von Ungarn findet sich nur in allgemeinen Ungarnführern. Als recht ausführlich und praxisgerecht erweist sich der ADAC-Reiseführer »Ungarn« für 29,80 Mark. Als Landkarte genügt die Shell EuroKarte »Ungarn« im Maßstab 1:300000 für 14,80 Mark. Hier sind auch kleinste befahrbare Straßen aufgezeichnet.ZeitaufwandGefahrene Strecke

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