Bauarten von Kupplungen Bauarten von Kupplungen

Bei fast allen Motoren mit querliegender Kurbelwelle sitzt eine Mehrscheibenkupplung auf der Getriebeingangswelle. Welcher Bauarten gibt es sonst noch:

Bei fast allen Motoren mit querliegender Kurbelwelle sitzt eine Mehrscheibenkupplung auf der Getriebeingangswelle. Der Primärantrieb überträgt das Antriebsmoment auf den Kupplungskorb. Dieser ist auf der Getriebeingangswelle drehbar gelagert, die Reibbeläge der Kupplung greifen mit ihrer Außenverzahnung in den Kupplungskorb. Zwischen zwei Reibbelägen befindet sich jeweils eine Stahlscheibe, die über eine Innenverzahnung mit der Kupplungsnabe verbunden ist. Die Kupplungsnabe sitzt fest auf der Getriebewelle. Über Federn und eine Druckplatte werden die Reibbeläge und Stahlscheiben aufeinander gepreßt und eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Kupplungskorb und -nabe hergestellt.

Beim Auskuppeln hebt die Kupplungsdruckstange in der hohlgebohrten Getriebeeingangswelle die Druckplatte gegen den Federdruck an, die Reibbeläge lösen sich von den Stahlscheiben, Kupplungskorb und -nabe können sich gegeneinander verdrehen. Solche Mehrscheibenkupplungen laufen entweder im Trockenen oder im Ölbad.

BMW verwendet in den Motoren mit längsliegender Kurbelwelle eine Einscheiben-Trockenkupplung. Sie sitzt wie beim Pkw direkt hinter der Kurbelwelle zwischen Motor und Getriebe. Da die Zahnräder des Primärantriebs im Getriebe liegen, dreht die Kupplung mit Motordrehzahl. Nach dem gleichen Prinzip sind die Kupplungen in den V-Motoren von Moto-Guzzi angeordnet, nur übertragen dort zwei Kupplungsscheiben die Leistung.

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