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Verkehrsfunk, MP3-Songs und Gespräche mit dem Mitfahrer Bluetooth-Kommunikationssysteme für Motorradfahrer im Test

Vorbei die Zeiten, als Motorradfahrer mit sich allein im Helm waren, Autobahnetappen zu meditativen Übungen mutierten, die lautmalerisch nur vom Motorenmantra begleitet wurden. Heutzutage hat man Verkehrsfunk, MP3-Songs und die Plauderei der Mitfahrer im Ohr. Via Bluetooth.

Der Porsche-Fahrer will es wissen. Fette Sonnenbrille auf der Nase, viel Gel im Haar und den Blinker auf der linken Spur links gesetzt. Kollege Lohse lässt ihn passieren, ein kurzes "Aha, so so", dann gibt er der 200-PS-BMW die Sporen. Die BMW rechts, der Porsche links, beide entschwinden gen Horizont auf der A 81. „Bleibe dran … bin immer noch dran … sehe dich noch im Rückspiegel … jetzt nicht mehr … hah, Porsche schwächelt … wo bist du eigentlich?“ Die Durchsagen kommen klar und deutlich rüber, klingen nicht nach Funkspruch, sondern wie eine fernmündliche Plauderei im Wohnzimmer. Wahnsinn. Denn Lohse enteilte dem zweiten Testfahrer, der das Auto-Motorrad-Duell akustisch live verfolgen konnte, um mehr als einen Kilometer. Bitte erinnern: Erst vor wenigen Jahren kam Bluetooth in den Helm. Die seinerzeit neue Technik ließ aufhorchen, schließlich sollte von nun an Sprechen, Telefonieren und Musikhören beim Motorradfahren möglich sein. Das ging (und geht) mit speziellen Funksystemen zwar auch, Bluetooth sollte aber auf digitalem Weg die Kommunikation komfortabler gestalten und damit eine breitere Masse an Motorradfahrern ansprechen.


Doch in den Anfängen konnten Bluetooth-Systeme mit mäßiger Akustik und sehr geringen Reichweiten kaum überzeugen. Dialoge zwischen Fahrer und Sozia stellten zwar kein Problem dar, aber die Sprachübertragung zwischen zwei Motorradfahrern begann meist schon nach mehr als einer Kegelbahnlänge zu knistern, knacken und rauschen. Zusatzgeräte wie Telefon, MP3-Player oder Navisystem hatte man auch besser am Kabel statt auf Drahtlosverbindung, weil nur auf diese Weise die Infos sicher ans Ziel gelangten. Schaut (und hört) man sich hingegen aktuelle Top-Produkte an, so hat die digitale Kommunikation riesige Fortschritte gemacht. Das größte Plug-and-play-Erlebnis bieten Helm-Komplettsysteme, also fertig ausgerüstete Helme, in denen man (theoretisch) sofort lossabbeln kann. Die Probiker-Offerte bietet das, allerdings hört der Spaß auf der Autobahn schon auf (siehe Testergebnisse).

Und der Nachteil von Komplettsystemen ist, dass man an bestimmte Helmmodelle gebunden ist. Bei BMW ein Vorteil, denn der kompatible Testhelm System 6 ist erstklassig gedämmt und sorgt zusammen mit dem guten Kommunikationssystem (von Zulieferer Cardo) für eine ausgezeichnete Klangqualität.

Hochinteressant sind aber auch die Nachrüstsysteme. Midland und Cardo etwa bieten tolle Systeme zu fairen Preisen. Jeder kann damit die obligatorische Kopfbedeckung fit machen für Plauderstündchen in der Stadt, auf der Landstraße oder Autobahn. Maulfaule Fahrer genießen hingegen saubere Navi-Ansagen, vollen Musikgenuss während der Fahrt oder lassen sich via Radio über vorausliegende Staus informieren. Praktisch. Doch gerade bei der Nachrüstung verstecken sich viele Tücken, denn Mikrofon und Kopfhörer, meist dünne Pads zum Einkleben und -kletten, harmonieren nicht immer gut mit dem Helminneren. Und sind sie nicht optimal positioniert, drohen starke Klangverluste. Oder es drückt und zwickt an den Ohren. Anstelle planlos an seinem Helm herumzufeilen, sollte man lieber Fachrat und Hilfe vom Händler einholen, bevor das System eingebaut wird. Für den Stadtverkehr und bei Sozius-Kommunikation taugen übrigens alle hier vorgestellten Bluetooth-Produkte. Wie schnell einige Systeme jedoch schon bei moderater Autobahnfahrt einknickten, erstaunte die MOTORRAD-Tester dann doch (Caberg, Probiker, HJC). Wenn die Übertragung einem halb kaputten Volksempfänger während eines Fliegerangriffs oder einem Funkspruch in Seenot gleicht, ist diese eigentlich moderne Form digitaler Übertragung wenig sinnvoll. Genereller Verbesserungsbedarf besteht bei der Reichweite. Die besten Sets schaffen rund einen Kilometer: genug, um frühzeitig etwa einen Tankstopp oder die nächste Abfahrt anzusagen.
100 Meter sind dafür einfach zu wenig und kaum noch zeitgemäß.

Für absolute Motorrad-Minimalisten mag Bluetooth vielleicht etwas zu viel des Guten sein. Weil es vom eigentlichen Fahr-erlebnis ablenkt. Für alle anderen bedeutet es jedoch einen echten Zugewinn von Motorradfahrer-Lebensqualität. Vorausgesetzt, man entscheidet sich für das richtige System.

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Foto: MPS-Studio
BMW Motorrad-Kommunikationssystem.
BMW Motorrad-Kommunikationssystem.

BMW Motorrad-Kommunikationssystem

Plus
Exzellente, klare Sprachübertragung (bis 200 Meter); maximale Lautstärke absolut praxisgerecht, bis Tempo 130 ausgiebige Gespräche möglich; Tasten an Bedieneinheit gut mit Handschuhen zu betätigen, gutes Feedback beim Drücken der Knöpfe.

Minus
Bedienteil an einem der Testhelme unsauber verklebt, löste sich nach kurzer Zeit; ab 300 Meter Abstand zwischen den Dialogpartnern häufige Störungen und Abrisse bei der Sprachübertragung.

Fazit
Die Reichweite ist mit ausreichenden rund 300 Metern kein Hit (bei Telefon, Navi und MP3 jedoch unerheblich). Trotzdem lädt die ausgezeichnete Sprachübertragung zu Plauderstunden ein, nicht zuletzt wegen des gut gedämmten Helms.

MOTORRAD-Urteil
gut

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Foto: MPS-Studio
Nolan N-Com.
Nolan N-Com.

Nolan N-Com

Plus
Sehr gut verarbeitet, Kommunikationssystem mit extra Klinkenstecker-Anschlussmöglichkeiten für Zusatzgeräte erstklassig und dezent in den Helm integriert; prima Rückmeldung durch gut konturierte Bedientasten; angenehme, natürliche Sprachübertragung; gute Reichweite bis rund 600 Meter.

Minus
Auf Dauer sehr nervige Übertragung von Fahrtwind, Motor- und Abrollgeräuschen des anderen Motorrads, dadurch keine Abschaltung bei längeren Sprechpausen.

Fazit
Nebengeräusche verspielen eine Top-Platzierung. Sie stören zwar kaum kurze Navi-Ansagen, verhindern aber längere Dia-loge zwischen Fahrer und Touren-Buddys. Ansonsten ein tolles Komplettsystem, das zeigt, wo es zukünftig langgehen sollte.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
Probiker KX4 Z-Link.
Probiker KX4 Z-Link.

Probiker KX4 Z-Link

Plus
Ordentlich ausgestattet, Bedieneinheit schön am Helm integriert; Koppelung mit anderen Bluetooth-Partnern prompt und unkompliziert.

Minus
Miserabler Klang bei Sprachdurchsagen, nur knapper Dialog zwischen Fahrern/Beifahrern höchstens bei Landstraßentempo möglich, störende Nebengeräusche (Fahrtwind, Motor etc.) werden ungefiltert übertragen; Bedieneinheit bei Fahrt ungenau zu benutzen (versehentlich wurde öfters der Ausschalt- statt des Lautstärkenknopfs betätigt); Farbe an Schaltern löst sich schnell ab, Verarbeitung insgesamt mäßig.

Fazit
Auf den ersten Blick ist das preislich sehr anziehende System attraktiv, zumal mit ihm sofort eine Bluetooth-Verbindung hergestellt werden kann. Doch wegen miesen Klangs und schlechter Bedienung beim Fahren enttäuscht das Angebot sehr.

MOTORRAD-Urteil
ausreichend

Foto: MPS-Studio
Schuberth SRC-System.
Schuberth SRC-System.

Schuberth SRC-System

Plus
Nebengeräusche werden gut herausgefiltert, kaum Störungen; automatische Lautstärkenanpassung sowie Abschaltung bei längeren Gesprächspausen funktionieren tadellos; Verständigung bis 120 km/h gut, bis 150 km/h möglich, nutzbare Reichweite bis rund 300 Meter.

Minus
Schwanenhalsmikrofon drückt unterm Helm am Kinn; Bedieneinheit schlecht zugänglich, Tasten unvorteilhaft positioniert und mit zu -wenig Feedback; Klang insgesamt etwas hohl und mit wenig Tiefen.

Fazit
Mit vorbildlicher Verarbeitung, ordentlicher, nutzbarer Reichweite und prima Funktionen wie einer Lautstärken-Automatik punktet das Schuberth-System. Die unglücklich positionierte, wenig funktionale Bedieneinheit macht indes wenig Freude.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
Shark Sharktooth.
Shark Sharktooth.

Shark Sharktooth

Plus
Sehr gute Bedienung der Lautstärkenregelung; gute akustische Qualität der Sprachausgabe (natürlicher Klang) bis Tempo 150; erstklassige Reichweite, bis rund 750 Meter Abstand sind klare und deutliche Durchsagen von Fahrer zu Fahrer möglich; Musikhören angenehm.

Minus
Zentraler Multifunktionsknopf (Folientaste unter Gummi) reagiert -äußerst unberechenbar und vereitelt manche Einstellung; automatische Koppelung funktionierte nicht immer; Kontrollleuchten bei -Tageslicht nur schlecht zu erkennen.

Fazit
Kleines Manko, große Wirkung: Ausgerechnet die zentrale Bedientaste machte bei den Testhelmen Stress und ließ sich nicht sauber betätigen. Das Helm-Komplettsystem ist ansonsten mit seiner ausgezeichneten Akustik ein echter Favorit.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
AKE Stealth-Interkom-Set 201.
AKE Stealth-Interkom-Set 201.

AKE Stealth-Interkom-Set 201

Plus
Saubere, klar verständliche Sprachausgabe; einfaches Vernetzen mit Navi und Telefon, Gegensprechfunktion bei Partnergeräten bereits voreingestellt; übersichtlich gegliederte, verständliche Anleitung; läßt sich durch Einbindung in Kommunikationssysteme vom Hersteller beliebig erweitern; Reichweite bis 500 Meter.

Minus
Steckverbindungen mit offenen Kontakten nicht wassergeschützt; große Lautsprecher mit hartem Gehäuse, können je nach Helmtyp schnell drücken; Tasten während der Fahrt schwer zu finden und mit Handschuhen schlecht zu bedienen.

Fazit
Technisch kann das schlanke Bluetooth-Set von AKE mit sauberer Akustik überzeugen und ist auf Wunsch zur mobilen Kommunikationszentrale aufrüstbar. In der Praxis hapert es aber an optimaler Bedienbarkeit und umfassendem Wetterschutz.

MOTORRAD-Urteil
befriedigend

Foto: MPS-Studio
Caberg Just Speak D2-HSAI BT-KIT.
Caberg Just Speak D2-HSAI BT-KIT.

Caberg Just Speak D2-HSAI BT-KIT

Plus
Kompakte, extrem schlanke Bauart; preisgünstigstes Angebot im Testvergleich

Minus
Miese, teils zerhackte Sprachübertragung mit starkem Rauschen; -Gegensprechen von Motorrad zu Motorrad durch geringe Reichweite (zehn Meter) kaum zu nutzen; Minibedienknopf am Schwanenhals während der Fahrt nicht erreichbar, mit Handschuhen schwer zu ertasten; kein Autoabschalten in Gesprächspausen; nach Verbindungsabriss von zwei gekoppelten Geräten kein automatischer Wiederaufbau.

Fazit
Für weniger Geld kommt man nicht an ein Bluetooth-Set ran. Die Grundfunktionen erfüllt es, und kompakter kann ein Helmeinbaukit kaum sein. In der Praxis nerven schlechte Akustik und der winzige, kaum erreichbare Bedienknopf am Schwanenhals.

MOTORRAD-Urteil
mangelhaft

Foto: MPS-Studio
Cardo Scala Rider Q2 PRO.
Cardo Scala Rider Q2 PRO.

Cardo Scala Rider Q2 PRO

Plus
Klare, saubere Sprachübertragung über große Reichweite (bis 500 Meter) und hohes Tempo (bis 160 km/h); ultrastabile Dockingstation; gut erreichbare, handschuhgeeignete Kontrolltasten; umgebungsgesteuerte Lautstärkeanpassung; integriertes UKW-Radio; Koppelung von drei Partnergeräten möglich.

Minus
Hinten platzierte Lautstärkeregler schwer zu ertasten; kein Auto-abschalten in Gesprächspausen; keine schlüssige Kennzeichnung der Tastenbelegung.

Fazit
Das Basis-Cardo überzeugt durch seine saubere Akustik. Die stabile Dockingstation lässt sich schnell an diversen Helmen verschrauben oder verkleben, das Gerät selbst schnell mit dem Partnergerät, einem Handy, Navi oder MP3-Player vernetzen.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
Cardo Scala Rider G4.
Cardo Scala Rider G4.

Cardo Scala Rider G4

Plus
Gut verständliche Sprachübertragung bis zu hohem Tempo (über 160 km/h) und mit sehr hoher Reichweite (über 1000 Meter); automatische Lautstärkenanpassung; Autoabschaltung in Gesprächspausen; angenehmes Ein-/Ausblenden von Gesprächen bzw. bei unterbrochener Musikübertragung; stressfreie Koppelung von Partner- und Zusatz-geräten (Handy, Navi, MP3-Player); integriertes Radio; gut bedienbare Tasten mit klar erkennbarer Belegung; solide Klemmhalterung.

Minus
Kontakte der Dockingstation ohne Steuergerät ungeschützt.

Fazit
Die Multitasking-Kommunikationszentrale für vernetzungswillige Kradler. Bis zu vier Teilnehmer können ihre Kurvendiskussion über weite Distanzen führen, an Extra-Features (Radio, Navi, Musik) besteht kein Mangel. Klasse gemacht, toll zu bedienen.

MOTORRAD-Urteil
sehr gut

Foto: MPS-Studio
HJC Chatterbox XBI2.
HJC Chatterbox XBI2.

HJC Chatterbox XBI2

Plus
Vernetzung von drei Geräten im Gegensprechmodus; ordentliche, nutzbare Reichweite; stabile Helmhalterung, viele Anschlussmöglichkeiten per Bluetooth oder Kabel.

Minus

Kaum verständliche, verzerrte Sprachausgabe mit starkem Grundrauschen und Nachhall (besonders störend bei Stadt- und Landstraßentempo); Koppelung von Partnergeräten wird durch missverständliche Anleitung erschwert; Tasten mit Handschuhen schwer zu treffen, Fehlbedienungen durch falschen Tastendruck keine Seltenheit; keine Auto-abschaltung in Gesprächspausen.

Fazit
Die Schnatterbox trägt wenig zu einer entspannten Gesprächs-atmosphäre bei. Bereits beim Einrichten von zwei Geräten
treten Probleme bei der Koppelung auf, beim Fahren raubt die miese Akustik mit starkem Echo die letzten Nerven.

MOTORRAD-Urteil
ausreichend

Foto: MPS-Studio
Interphone F4 Plus Stereo.
Interphone F4 Plus Stereo.

Interphone F4 Plus Stereo

Plus
Saubere Sprachübertragung mit angenehm vollem Klang bis rund 200 Meter; sehr gute Rauschunterdrückung, kaum Nebengeräusche hörbar; umfangreiche Einbaumöglichkeiten; praktische Schnellanleitung im Scheckkartenformat.

Minus
Bei Reichweitenüberschreitung hohe Störrate mit vielen Neben-geräuschen; gekoppelte Geräte bleiben nach Verbindungsabriss -getrennt; filigraner Audiostecker; Tasten mit Handschuhen schwer zu betätigen; keine Autoabschaltung in Gesprächspausen.

Fazit
Bis zu 200 Metern macht die Interphonie von Motorrad zu Motorrad dank exzellenter Akustik Spaß, darüber herrscht digitale Kackophonie. Zum Ausgleich für die teils schwergängigen Tas-ten gibt es eine automatische Lautstärkenanpassung.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
Midland BT City.
Midland BT City.

Midland BT City

Plus
Glasklare Sprachübertragung mit angenehm vollem Klang bis zu Tempo 160 und einer Reichweite von über 400 Metern; Funktionstasten gut zu finden und mit Handschuhen sicher zu bedienen; Autoabschaltung in Gesprächspausen; Partnergeräte koppeln sich nach Verbindungsabriss automatisch; schneller und einfacher Verbindungsaufbau zu Handy, Navi, Audio- oder Partnergeräten.

Minus
Klemmhalterung für manche Helmtypen zu schwach ausgelegt.

Fazit
Die Minimallösung von Midland kann in der Praxis als solider Kommunikator auf dem Motorrad überzeugen. Hohe Reichweite, tolle Akustik, viele Anschlussmöglichkeiten (Handy, Navi, MP3) und im Partnerset kaum teurer als manches Sologerät.

MOTORRAD-Urteil
gut

Foto: MPS-Studio
Midland BT Next.
Midland BT Next.

Midland BT Next

Plus
Saubere, klare Sprachübertragung mit sattem, vollem Klangbild von Stadt- bis hohem Autobahntempo (180 km/h); Reichweite in Gegensprechmodus deutlich über 1000 Meter; Autoabschaltung in Gesprächspausen; sinnvolle Kontrolltöne informieren über Gerätestatus (z. B. Interkom-Verbindungsaufbau, Autokoppelung nach Verbindungsabriss), Koppelung von vier Partnergeräten möglich; Radio integriert.

Minus
Tastenbelegung nicht eindeutig gekennzeichnet; Klemmhalterung für manche Helmtypen zu schwach ausgelegt.

Fazit
Sprachwunder im kompakten Design. Das BT Next vereint perfekte Akustik und hohen Praxisnutzen. Nach problemloser Koppelung mit Handy, MP3, Navi oder Partnergeräten steht der Kommunikation selbst bei hohem Tempo nichts mehr im Wege.

MOTORRAD-Urteil
sehr gut

Foto: Archiv

Endwertung / Fazit

BMW brachte 2005 als einer der ersten Hersteller Bluetooth und Helm unter einen Hut. Dieses erste, rund 1000 Euro teure System - seinerzeit beinahe konkurrenzlos - wäre bei diesem Vergleichstest wohl sang- und klanglos untergegangen. Doch die Bayern haben weiterentwickelt und das zurzeit stimmigste Helm-Komplettsystem im Angebot. Die Podestplätze belegen jedoch ausgebuffte und  bezahlbare Nachrüstsysteme von Midland und Cardo, die mit Top-Reichweiten und bester Akustik das Sprechen, Telefonieren, Musik- und Radiohören zum Genuss machen. Klingt  es jedoch wie bei einem verstellten Funksender (Caberg, Chatterbox, Probiker), ist jeder inves-tierte Euro zu viel.
 

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