Beratung: Lampen (Archivversion) Licht und Schatten

Die Hersteller bieten unterschiedliche Glühlampen für verschiedene Einsatzzwecke an. MOTORRAD bringt Licht ins Dunkel und überprüft die Leistung verschiedener Lampentypen.

Vorbei sind die Zeiten, da Motorradfahrer des Nächtens im Blindflug durch die Gegend fahren mußten. Längst haben leistungsfähige H4-Lampen die alte Bilux-Generation verdrängt. Wer trotzdem noch mit einem der wenigen Fahrzeuge mit Bilux-Lampe durchs Dunkel stochert, sollte schleunigst auf eine H4-Lampe mit Bilux-Sockel umrüsten, zum Beispiel die »Haloroad« von Osram. Sie überzeugt nicht nur durch eine rund 17 Prozent höhere Lichtausbeute, sondern bekommt im Gegensatz zu Bilux-Lampen mit zunehmendem Alter auch keinen schwarzen Kolben.Bei den Halogen-Lampen dominieren im Moment noch die Modelle des Typs H4, die in einigen Jahren von den Nachfolgern H7 und H11 verdrängt sein werden. Zu der herkömmlichen H4-Lampe gesellen sich zur Zeit noch drei verschiedene Ausführungen für unterschiedliche Ansprüche: eine »Allweather«-Lampe, die mit ihrer leichten Interferenzbeschichtung für bessere Kontraste sorgen soll, eine »Heavy Duty«-Lampe für längere Lebensdauer und eine je nach Hersteller »Premium« oder »Super« genannte Version für höhere Lichtausbeute.Im Lichtkanal und im Meßlabor der Hella KG in Lippstadt hatte MOTORRAD Gelegenheit, die verschiedenen Lampentypen genauer zu untersuchen. Für die subjektive beurteilung der Leuchtstärke wurden die Lampen im 140 Meter langen Lichtkanal in fest installierte Scheinwerfer montiert und anschließend exakt ausgerichtet. Bewegliche Hindernisse, Fahrbahnbegrenzungen, Asphalt-Straßenbelag und andere Meßeinrichtungen des Lichtkanals erlauben die Übertragung der Ergebnisse auf den Alltagsbetrieb.Die objektiven Untersuchungen erfolgten im Meßlabor, wo eine sogenannte Ulbrichtskugel die Lichtausbeute der Lampen ermittelte. Nebenstehend sind die einzelnen Ergebnisse aufgeführt, wobei auf die Erwähnung der »Allweather«-Lampe verzichtet wurde . Die Unterschiede zwischen ihr und dem normalen H4-Typ sind minimal: Im Schnitt liegt die Lichtausbeute der »Allweather«-Lampe bei 98,5 Prozent. Auch die subjektiven Eindrücke im Lichtkanal unterscheiden sich kaum.Aus subjektiver und objektiver Betrachtung zieht MOTORRAD folgendes Fazit: Wem seine eigene »Lebensdauer« wichtiger ist als die der Lampe und wer öfters bei Nacht unterwegs ist, dem sind die neuen, knapp 30 Prozent helleren H4-Lampen wärmstens zu empfehlen. Wer hingegen nur tagsüber fährt, kann auf die robusteren HD-Lampen zurückgreifen.

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