Bilder 5 bis 8

Dann die Verschraubung am Handbremszylinder lösen, die alten Gummischläuche komplett abnehmen und mit den Zubehörleitungen vergleichen (5). Ab Werk besitzen Motorräder mit Doppelscheibenbremse im Vorderrad oftmals ein Verteilerstück, von dem je eine Bremsleitung zu den Zangen führt. Dieses wird bei den Zubehörteilen häufig durch zwei Leitungen unterschiedlicher Länge ersetzt, deren Einbauposition sich anhand der Serienleitung ergibt. Zum Ausrichten der Anschlüsse werden die stahlummantelten Bremsschläuche zunächst am Bremszylinder handfest angezogen, um die Passform zu überprüfen. Fast immer ist ein Verdrehen der Anschlüsse notwendig. Achtung: Die Anschlüsse der Stahlflex-Leitungen müssen so ausgerichtet werden, dass sich die Leitungen beim Einfedern der Gabel nicht verdrehen! Hierbei sehr sorgfältig arbeiten und beim Ausrichten der Anschlüsse die Herstellervorschriften genau befolgen. Mit Kabelbindern sicherstellen, dass die Bremsleitungen weder beim Einfedern der Gabel noch bei vollem Lenkeinschlag irgendwo anliegen (6). Anschließend die Leitungen an den Halteschellen der Gabel-Tauchrohre fixieren. Da der Querschnitt der stahlummantelten Leitungen kleiner ausfällt als bei den originalen Gummischläuchen, müssen die Zubehörleitungen im Bereich der Halteschellen mit einem Stück Schlauch aufgefüttert werden. Tipp: Motorräder mit Verteilerstück wie die abgebildete Honda VFR 750 besitzen serienmäßig keine Halteschellen. In diesem Fall muss mit passenden Haltern eines anderen Bikes (hier: Suzuki SV 650) improvisiert werden (7). Nach dem Ausrichten werden die mit neuen Dichtringen versehenen Hohlschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen (8).

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