CO-Tester zur Vergasereinstellung (Ausprobiert) (Archivversion) Schnüffler

Vergaser verstellt? Abhilfe könnte hier ein mobiler CO-Tester für den Hausgebrauch schaffen. MOTORRAD hat drei Modelle ausprobiert.

Ein Motor kann nur so gut arbeiten, wie es sein Umfeld zuläßt. Ein Punkt, den es hier zu beachten gilt, ist die optimale Gemischzusammensetzung. Und ein Maß für die Gemischzusammensetzung stellt der CO-Gehalt im Abgas dar. Wer sein Motorrad selbst abstimmen will, benötigt also einen eigenen Abgastester. Alle drei von MOTORRAD ausprobierten Geräte werden vom Zwölf-V-Bordnetz aus betrieben und können somit überall eingesetzt werden. Nach einer kurzen Anwärmphase sind alle CO-Tester betriebsbereit, müssen aber vor der Messung noch kalibriert werden. Während der WT 201 von Mobil-Tech automatisch per Knopfdruck geeicht wird, müssen die beiden Geräten von Gunson umständlich per Drehknopf eingestellt werden. Nach erfolgter Eichung können die Abgassonden in die Auspuffanlage eingeführt werden. Innerhalb kürzester Zeit stabilisiert sich dann die Anzeige des gegenwärtigen CO-Gehalts im Abgas. Durch Verdrehen der Gemischregulierschraube am Vergaser kann die Gemischzusammensetzung korrigiert werden. Ein CO-Gehalt von 1,5 bis 2,0 Volumenprozent im Standgas gelten als optimal. Umfangreiche Vergleichsmessungen ergaben für den WT 201 und den Gunson’s Professional nur geringe Abweichungen vom geeichten Bosch-Referenztester und können somit als empfehlenswert eingestuft werden. Lediglich der Gunson’s MK 2 lag in seinen Meßergebnissen immer weit daneben, so daß dieses Gerät als nur bedingt empfehlenswert eingestuft werden muß. Uli Baumann

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