Dichtringe (Archivversion)

Aktuelle Motorräder besitzen ausnahmslos Ketten mit Dauerfettfüllung, so genannte Dichtring-Ketten, im umgangssprachlichen als O-Ring-Ketten bezeichnet. Die Dichtringe gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: in der einfachsten Version als echten O-Ring, der den abgedichteten Ketten auch ihren Namen gab. Weitere Bauformen sind zum Beispiel X-, XW-, RX-, Z- oder Quad-Ringe, die alle komplexere Querschnittsformen aufweisen. Diese sollen die Dichtfunktion erhöhen, die Reibungsverluste verringern und somit für eine längere Lebensdauer der Motorradkette sorgen. Nahezu jeder Kettenhersteller hat sein eigenes Dichtring-Patent. Darum nicht erschrecken, wenn der Fachhändler statt der gewünschten X-Ringkette plötzlich ein Z-Ring-Modell über den Ladentisch schiebt.
Die Aufgabe der Dichtringe besteht darin, den im Bereich der Reibflächen zwischen Kettenbolzen und Buchse befindlichen Schmierstoff nach außen abzudichten. Durch diese Mitte der 70er Jahre entwickelte Technik konnte die durchschnittliche Lebenserwartung von Motorradketten im Vergleich zu den nicht abgedichteten Standardketten früherer Jahre auf heutzutage übliche 20000 bis 30000 Kilometer deutlich gesteigert werden.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote