Veteranen-Rennsport (Archivversion) Schotten dicht

Das Jubiläum geriet zum Fest: Beim zehnten Schottenring Grand-Prix ging´s auf dem Kurs und in der Stadt wirklich rund.

Horst Armbruster vom Veteranen Fahrzeug-Verband (VfV) überreichte schon vorab verbal Blumen: »Einmalig, eine tolle Atmosphäre. Eigentlich nur mit der Isle of Man zu vergleichen. Rennsport zum Anfassen.« Am Sonntag, bei wahrem Kaiserwetter, war Schotten dann endgültig dicht: 17500 Besucher beim zehnten Grand Prix für historische Renn-Motorräder bedeuteten Besucherrekord und boten eine Traum-Kulisse rund um den 1,4-Kilometer-Kurs durch die hessische Stadt, die einst mit dem »Schottenring« Renn-Geschichte schrieb. Beim MSC »Rund um Schotten«, der durch zusätzliche Tribünen in den beliebten Abschnitten »Postkurve« und »Zielkurve« für freien Blick auf die über 360 Teilnehmer in elf Solo- und drei Seitenwagenklassen bescherte, strahlten alle der fast 500 Helfer.VfV-Gleichmäßigkeitsprüfungen hin oder her -Schräglagen der Solomaschinen und akrobatische Kurventechnik der Dreirad-Crews, Sound und Duft der Maschinen von 1901 bis 1970 waren für die Fans das Höchste. Zum Rahmenprogramm mit legendären DKW-Werksrennmaschinen trug auch MOTORRAD CLASSIC bei. Der dreifache 50-cm³-Weltmeister Hans-Georg Anscheidt hatte die restaurierte Suzuki RK 67 mit 14-Gang-Getriebe sowie seine Renn-Kreidler mitgebracht und schrieb Autogramme wie am Fließband. Trial-Artist Oliver Ronzheimer zeigte Kunststückchen, und Karl-Hilmar Schorer (Nidda) zog mit dem Roller Malaguti Yesterday das große Gewinnspiel-Los. 298 Leser im ausgebuchten MOTORRAD-Camp am Sportplatz, eine weitere Zeltstadt beim für alle offenen Fahrerlager und eine komplette Stadt in Party-Laune ließen den MSC versprechen: »Wir wollen dieses historische Motorsportfest mit familiärem Charakter noch weiter verbessern.« Schwer möglich. Schotten ist schon klasse. Von den Motorrad-Traumstraßen im Umfeld ganz zu schweigen.

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