Bremsen-Tipps (Archivversion) Bremsen-Tipps

Damit die Bremsanlage im Ernstfall störungsfrei funktioniert, gilt es einige Punkte zu beachten.
Nach einem Belagwechsel die Bremsscheiben
mit geeignetem Bremsenreiniger vom Abrieb des Vorgängers befreien.
Neue Beläge nicht sofort voll belasten, sondern nach Herstellerangaben einfahren.
Mindestens alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit wechseln.
Ein matschiger Druckpunkt könnte an Luftblasen im Bremssystem liegen. Abhilfe: die Bremsanlage entlüften, am besten mit einem speziellen Unterdruckgerät.
Plötzlich fehlender Bremsdruck liegt entweder
an einem Leck im System oder ganz profan an zu niedrigem Flüssigkeitsstand, der regelmäßig
kontrolliert werden sollte.
Einseitig verschlissene Bremsbeläge deuten auf ein Problem mit den Bremskolben hin. Unbedingt auf Leichtgängigkeit überprüfen und reinigen.
Gegen lästiges Bremsenquietschen hilft meist
ein wenig Kupferpaste, die auf der Belagsrück-seite aufgebracht wird.
Nur wenn die Bremshebelweite richtig ein-
gestellt ist, lässt es sich perfekt bremsen. Anhaltspunkt: Bei locker auf dem Griff liegender Hand sollten die ersten Fingerglieder von Zeige- und Mittelfinger bereits über den Bremshebel
hinausreichen.
Blau angelaufene Bremsscheiben zeugen von Hitzeproblemen. Möglicherweise stellen sich
die Bremskolben nicht mehr von alleine zurück. Extrem hoher Widerstand beim Motorrad-
schieben ist ein klares Zeichen für festgebackene Kolben. Oft hilft penible Reinigung mit einer
feinen Kupferbürste.
Alte Bremsbeläge rechtzeitig gegen neue
tauschen und nicht warten, bis sich das Metall
der Trägerplatte in die Bremsscheibe frisst.
Verzogene Bremsscheiben äußern sich beim Bremsen durch Pulsieren am Hebel. In dem
Fall sind dringend neue Scheiben fällig.
Lässt sich die Bremse schlecht dosieren
oder hakt der Hebel, liegt’s möglicherweise
an einem schlecht geschmierten Hebel-
Gelenk. Zerlegen, reinigen, fetten und wieder
einbauen – fertig.

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