2. Die Bremsleitung Echt Geschlaucht

Die Hauptschlagader der Bremsanlage. Hier darf unter Druck nichts nachgeben.

Keine Seltenheit: Oben klebt der Bremshebel am Griffgummi, doch unten an Bremszange und Scheibe tut sich kaum etwas. Zeit, das Aderwerk der Bremsanlage, also Bremsschläuche und Bremsflüssigkeit unter die Lupe zu nehmen.

Wartung und Pflege
Häufigster Fehler im System ist zu alte Bremsflüssig­­­keit. Diese sollte spätestens alle zwei Jahre ersetzt ­werden, ­da sie hygroskopisch ist, das heißt beim Altern Wasser aufnimmt: Der Siedepunkt der Flüssigkeit sinkt, die Leistungsfähigkeit lässt deutlich nach. Welcher DOT-Bremsflüssigkeitstyp eingefüllt werden kann, ist auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters vermerkt, im Zweifel den Fachhändler fragen. Die Glykol-basierten Typen DOT 3, 4 und 5.1 dürfen unterein­ander, nicht aber mit dem Typ DOT 5 gemischt werden, der silikonhaltig ist und somit eine ganz andere Zusammen­setzung aufweist. Nach dem Austausch der Flüssigkeit ist ein penibles Entlüften des Systems angesagt. Dazu empfiehlt sich der Einsatz eines Entlüftungsgeräts (rund 50 Euro), bei dem die Flüssigkeit per Unterdruck abgesaugt wird. Bei der anschließenden Funktionskontrolle muss der Druckpunkt konstant bleiben.

Tuning
Angegraute Gummischläuche sollten unbedingt durch eine hochdruckfeste Stahlflexleitung ersetzt werden. Im Gegensatz zu Gummischläuchen, die beim Altern porös werden und Wasserdampf ins System eindringen lassen, sind die mit Stahlgeflecht ummantelten Teflonleitungen wartungsfrei und müssen nicht wie die Gummischläuche alle fünf Jahre (Herstellervorschrift!) ausgetauscht werden. Stahlflexleitungen gibt es bereits ab rund 50 Euro mit ABE, der Eintrag in die Fahrzeugpapiere entfällt somit.

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