Beratung: Zusatz- und Ersatzinstrumente (Archivversion)

Kleinanzeigen

Ein Edelcockpit für den Edelbiker, ein Tripmaster für den Abenteurer oder ein kleiner Bordcomputer für den Sportfahrer - im Zubehörhandel findet sich für jedes Bedürfnis das passende Instrument.

Manch ein Motorrad ist wirklich spartanisch ausgestattet. Da ziert lediglich ein Tacho das Cockpit, kleine Lämpchen geben verhalten Auskunft über Licht und Blinkfunktion, und damit hat sich’s. So aufschlußreiche Instrumente wie einen Drehzahlmesser oder gar solche Gimmicks wie eine Zeituhr ersparen einige Motorrad-Hersteller sich und ihren Kunden.Wem die serienmäßige Ausstattung seiner Maschine zu spärlich ist, der findet im Zubehörhandel allerlei Anbauteile fürs Cockpit. Geht die Suche in Richtung kleiner Zusatzinstrumente wie Zeituhr, Voltmeter, Öldruck- oder Öltemperaturmesser, dann hilft ein Blick in die Kataloge der Großhändler wie Polo (Telefon 0211/97 96 699), Louis (Telefon 040/73 41 93 60) oder Götz (Telefon 07476/93 31 50) weiter.Die erste Frage, die sich stellt, lautet: analog oder digital? Der größte Teil des Angebots entfällt nach wie vor auf die klassisch runden Zusatzinstrumente mit analoger Anzeige. Das Befestigen des Instruments in der Verkleidung oder am Lenker ist mit den Ein- oder Anbausätzen in der Regel sehr einfach, und auch der entsprechende Geber kann von jedem Hobbyschrauber selbst angebracht werden.Nicht immer ganz so ästhetisch, dafür von noch geringerem Platzbedarf sind die Instrumente mit digitaler Anzeige. Kaum größer als eine Streichholzschachtel und extrem leicht, lassen sie sich schlicht und einfach mittels doppelseitigem Klebeband anbringen. Kaum der Rede wert ist auch der Energiebedarf dieser Kleinstanzeigen. Wenn keine externe Stromversorgung vorgesehen ist, reichen die integrierten Batterien meist für mehrere Jahre.Mehr technisches Können und Geschick verlangen größere Geräte wie beispielsweise Drehzahlmesser. Die vielfach noch angebotenen mechanisch angetriebenen Bauteile sind lediglich als Ersatzteil für ältere Maschinen brauchbar, denn Voraussetzung für ihren Einbau ist ein Antrieb beispielweise auf der Nockenwelle wie beispielsweise bei der Yamaha XT 500 der Fall.Zum Nachrüsten muß man dagegen zu elektronischen Drehzahlmessern greifen. Bei Kauf sollte man sich am besten gleich über den Anbau an seinem Motorrad erkunden, da sich die Suche nach einem geeigneten Zündungssignal als recht schwierig erweisen kann. Am Zündkabel direkt an der Zündkerze oder zwischen Hallgeber und Zündbox? Beim Austauschen des Drehzahlmessers ist das natürlich kein Problem, da braucht man nur dem Kabel vom alten Teil weg zu folgen.Wer seinen Drehzahlmesser oder auch seinen Tacho lediglich verschönern will, kann mit kleiner Änderung große Wirkung erzielen. Verschiedenfarbige Ziffernblätter für nahezu allen gängigen Sportler bietet die Firma Z-Tacho (Telefon 08678/1622) zum Preis von rund 300 Mark. Der Anzeigebereich des Tacho kann außerdem gleich noch erweitert werden.Beim Austausch eines mechanisch angetriebenen Geschwindigkeitsmessers muß das Übersetzungsverhältnis des Tachometers zum Vorderrad passen, damit sich die Abweichungen in den erlaubten Grenzen halten (siehe Kasten). Die im Zubehör angebotenen Tachos sind für 16- bis 19-Zoll-Vorderräder geeignet.Wer nicht mit Zusatzinstrumenten hantieren will, kann auch zu Komplettangeboten greifen. Schmucke Tacho/Drehzahlmesser-Kombinationen mit analoger Anzeige gibt es beispielsweise von Team Metisse oder Moto Spezial. Mischformen von analoger und digitaler Information (siehe Stack ST 8101 oder Tach Pak) informieren den Fahrer schon über erstaunlich viele verschiedene Werte wie Temperaturen, Öldruck und so weiter. Fast einen kleinen Computerkurs brauchen die Besitzer elektronischer Komplettinstrumente wie eines IMO 100 R Sport oder Tellert DIC, denn damit läßt sich nahezu jeder beliebige Wert messen und anzeigen und in einigen Fällen sogar speichern. Neben Tripmasterfunktionen mit verschiedenen Streckenangaben für Abenteuerreisende erfreuen eingebaute Stoppuhren, Beschleunigungsmesser oder Schaltblitz die Hobbyrennfahrer, bei Bedarf können einige Systeme sogar zu einem kompletten Data-Recording erweitert werden.Zwar wirbt manch ein Hersteller mit der einfachen Montage seines Geräts, dennoch ist in den meisten Fällen ein Anbau durch den Fachmann vorzuziehen. Das richtige Anbringen von Sensoren und anderen Signalgebern setzt einiges an technischem Geschick voraus.Und wenn schon Motorradcomputer, dann sollte doch die optimale Funktion aller Komponenten gewährleistet sein, ansonsten würde ja ein einfacher Tacho genügen.
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Instrumente: Beratung über Zusatz und Ersatz (Archivversion) - Was verlangt der TÜV?

Technische Änderungen an Original-Tachometern sind abnahme- und eintragungspflichtig. Wer also seinen Geschwindigkeitsmesser durch ein Bauteil aus dem Zubehörhandel ersetzen möchte, sollte sich beim Kauf nach der TÜV-Freigabe erkundigen. Grundsätzlich muß ein Tacho, um den nötigen Eintrag zu bekommen, über eine ausreichende Beleuchtung verfügen. Außerdem ist die Abweichungstoleranz genau festgelegt. Sie darf über den ganzen Bereich maximal sieben Prozent mehr Geschwindigkeit anzeigen, als wirklich gefahren wird. Alle zusätzlich zum Originaltacho angeschraubten Geschwindigkeitsmesser benötigen kein Okay des TÜVs, genausowenig Instrumente wie Thermometer, Uhren oder Drehzahlmesser.

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