Bremsbeläge für Yamaha TRX 850 im Vergleich (Archivversion) ––––

BremboTyp: 107. YA 17. 11, KBA 60365Preis pro Satz: zirka 54 Mark Belagstärke: 7,3 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: über die gesamte Fläche verglast, leichte Längsriefen, keine AusbrücheLaufbild Scheibe: glatt, glänzend, mit leichter Blaufärbung durch Erhitzung, keine LaufspurenFunktion: trotz langer und mehrfach wiederholter Einbremsstrecke verglasten die Beläge bei hoher Beanspruchung. Selbst nach mehrfachem Abziehen der harten Oberfläche und einem wiederholten sorgsamen Einfahren hinkten sie in Wirkung, Dosierung und Naßbremsverhalten den Erwartungen hinterher. Eine Ableitung der mäßigen Funktion auf andere Bremsanlagen mit Brembo-Belägen darf nicht gemacht werden, da es sich hier um ein spezifisches Verhalten zwischen der Brembo-Belagmischung und den Yamaha-Stahlscheiben handeln kannBezugsquelle: Motorradhandel-März, alle Brembo-Importeure, FachhandelDunlopad Typ: DP 409/226820, S45 GG, KBA 60416, nicht mehr im Handel (zu geringe Belagfläche), ersetzt und im Test bewertet durch Dunlopad Typ DP 409/240222, S 45 GG, KBA 60416Preis pro Satz: zirka 50 MarkBelagstärke: 7,0 Millimeter, Sintermetall-Belag mit keramikbeschichteter RückplatteAbriebbild Belag: leichte Längsriefen, rau, deutliche Verfärbung durch HitzeLaufbild Scheibe: leicht riefig, minimale Freßspuren, ähnlich wie mit Originalbelägen. Funktion: die Fahrversuche mit den im Handel erworbenen Dunlopads der auslaufenden Serie (DP 409/226820) brachten an sich gute Ergebnise. Doch leider verzogen sich die Belagrückplatten unter der Hitze-Einwirkung so stark, daß die Beläge nach einer Abkühlphase beim zweiten Testdurchlauf in allen Punkten nur noch unbefriedende Werte erbrachten. Die geänderten Dunlopad (DP 409/240222, Belagfläche vergrößert) dagegen konnten mit guter Bremswirkung kalt wie heiß und einem den Serienbelägen ebenbürtigen Verhalten bei NässeüberzeugenBezugsquelle: HG-Shops, FachhandelEBCTyp: FA 123, SK 93 66 GG, KBA 60643Preis pro Satz: zirka 45 MarkBelagstärke: 7,2 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: gleichmäßig, keine Ausbrüche, keine VerglasungLaufbild Scheibe: glänzend, glatt, keine LaufspurenFunktion: nach einer überraschend langen Einbremsphase mit deutlichem Fading und geruchsintensivem Ausgasen lieferten die EBC-Beläge durchweg eine bessere Bremswirkung und ein bissigeres Ansprechverhalten bei geringerer Handkraft als die Serienteile. Lediglich bei Nässe und in kaltem Zustand sind sie den Yamaha-Belägen leicht unterlegen. Wie alle Beläge mit einer Stärke über 7 Millimeter fällt auch hier der harte, klare Druckpunkt und ein deutlich verringerter Leerweg am Bremshebel aufBezugsquelle: Kersch und Feistel, Zimmermann Motorsport, Telefon 07485/1094FerodoTyp: 4004 F, 0289Preis pro Satz: zirka 42 MarkBelagstärke: 6,6 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: leicht brüchige, zum Teil glasige OberflächeLaufbild Scheibe: glänzend, glatt, leichte Blaufärbung, keine LaufspurenFunktion: eine im Vergleich zur Serienausstattung etwas bessere Bremswirkung mit progressivem Verlauf - das heißt: Die Bremskraft steigt im Verhältniß zur Handkraft überproportional an. Ansprechverhalten und Bremswirkung bei Nässe liegen unter den Serienbelägen von YamahaBezugsquelle: Spiegler Bremstechnik, FachhandelHein Gericke Typ: 24002655, HG 2500 KBAPreis pro Satz: zirka 47 MarkBelagstärke: 5,3 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: glatt, leicht glasig, kleine AusbrücheLaufbild Scheibe: glatt, ohne LaufspurenFunktion: bis auf ein deutlich verzögertes Ansprechen und eine nur noch befriedigende Bremswirkung bei Nässe liegen die Gericke-Beläge bei trockenen Verhältnissen und warmen Bremsen etwas über dem Niveau der Serienteile. Mit nur 5,3 Millimeter Belagstärke ist die Alternative von Gericke der dünnste Belag im Vergleich. Obwohl die Mischung mit der von EBC identisch sein soll, ist die Funktion in allen Bereich etwas schlechter, was sich auch auf die geringere Belagstärke zurückführen läßtBezugsquelle: alle Hein Gericke Shops LucasTyp: SBS S 40 GF, MCB 559, KBA 60142Preis pro Satz: zirka 46 MarkBelagstärke: 7,2 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: glatt und glänzend, leicht verglaste OberflächeLaufbild Scheibe: glatt, leichte Blaufärbung, keine LaufspurenFunktion: die Lucas-Beläge liegen in ihrer Funktion ziemlich exakt auf dem Niveau der Yamaha-Serienausrüstung, benötigen jedoch für ein gutes Ansprechverhalten eine bestimmte Arbeitstemperatur. Auch hier stellte sich nach dem Testzyklus eine leicht verglaste Oberfläche ein, die sich jedoch nicht gravierend auf die Funktion auswirkte und die sich mit geringem Aufwand entfernen läßtBezugsquelle: Zimmermann Motorsport, Fachhandel PoloTyp: HG 24002, 438 Polo, 2300, KBA 60199Preis pro Satz: zirka 30 MarkBelagstärke: 7,6 Millimeter (mineralischer Belag)Abriebbild Belag: glatt, leicht glänzend, ohne AusbrücheLaufbild Scheibe: glatt, ohne LaufspurenFunktion: Bremswirkung, Dosierung und Ansprechverhalten entsprechen den Werten der Serienbeläge bei erwärmter Bremsanlage. In kaltem Zustand und bei nasser Bremsanlage sind Polo-Bremsklötze - wie fast alle anderen mineralischen Mischungen auch - den Yamaha-Sumitomo-Belägen etwas unterlegenBezugsquelle: alle Polo-Shops Yamaha SumitomoTyp: AK V2521 GGPreis pro Satz: zirka 114 MarkBelagstärke: 5,5 Millimeter (Sintermetall-Belag)Abriebbild Belag: riefig, mit leichter Blaufärbung durch Erhitzung, brüchiger RandLaufbild Scheibe: leichte Längsriefen, minimale FreßspurenFunktion: befriedigende Bremswirkung bei mittlerer Handkraft, die zur Erzielung einer maximalen Wirkung extrem erhöht werden muß. Ansprechverhalten und Bremswirkung bei Nässe sind durchweg besser als die bei den Nachrüstbelägen mit mineralischen Mischungen. Nur die ebenfalls aus Sintermetall gefertigten Dunlopad erreichen hier die Qualität der Yamaha-BelägeBezugsquelle: alle Yamaha-Vertragshändler

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