Unterwegstip (Archivversion)

Eine Reise durch Wien ist ein Ausflug in eine geschichtsträchtige Großstadtkulisse, vom Walzer zum Fiaker, von den Lipizanern bis zum Prater - und in die Kaffeehäuser.

ANREISE: Von München gelangt man am schnellsten über die A 8 Richtung Salzburg und dann in Österreich auf der A 1 über Linz nach Wien.REISEZEIT: Dank eines günstigen Klimas hat die Donaumetropole immer Saison. Wer allerdings diffuse Nebelschwaden über Friedhofslandschaften und bunte Blätter im Wiener Wald favorisiert, sollte den Herbst anvisieren.ÜBERNACHTUNG: Den antiquierten Charme bürgerlicher Wohnhäuser erlebt man in der »Pension Mozart«, Theobaldgasse 15, Telefon 00 43 1/5 87 85 05, ab 100 Mark pro Doppelzimmer. Ebenfalls zentral, aber großstädtisch nüchtern eingerichtet ist das »Hotel Post«, 114 Mark pro Doppelzimer, Am Fleischmarkt 24, Telefon 0 04 31/5 15 83-0.GASTRONOMIE: In einem schummerigen Kellergeschoß offeriert das »Brezl-Gewölb«, Ledererhof 9, schmackhafte Spezialitäten wie Nockerl-Varianten, Tafelspitz und Wiener Schnitzel. Im »Stadtbeisel«, Naglergasse 21, wird man, umgeben von Teilen der alten Stadtmauer, bodenständig verköstigt.Kaffeehäuser: Zweifellos findet sich in einem der rund 1800 Kaffeehäuser für jeden Geschmack das passende »Wohnzimmer«. Sehenswert: das Café Central,Ecke Herrengasse/Strauchgasse, ehemals legendäres Literatencafé mit glanzvoll imperialem Interieur, oder Café HawelkaDorotheergasse 6, ein alteingesessenes Künstlercafé. Besonders symphatisch ist das Café Mariahilf, Theobaldgasse 15.Aktivtäten: Das »Wiener Bestattungsmuseum« Goldeggasse 19, zeigt schaurig Schönes. Das dem »Institut für Geschichte der Medizin« angegliederte Josephinum, Währinger Straße 25, ist ein anatomisches Wachsfigurenkabinett, das posierende Skelette und enthäutete Menschenmodelle zeigt. In Wien lohnt es sich, den gigantischen »Zentralfriedhof«, Simmeringer Hauptstraße 243, den Biedermeier-Friedhof »St. Marx«, Leberstraße 6, den alten israelitischen Friedhof »Währing« am Währinger Park und den »Friedhof der Namenlosen«, Hafen Albern, anzuschauen. Auf diesen Friedhöfen sind die Grabstätten von Strauß, Schubert, Mozart oder Curd Jürgens. Ins unterirdische Totenreich gelangt man unter der »Michaelerkirche«, dem »Kapuzinerkloster« und dem »Stephansdom«.LITERATUR: Gute Infos bieten »Wien, Richtig Reisen« von Eva Bakos, DuMont Buchverlag, 44 Mark, und der HB-Bildatlas »Wien«, HB-Verlag, für 14,80 Mark. Michael Horvath und Fritz Panzer erzählen über »Erweiterte Wohnzimmer - Leben im Wiener Kaffeehaus«, Buchkultur Verlagsgesellschaft, für 72 Mark.Weitere Infos: Wiener Tourist-Information, Kärntnerstraße 38, A-1010 Wien, Tel.: 00431/5138892-0.

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