Die Deutschen in der Motorrad-Straßen-WM 2005 (Archivversion)

Sechs Richtige?

Sechs deutsche Fahrer werden 2005 ihr Glück beim Motorrad-Gand-Prix versuchen. Was können sie erreichen?
MOTORRAD fragte die Piloten nach ihrer Selbsteinschätzung und bat Ex-Weltmeister Dirk Raudies um eine Experten-Prognose.

Einen deutschen Grand-Prix-Sieger sollte es 2005 auf jeden Fall geben: Sepp Schlögl. Das bayerische Technik-Genie, über Fahrergenerationen hinweg für die Erfolge von Toni Mang, Reinhold Roth und Helmut Bradl verantwortlich und zuletzt als
Betreuer der ADAC-Junioren tätig, feiert derzeit ein glanzvolles Comeback im GP-Sport. Als Cheftechniker im Schweizer Elit-Honda-Team impfte er dem eidgenössischen Teenager Thomas Lüthi auf Anhieb so viel Selbstvertrauen ein, dass der am ersten Tag der offiziellen Tests in Barcelona zur Bestzeit ausholte und auch am zweiten Tag nur denkbar knapp von Aprilia-Pilot Mattia Pasini abgefangen wurde.
»Der Sepp weiß dank seiner Erfahrung, wo man bei den Honda-Werksteilen hinlangen muss«, sagt Ex-Weltmeister Dirk Raudies. »Und was Tom betrifft: Allein das Wissen, dass man einen Betreuer hat, der schon für so viele Siege mit verantwortlich war, gibt einen Motivationsschub.« Raudies weiß, wovon er spricht: Als Eurosport-Co-Kommentator ist er im GP-Fahrerlager genauso zu Hause wie in der Inter-
nationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM), wo er 2004 als
Teamchef von Sandro Cortese wirkte – einem der deutschen New-
comer im internationalen Geschäft 2005. MOTORRAD hat Raudies um
eine Einschätzung zur Lage der Nation in Sachen GP-Sport gebeten.
Mit den Grünschnäbeln Cortese (Kiefer-Honda) und Sascha
Hommel (Malaguti) haben zwei heiße neue Talente den Sprung in die Weltelite geschafft, werden zwischen Realschul-Klassenarbeiten und Rennwochenenden jedoch sicher noch einige Jahre brauchen, um sich voll zu entfalten. Erfahrener ist der Berliner Dario Giuseppetti,
der nach einem eher ernüchternden Jahr auf Elit-Honda jetzt als
Semprucci-Aprilia-Pilot aber auch einen Neuanfang macht.
Zwei Umsteiger treten in der 250er-Klasse an. Steve Jenkner musste sich wegen des neuen Alterslimits von 28 Jahren in der kleinsten Klasse von seiner 125er-Aprilia verabschieden und gibt nun auf der Maschine des Italieners Franco Battaini Gas, der seinerseits
in die MotoGP-Klasse wechselte. Sein sächsischer Landsmann Dirk Heidolf, im letzten Jahr noch als Junior-Pilot des spanischen Aspar-Aprilia-Teams unterwegs, entschied sich dagegen für die Honda des Idar-Obersteiner Kiefer-Castrol-Teams. Beide Fahrer haben mit einem entscheidenden Handicap zu kämpfen: Sie treten mit ihren Production Racern gegen nicht weniger als 13 Werksmaschinen an.
Dass selbst eine kostbare Werksmaschine nicht zwangsläufig
die Chance auf Siege bedeutet, zeigt das Beispiel des einzigen deutschen MotoGP-Teilnehmers. Alex Hofmann hat auf seiner Kawasaki Ninja ZX-RR nur dann Aussicht auf Top-Ten-Plätze, wenn einige
der Cracks das Ziel verpassen – die Armada von sieben Honda, vier Yamaha und den beiden offiziellen Werks-Ducati ist einfach zu stark, um mit der im Vergleich zu 2004 bislang nur geringfügig verbesserten Kawasaki mithalten zu können.
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Infos: Sascha Hommel (Archivversion)

Alter: 15 Jahre
Wohnort: 08468 Reichenbach/V.
Homepage: www.saschahommel.de

GP-Saison 2005
Klasse: 125 cm3
Startnummer: 31
Motorrad: Malaguti
Team: Malaguti Reparto Corse
GP-Erfahrung: keine
Größter Erfolg: Gesamtrang 3 in der
IDM 125 cm3 2004

Sascha Hommel (Archivversion) - Alter: 15 JahreWohnort: 08468 Reichenbach/V.Homepage: www.saschahommel.deGP-Saison 2005Klasse: 125 cm3Startnummer: 31Motorrad: MalagutiTeam: Malaguti Reparto CorseGP-Erfahrung: keineGrößter Erfolg: Gesamtrang 3 in der IDM 125 cm3 2004

Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe ja erst im Jahr 2000 mit Minibike-Rennen angefangen, und dass ich jetzt schon in der Weltmeisterschaft an-
treten kann, ist eine coole Sache. Nun müssen wir nur das richtige Paket schnüren. Fahrerisch war es nicht
gerade perfekt, wie ich bei den ersten Tests rumgegurkt bin, doch zum Teil lag das auch an der Technik. Ich habe jedoch keinen Zweifel, dass mein Cheftechniker Manfred Wittenborn und mein Teamchef Olivier Liégeois das Motorrad optimal hinkriegen werden. Wenn die anderen auf der Geraden überholen, dreht man umso
erbitterter am Gas. Mein Ziel für 2005 ist, so viel wie möglich zu lernen.

Dirk Raudies über Sascha Hommel (Archivversion)

Dirk Raudies: Ein pfiffiger Kerl. Sascha hat eine gute Saison in der IDM hinter sich, meiner Meinung nach wäre das Angebot, das er bei Elit hatte, aber eine sicherere Variante gewesen. Malaguti hat nicht
das technische Know-how der anderen Hersteller, und als Anfänger kannst du, bedingt durch den Mangel an Vergleichsmöglichkeiten, kein Motorrad entwickeln. Vom Speed her war Sascha letztes Jahr konstant, doch beim Zweikampf muss er dazulernen. Eine Zeit lang war auch
Steve Jenkner im Mehrkampf beim Zieleinlauf immer am Ende der Gruppe und hatte das Nachsehen – das passiert, wenn man zu wenig Aggressivität zeigt.
Meine Prognose: Sammelt keine Punkte, aber wichtige Erfahrung.

Infos: Sandro Cortese (Archivversion)

Alter: 15 Jahre
Wohnort: 88450 Berkheim
Homepage: www.sandro-cortese.de

GP-Saison 2005
Klasse: 125 cm3
Startnummer: 11
Motorrad: Honda RS 125 RW
Team: Kiefer-Bos-Castrol-Honda
GP-Erfahrung: keine
Größter Erfolg: Gesamtrang 4 in der
IDM 125 cm3 2003

Sandro Cortese (Archivversion) - Alter: 15 JahreWohnort: 88450 BerkheimHomepage: www.sandro-cortese.deGP-Saison 2005Klasse: 125 cm3Startnummer: 11Motorrad: Honda RS 125 RWTeam: Kiefer-Bos-Castrol-HondaGP-Erfahrung: keineGrößter Erfolg: Gesamtrang 4 in der IDM 125 cm3 2003

Ich bin froh, dass es zu meinem Einstieg in die WM
mit einem deutschen Team geklappt hat. So kann ich mich in Ruhe und ohne Verständigungsprobleme in der Grand-Prix-Szene warm fahren. Dank Honda Deutschland haben wir jetzt einen A-Kit und damit die besten Teile zur Verfügung – der käufliche Kit vom letzten Jahr war zwar auch schnell, doch nicht sehr zuverlässig.
Jetzt geht es darum, die Tricks und Linien der schnellen Piloten zu
beobachten, die WM-Strecken kennen zu lernen und so rasch wie
möglich die nötige Erfahrung zu sammeln. Ich möchte systematisch dazulernen – und so früh wie möglich vorne mitfahren.

Dirk Raudies über Sandro Cortese (Archivversion)

Dirk Raudies: Sandro ist ein absoluter Kämpfer, ihn interessieren
eigentlich nur Siege. Das ist sehr positiv, doch muss Sandro sein Lehrgeld in Form von Stürzen bezahlen. Im fehlt mit 15 Jahren die nötige Erfahrung, klar, doch das Potenzial ist vorhanden, wenn er es lernt,
das Motorrad auf sich maßzuschneidern. Diese Erfahrung in der WM
zu sammeln ist schwer, denn jeder schaut auf dich – und wie ein
15-Jähriger mit dem Druck fertig wird, muss sich zeigen. Ganz sicher ein Problem: Sandro fährt GP, geht aber weiterhin zur Schule. Wie zwei Dinge, die so viel Konzentration erfordern, unter einen Hut zu bringen sind, muss man abwarten.
Meine Prognose: gelegentlich Punkte.

Infos: Dirk Heidolf (Archivversion)

Alter: 28 Jahre
Wohnort: 09337 Hohenstein-Ernstthal
Homepage: www.dirk-heidolf.de

GP-Saison 2005
Klasse: 250 cm3
Startnummer: 28
Motorrad: Honda RS 250
Team: Kiefer-Bos-Castrol-Honda
GP-Erfahrung: GP-Starts seit 1997 (125 cm3), erste komplette GP-Saison 2002 (250 cm3), Gesamtrang 23 in der 250-cm3-WM 2004
Größter Erfolg: Platz 9 im 250-cm3-GP
in Estoril/P 2002

Dirk Heidolf (Archivversion) - Alter: 28 JahreWohnort: 09337 Hohenstein-ErnstthalHomepage: www.dirk-heidolf.deGP-Saison 2005Klasse: 250 cm3Startnummer: 28Motorrad: Honda RS 250Team: Kiefer-Bos-Castrol-HondaGP-Erfahrung: GP-Starts seit 1997 (125 cm3), erste komplette GP-Saison 2002 (250 cm3), Gesamtrang 23 in der 250-cm3-WM 2004Größter Erfolg: Platz 9 im 250-cm3-GP in Estoril/P 2002

2004 war ein Jahr der Verletzungen. Ein abgebrochener Dornfortsatz am Halswirbel, ein gebrochener Daumen, eine Verletzung am linken Ellbogen, Kreuzband- und
Meniskusriss im rechten Knie – dabei war ich an keinem Sturz schuld. Rennarzt Dr. Costa hat mir eine erneute Operation empfohlen, doch so kurz vor der Saison würde mich das weit zurückwerfen. 2005 wird für mich auch im neuen Team bei Kiefer fast zur letzten Bewährungsprobe. Der Honda-Motor geht sehr gut und ist leicht abzustimmen. Mehr Arbeit macht die Umstellung auf das im Vergleich zur Aprilia kürzere Fahrwerk.
Vom Potenzial her müssten Positionen zwischen 13 und 15 drin sein.

Dirk Raudies über Dirk Heidolf (Archivversion)

Dirk Raudies: Dirks Einstellung kommt mir ein bisschen deprimiert vor. Er muss kämpferisch an die Sache gehen, nur so geht’s vorwärts. Gleichzeitig muss er sich zu einer realistischen Selbsteinschätzung durchringen und abwägen: Wie stark bin ich, wo ist meine Zielsetzung, macht es noch Sinn, so viel Aufwand zu treiben? Man muss auch mit Verletzungen und Schmerzen umgehen können und das Beste daraus machen. Einfach die Zähne zusammenbeißen. Wobei für Dirk gilt:
Er beißt ja, zumindest, soweit es von seinen Möglichkeiten geht. Dann stürzt er. Deshalb schätze ich es für ihn umso schwieriger ein, vorwärts zu kommen.
Meine Prognose: ab und zu in den Punkten.

Infos: Dario Giuseppetti (Archivversion)

Alter: 20 Jahre
Wohnort: 14165 Berlin
Homepage: www.dario-pro.com

GP-Saison 2005
Klasse: 125 cm3
Startnummer: 25
Motorrad: Aprilia
Team: AB Cardion Blauer USA
GP-Erfahrung: GP-Starts seit 2002,
erste komplette GP-Saison 2004,
Gesamtrang 26 in der 125-cm3-WM 2004
Größter Erfolg: Platz 13 im 125-cm3-GP
in Sepang/MAL 2004

Dario Giuseppetti (Archivversion)

Ich fühle mich superwohl in meinem neuen Team. Als mich Giorgio Semprucci fragte, ob ich Interesse hätte,
in seinem neuen Rennstall mit Aprilia-Maschinen anzutreten, habe ich sofort zugesagt. Den Chefmechaniker, Romano Ciatti, kenne ich schon von der Europameisterschaft, er ist ein Top-Typ. Auch mit dem Motorrad bin ich sehr zufrieden. Der Umstieg ist zwar nicht einfach, aber das steifere Fahrwerk kommt meinem Fahrstil entgegen. Ich bremse hart in die Kurven rein, und da gibt mir die Aprilia mehr Rückmeldung als die Honda. Jetzt liegt es an mir, ein gutes Set-up hinzukriegen und anzugreifen. Top-Ten-Plätze sollten drin sein.

Dirk Raudies über Dario Giuseppetti (Archivversion)

Dirk Raudies: Dario macht einen selbstbewussten Eindruck, hat
mehr Erfahrung als die anderen Deutschen in dieser Klasse und geht
die ganze Sache etwas cooler an. Er hat Chancen auf Top-Ten-Plätze, vom Podium ist er von seinem Speed her aber weit entfernt. Das
große Handicap für alle drei 125er-Piloten ist das Niveau der Deutschen
Meisterschaft – die ist als Vorbereitung auf die WM zu langsam.
Darios viele Stürze sind auch der Ausdruck für: Ich muss unbedingt was erreichen. Mit der Brechstange geht’s aber nicht. Die Chance bei einem Teamwechsel: Wenn eine Saison nicht so optimal gelaufen ist, kann ein neues Umfeld neu motivieren.
Meine Prognose: Top 15 in der Endabrechnung.

Infos: Steve Jenkner (Archivversion)

Alter: 28 Jahre
Wohnort: 09337 Hohenstein-Ernstthal
Homepage: www.steve-jenkner.com

GP-Saison 2005
Klasse: 250 cm3
Startnummer: 17
Motorrad: Aprilia
Team: Nocable.it Race
GP-Erfahrung: GP-Starts seit 1997 (125 cm3), erste komplette GP-Saison 1997 (125 cm3), Gesamtrang 8 in der 125-cm3-WM 2004
Größter Erfolg: Sieg beim 125-cm3-GP
in Assen/NL 2003, Gesamtrang 5 in der
125-cm3-WM 2002

Steve Jenkner (Archivversion)

Fahrerisch ist mir der Umstieg von der 125er- in die 250er-Klasse leicht gefallen. Du fährst mit der 250er zwar spitzer und eckiger, kannst mit dem Gasgriff Drifts auslösen. Trotzdem ist das Motorrad eine Aprilia, vom Gefühl fürs Fahrwerk her ebenso wie beim Motorcharakter. Nur dass der eben zwei Zylinder hat – und dementsprechend schiebt. Ob man mit unserer Kit-Maschine
ein Werksmotorrad schlagen kann, muss sich zeigen. Wenn ich mit der Einstellung an den Start gehe, dass ich gegen 13 Werksmaschinen
keine Chance habe, werde ich von vornherein 14. Ich will bester Privatfahrer werden und 2006 auf einer Werksmaschine antreten.

Dirk Raudies über Steve Jenkner (Archivversion)

Dirk Raudies: Bei Steve sind die Erfolgsaussichten noch schwer
einzuschätzen, weil er so gut wie keine Tests absolviert hat. Die 250er verzeiht Fehler eher als die 125er. Dafür ist die Konkurrenz in der 250er-Klasse wegen des Andrangs durch die neue Altersgrenze bei den 125ern richtig eng geworden. Diplomatisch ausgedrückt: Ohne intensivere Werksbetreuung wird es schwer für Steve sein, seine Erfolge
in der 125er-Klasse zu wiederholen. Ein 16. Platz bei den ersten Tests
mit 2,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze ist sicher nicht schlecht – aber es ist schwer abzusehen, wie viel er noch aufholen kann.
Meine Prognose: Top-Ten-Plätze. Eventuell schafft er es in die
Top zwölf in der Endabrechnung.

Infos: Alex Hofmann (Archivversion)

Alter: 24 Jahre
Wohnort: 8805 Richterswil/CH
Homepage: www.alex66.de

GP-Saison 2005
Klasse: MotoGP
Startnummer: 66
Motorrad: Kawasaki Ninja ZX-RR
Team: Kawasaki Racing Team
GP-Erfahrung: GP-Starts seit 1997 (125 cm3), erste komplette GP-Saison 1999 (250 cm3), Gesamtrang 15 in der MotoGP-WM 2004
Größter Erfolg: Europameister 250 cm3 1998, Platz 9 beim MotoGP-GP in Doha/Q 2004

Alex Hofmann (Archivversion)

Während Shinya Nakano den neuen Kawasaki-Motor schon im Februar getestet hat, erlebte ich erst Mitte März meinen ersten Big-Bang-Tag. Das Motorrad ist beim Beschleunigen leichter kontrollierbar und insgesamt einfacher zu fahren. Auf der Stoppuhr ist der Fortschritt aber kaum zu erkennen, denn das Big-Bang-
Prinzip kostet Leistung. Der Abstand zu den Top-Teams ist deshalb nicht kleiner geworden. Trotzdem kann mein Ziel nicht sein, statt um 15. künftig um 13. Plätze zu kämpfen. Ich orientiere mich an Teamkollege Nakano, der Abstand zu ihm ist wirklich gering geworden. Ich will mit ihm gleichziehen und mich so für die Zukunft empfehlen.

Dirk Raudies über Alex Hofmann (Archivversion)

Dirk Raudies: Kawasaki hat von 2003 auf 2004 einen großen Schritt nach vorn gemacht, für dieses Jahr sind jedoch nur ein paar kleine
geglückt. Der Abstand zur Konkurrenz ist eher gewachsen. Alex hat in der letzten Saison bessere Plätze erreicht, als ich ihm zugetraut hatte. Bei den Tests war er sehr nahe an Nakano dran. Was ihm entgegenkommt: Er ist noch sehr jung. In der MotoGP-Klasse zeigt sich, dass viele Newcomer Probleme haben und Zeit brauchen, sich zu entwickeln. Was Alex sicher helfen würde, wäre mehr Harmonie im Team.
Meine Prognose: Alex hat schon als Ersatzfahrer in der MotoGP-
Klasse Top-Ten-Plätze erreicht. Wenn es das Motorrad zulässt, traue ich ihm das wieder zu.

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