Dainese-Helm (Archivversion) Paß-Kontrolle

Schon vor gut einem Jahr präsentierte Dainese den Ergon-Helm, aufgrund von Fertigungsproblemen wurden aber 1995 nur wenige Exemplare ausgeliefert. Nun sollen größere Stückzahlen dieses ab 600 Mark teuren Erstlingswerks des italienischen Bekleidungsspezialisten in den Handel kommen. Auf Anhieb gefällt die gute Paßform des 1240 Gramm schweren Ergon. Satt und komfortabel liegt die Polsterung an, zum stabilen Sitz bei hohen Geschwindigkeiten trägt auch die gute Aerodynamik bei. Allerdings könnte der Helm bei einer sportlichen Sitzposition etwas höher auf dem Kopf sitzen, der Blick nach vorn ist durch den tiefen Sitz beeinträchtigt. Gut gemeint ist der Knopf vorn am Visier, der die leicht geöffnete Position des leicht beschlagenden Visiers fixieren soll. Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten drückt jedoch der Wind das Visier wieder zu. Auch ohne monströse Hutzen und Klappen funktioniert die Ventilierung überraschend gut. Eine fummelige Sache ist der Visierwechsel. Hier wie auch bei der Betätigung sollte man vorsichtig agieren. Bei einem der MOTORRAD-Tester brachen die Nasen der Abdeckklappe, worauf er das Visier während der Fahrt verlor. Dieses Problem soll in der zweiten Produktionserie bereits behoben sein. Fazit: Mit sehr guter Paßform und Verarbeitung sowie mäßiger Geräuschentwicklung ist der Ergon ein sehr empfehlenswerter Helm.

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