Automatisches Kettenschmiersystem (Archivversion) Nie mehr bücken

Wenn die Schotten nicht gerade deutschen Individualtouristen das Märchen vom Seeungeheuer Nessie aufbinden, erfinden sie sinnvolle Dinge. Den Scottoiler zum Beispiel. Mittels Unterdruckanschluß, zu finden am Benzinhahn oder am Vergaser, wird Öl aus einem Vorratsbehälter durch einen Schlauch zum Kettenrad gepumpt, das sich dort sparsam und gleichmäßig auf der Kette verteilt. Technisch unbedarfte oder großzügige Menschen lassen ihren »Scotty« in Fachwerkstätten montieren. Das dauert je nach Motorradtyp rund eine Stunde. Die Tropfmengen kann man stufenlos regulieren, beim normalen Straßeneinsatz reicht aber die niedrigste Einstellung völlig. Denn auch beim Scottoiler landet überschüssiges Kettenöl nur dort, wo es niemand gerne sieht: auf der Hinterradfelge. Das mitgelieferte Spezialöl läßt sich aber relativ leicht wieder entfernen. Der Kettensatz einer mit Scottoiler bestückten und stramm gefahrenen Honda CBR 900 RR hielt jedenfalls gut 25000 Kilometer. Ein respektables Ergebnis. Zudem entfiel das lästige Spannen der Kette zwischen den Reifenwechseln (alle 3000 Kilometer) bis zum Schluß ersatzlos. Die 199 Mark für den Scottoiler lohnen sich, zumal Importeur Dunn (Telefon 05245/858956) zwei Jahre Garantie gewährt.

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