Beratung Karbonkotflügel Schwerelos

Kotflügel aus Kohlefaser sind extrem leicht und verleihen jedem Bike eine edle Anmutung. Wo liegen die Unterschiede zu den Originalen?

Gewicht verlieren und an Attraktivität gewinnen – mit der richtigen Diät kein Problem. Zumindest nicht für Motorradfahrer, die ihrem Supersportler bevorzugt faserreiche Kost in Form von Kohlefaserteilen verabreichen. Tatsächlich lässt sich mit den edel schimmernden Kotflügeln aus Sichtkarbon eine deutliche Gewichtsersparnis von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Originalteil erzielen. So wiegt beispielsweise der Serien-Kotflügel der Honda CBR 900 satte 679 Gramm (Ducati 526 Gramm; Yamaha 535 Gramm), während manche Karbon-Versionen unter 200 Gramm auf die Waage bringen. Voraussetzung ist allerdings der sparsame Umgang mit Harz beim Laminieren. Zu viel Harz ist auch nicht nötig, da der mehrschichtige Laminatverbund seine Festigkeit in erster Linie den Karbonfasern verdankt.
Serienbauteile aus Karbon werden zumeist im Handlaminier- oder Nasspressverfahren hergestellt. Während bei erstgenannter Verarbeitungsmethode das Kohlefasergewebe mit flüssigem Harz in eine Negativ-Form eingestrichen wird, die dann drucklos aushärtet, wird beim Nasspressverfahren das trockene Gewebe in einer mehrteiligen Form mit Harz getränkt und unter Formzwang im Temperofen gehärtet. Noch aufwendiger ist das Vakuumverfahren mit anschließender Härtung unter hohem Druck und hoher Temperatur im Autoclav-Kessel, wie es bei Carbon Dream angewendet wird. Das exzellente Finish dieser Kotflügel mit hochglanzpolierter Oberfläche hat allerdings seinen Preis. Umso erfreulicher, dass man auch für deutlich geringere Beträge Karbonkotflügel mit prima Verarbeitungsqualität und ordentlicher Passform erhält, die mit ihrer gleichmäßigen Struktur nicht nur das Auge des Betrachters erfreuen, sondern sich auch auf der Waage als erfolgreiche Diätmethode erweisen.

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