Camping-Spezial Motorradfahren und Camping

Foto: Biebricher
Sturm und Regen – natürliche Feinde von Motorradfahrern und Campern gleichermaßen. MOTORRAD wollte wissen, welche Outdoor-Ausrüstungen den Unbilden der Natur am besten standhalten und zog hinaus in die freie Wildbahn. Den Erlebnisbericht dazu finden Sie in MOTORRAD 14/2009 (Inhalt siehe Link). Hier geben die Camping-Spezialisten weitere Tipps für das Leben draußen. Tipps und Tricks

Zelt

• Das Zelt immer trocken einpacken, wenn es länger gelagert wird. Sonst bildet sich Schimmel.
• Zelt nicht ausfegen, sondern lieber ausschütteln, um die Beschichtung zu schonen.
• Zeltplatz sorgfältig auswählen! Aufpassen, ob beim Aufbau Dornen, spitze Steine und kleine Äste den Unterboden gefährden könnten. Ebenso überprüfen, ob der gewählte Stellplatz sich bei Regen zu einem Wasserbecken verwandeln könnte oder ob ein zu nahe gelegener Fluss/Bach über die Ufer treten könnte. Könnten Äste bei Sturm auf das Zelt herabfallen?
• Bei Wind zuerst das Zelt mit Heringen fixieren, das erleichtert den Aufbau. Eingang zur windabgewandten Seite stellen.
• Heringe nicht brutal in den Boden schlagen. Lieber mit Zeltschnur oder Wäscheleine den Abspannpunkt verlängern und sich eine geeignetere Stelle suchen.
• Gegen Kondenswasser hilft nur Belüftung, deshalb gegebenenfalls die Eingänge leicht geöffnet halten.
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Foto: Biebricher
Schlafsack

• Für die Wäsche, besonders beim Daunenschlafsäcken, empfehlen sich Spezialwaschmittel, die den Fettgehalt der Daune erhalten
• Pro Maschine nur einen Schlafsack waschen, keine Weichspüler verwenden
• Lieber zweimal das Spülprogramm durchlaufen lassen. Bei Handwäsche mehrmals mit klarem Wasser das Waschmittel ausspülen.
• Schlafsack nie auswringen, sondern vorsichtig ausdrücken und dann an der Luft trocknen lassen.
• Beim Trocknen in einem maschinellen Trockner zwei, drei Tennisbälle hinzugeben. Nicht wärmer als 40°C trocknen. Trockner im Waschcenter mit ihren großen Trommeln eignen sich besser als die Maschine zu Hause.
• Zum Lagern nie den engen Packbeutel nutzen, sondern lieber einen Bett- oder geräumigen Kissenbezug. Ideal ist es, den Schlafsack über einen Bügel in einem Schutzbeutel für Kleider/Anzüge im Schrank aufzuhängen.
• Häufiges Waschen vermeiden. Lieber ausgiebig lüften. Daunenschläfsäcke sollten dennoch mindestens einmal pro Jahr gewaschen werden, denn sonst verkleben die Daunen durch Schmutz und die Salze und Öle aus den menschlichen Schweißausdünstungen

Sonstiges

• Kleine Kissenbezüge mitnehmen. Mit Pulli oder Fleece-Jacke gefüllt ist das eine perfekte Kopfunterlage, die einem echtes „Zuhause-Gefühl“ vermittelt.
• Eine Mini-Wärmflasche oder Taschenofen etwa 15 Minuten vor dem Zu-Bett-Gehen in den Schlafsack legen. Wirkt Wunder bei kälteempfindlichen Menschen.
• Große, ineinander steckbare Havelbecher (gibt's im Fachgeschäft) eignen sich für Müslifrühstück, Suppe und auch als Spaghetti-Teller-Ersatz. Sinnvoll und platzsparend, wenn deshalb auf Teller und Tassen verzichtet werden kann.
• Am Motorrad, sofern nicht schon vorhanden, eine Steckdose installieren (Selbstbau-Kits gibt's bei Elektronik-Fachmärkten wie Conrad etc.), und als nächtliche, über die Motorrad-Batterie gespeiste Beleuchtung eine LED-Leuchte nutzen.
• Um Essen warm zu halten, den Topf erst mit einem Handtuch und zusätzlich mit dem isolierenden Schlafsack abdecken.
• Die Kühlrippen einer alten Boxer eignen sich nach strammer Tagesetappe gut als Toaster für altbackenes Brot.

Last not least - Tipps zum Thema Packen:

Unten können Sie eine - selbstverständlich nach dem persönlichen Geschmack zu erweiternde - Packliste downloaden. Bei der persönlichen Ausstattung von Fahrer und Sozia empfiehlt es sich, möglichst leichte Funktionskleidung (Fleece-Jacke, Trekkinghosen etc.) auszuwählen, die leicht trocknet und entsprechend während der Reise einfach zu waschen ist. Geschirrspülmittel, Shampoo, Sonnenmilch können in kleine Filmdöschen umgefüllt werden, um Platz zu sparen. Weiche Gegenstande wie etwa die Schlafsäcke, das Zelt, Isomatten oder ein Tarp finden in der mit Spanngurten verzurrten Gepäckrolle auf dem Gepäckträger ihren Platz, die persönliche Ausstattung kommt der Ordnung halber jeweils in eine dünne Nylontasche, die wiederum jeweils in einem Koffer verstaut wird.

Die genannte Ausrüstung soll als Empfehlung verstanden werden. Mit diesem oder einem vergleichbaren Equipment lässt sich ein bequemer Outdoor-Urlaub mit dem Motorrad verwirklichen. Viel Spaß dabei.

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