Die Qual der Wahl: Tankpads gibt es in vielen Varianten

Neben praktischen Erwägungen spielt bei der Auswahl auch das Aussehen eine Rolle: Ein Tankpad im Karbon-Look passt selbstredend nicht an einen chromblitzenden Chopper. Wichtig ist natürlich Größe und Form, Pad und Tankform müssen zueinander passen. Unproblematisch in puncto Design sind Klarsicht-Folien. Allerdings bleiben diese meist nur im Neuzustand annähernd unsichtbar, denn der Kleber zieht an den Rändern Schmutz magisch an. Je dicker die Folie, umso robuster ist sie. Große, zusammenhängende Folienstücke sind bei stark gewölbten Tankformen nur schwer ohne Falten und Luftblasen aufzubringen. Leider ist gerade bei transparenten Aufklebern jede kleine Blase zu erkennen. Spinnenartig geformte Folien mit tiefen Einschnitten und schmalem Mittelsteg sind leichter zu handhaben. Gute Erfahrungen hat MOTORRAD mit clear-tank-protect (Mobiltech, 25 Mark) gemacht, diese Folien stammen aus dem Automobilbereich und greifen den Lack nicht an. Sie sind dick und robust, dabei trotzdem sehr gut formbar.Leicht aufzubringen und zudem sehr widerstandsfähig sind selbstklebende Pads im Karbonlook (ab 10 Mark). Diese sind entweder mehrteilig, so dass bestehende Kratzer notfalls gezielt abgedeckt werden können, oder sie werden spinnenartig geformt, so dass sie auch auf gewölbten Tanks keine Probleme machen. Obwohl diese Pads meistens relativ dick sind, lassen sie sich erstaunlich gut an Rundungen anpassen. Gute, robuste Versionen liefert zum Beispiel Gericke (ab 30 Mark). Eine Alternative: Die Pads von Schommer (27 bis 30 Mark) haften ebenfalls gut, lassen sich aber durch ein spezielles Haftmittel leicht und rückstandsfrei wieder entfernen, der Lack wird geschont. Üblicher Kleber härtet langsam aus, je älter, desto schlechter klebt er. Wer Pech hat und ein jahrelang beim Händler herumliegendes Exemplar erwischt, wird dieses kaum dauerhaft fixieren können. Vorsicht ist bei aufgedrucker Schrift angebracht, zum Beispiel Markenlogos: Diese wird schnell abgerubbelt, das sieht dann wenig schön aus. Verschleißempfindlich sind auch Pads aus neoprenartigem Schaumstoff oder geschäumtem Gewebe (ab 10 Mark). Diese mögen zwar angenehm weich erscheinen, von echter Stoßdämpfung für die empfindlichen Weichteile kann man aber sicherlich kaum sprechen. Ein weiterer Nachteil: Sie lassen sich häufig nur schwer und fitzchenweise wieder entfernen. Deutlich robuster sind Gummi-ähnliche Materialien, zum Beispiel der Micron-Pad von Louis (19 Mark). Für stark gewölbte Flächen ist er allerdings wenig geeignet, da lösen sich die Kanten schnell ab. Echtes Karbon (Schommer, 44 Mark) gibt es auch als Tankpad, diese Varianten lassen sich jedoch nur in einer Ebene wölben, können daher lediglich relativ klein ausfallen und neigen an den Ecken zum Ablösen. Ähnliches gilt für Alu (Louis). Chopperfreaks akzeptieren allenfalls echtes Leder, wie es zum Beispiel Louis für 18 Mark (geprägt) oder 25 Mark (mit Nieten) anbietet.

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