Alles legal?

Der Gesetzgeber unterscheidet bei Anbauteilen aus Kohlefaser zwischen Funktionsteilen und solchen, die lediglich Zierrat sind wie Rahmenschützer oder Lichtmaschinendeckel. Front-Kotflügel gelten generell als Funktionsteile, ebenso Hinterradabdeckungen, die auch als Kettenschutz fungieren oder die Führung des Bremsschlauchs übernehmen (Ducati-Modelle). Umbauten auf Kohlefaser-Kotflügel sind daher eintragungspflichtig. Nach einer Anweisung der Verkehrsminister vom Mai 1999 dürfen die Prüfstellen für solche Eintragungen nur noch Teilegutachten akzeptieren. Diese müssen für Kohlefaser-Kotflügel nicht nur den bis zu diesem Zeitpunkt ausreichenden Nachweis der Splittersicherheit gemäß DIN 52306 enthalten, sondern auch der Richtlinie 97/24 EG (3) entsprechen, die Regelungen zur Formgebung von Fahrzeugteilen enthält. Außerdem muss das Gutachten noch den Verwendungszweck sowie in bestimmten Fällen eine Anbauanleitung umfassen. Wer also einen Kotflügel anbaut, der kein Teilegutachten besitzt, hat schlechte Karten hinsichtlich der Eintragung und riskiert somit das Erlöschen der Betriebserlaubnis.

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