Der Sicherheits-Check (Archivversion)

Der Verein für Aufsperrtechnik und Einbruchschutz e.V., Telefon 089/90955685, in Heimstetten bei München hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktuelle Aufsperr- und Aufbruchmetho-den zu untersuchen und zu bewerten. Die Experten geben ihr Wissen an die Polizei und die Feuerwehr
weiter, beraten aber auch private Häuslebauer in Sachen Einbruch- und Diebstahlschutz, zum Bei-spiel in Telefonsprechstunden oder im Internet unter www. aufsperrtechnik.org. Für den Sicherheits-Check der Motorrad-Schlösser bekamen Stefan Unterbuchberger, Betreiber eines Schlüsseldienstes, und sein Vereinskollege Hans Bauer, Betriebselektriker im Ruhestand, pro Schloss zum Aufsperren jeweils fünf Minuten Zeit – ein Dieb würde in der Realität seinen Versuch sicherlich schneller abbrechen.
Zunächst probierten die Fachleute, jedes Schloss ohne grobe Gewalt zu öffnen. Mittel dazu: Profi-Knackwerkzeuge wie Hand- oder Elektro-Picks. Eine andere sanfte Aufsperrmethode ist ein so genannter Schlagschlüssel, der im Schloss steckt und – bei entsprechendem Geschick – mit einem gebogenen Draht zum Öffnen gedreht werden kann. Für Tubular-Schlösser sind auf dem Markt diverse Spezialwerkzeuge erhältlich, mit
denen die Schlösser vergleichsweise einfach aufzukriegen sind. Wie die sanften Knackversuche genau ablaufen, wollen wir an dieser Stelle nicht näher beleuchten, um allzu interessierten Langfingern keine Tipps zu geben.
Führten diese meist lautlosen Methoden nicht zum Erfolg, kamen Brecheisen, Hammer, Meißel, Eisensäge und ein ein Meter langer Bolzenschneider zum Einsatz. Als allerletzte Instanz nutzten die Schlossknacker eine Flex. In der Praxis verursacht diese rabiate Methode jedoch viel zu viel Lärm
und somit Aufmerksamkeit. Entsprechend gering fiel die Berücksichtigung dieser Knackmethode bei der Punktevergabe aus.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote