Die Rechnung, bitte (Archivversion)

Wo einkaufen: beim Vertragshändler oder im freien Handel? Unsere Empfehlung für den eigenen Preisvergleich: Auf jeden Fall auch ein Angebot vom Vertragshändler einholen.

Yamaha FZ6 Fazer, Baujahr 2004
FAZIT: Hoppla, der Gang zum Vertragshändler hat sich für den Fazer-Piloten gelohnt. In unserer Beispielrechnung legt er für die Originalteile knapp 33 Euro weniger auf den Tresen. Zwar kann Polo bei vielen Einzelteilen den Vertragshändler unterbieten. Nach oben getrieben werden die Kosten durch Kettenkit sowie Luftfilter, die bei Polo teurer sind. Da der Luftfilter allerdings auswaschbar ist, könnten sich die hohen Mehrkosten gegenüber dem Standardteil auf Dauer amortisieren.

Honda CBR 600 F, Baujahr 2001
FAZIT: Mit über 200 Euro Ersparnis verlässt der CBR-Fahrer den Louis-Shop. Und das, obwohl er mit Ausnahme der Batterie nicht einmal zu den noch günstigeren Louis-Eigenmarken gegriffen hat. Die DID-Kette ist Erstausrüstungsqualität, die Sintermetall-Bremsbeläge kommen von Lucas, den Zündfunken liefern die teuren Iridium-Kerzen von NGK. Teurer als das Original ist der K&N-Luftfilter, der aber auswaschbar ist und sich spätestens beim nächsten Wechsel bezahlt gemacht hat.

Suzuki GSX-R 1000, Baujahr 2003
FAZIT: Knapp 90 Euro für die Batterie, 8,33 Euro pro NGK-Zündkerze. Suzuki setzt bei seinen Verschleißartikeln den Rotstift an. Eine schwere Vorlage also für unseren Vergleichswarenkorb, der bei Polo befüllt wird. Aber dennoch: Nach dem Shopping bleibt ein ganzer Hunderter im Portemonnaie stecken. Der größte Teil der Differenz ist auf die doppelt so teuren Bremsbeläge zurückzuführen. Polo bietet für die K3-Gixxer eigene Sintermetall-Beläge an, die preislich kaum zu schlagen sind.

Ducati 996, Baujahr 1999
FAZIT: Ducatis sind im Unterhalt bezüglich Verschleißteilen nicht viel teurer als japanische Großserienmotorräder – erste Erkenntnis. Zweite: trotz Exotenstatus lassen sich auch für solche Bikes günstige Alternativangebote finden. In diesem Fall haben wir die Ducati 996 mit Verschleißteilen aus dem Büse-Angebot ausgestattet. Bis auf den Luftfilter, der bei Ducati 12,54 Euro kostet, hätten wir auch alles bekommen. Dazu mit einer ordentlichen Ersparnis von 26 Prozent.

Triumph Speed Triple, Baujahr 1999
FAZIT: Fünf Euro hier, sieben Euro da – eigentlich ist der Preisunterschied zwischen den Originalteilen von Triumph und dem, was die Shop- und Versandkette Gericke für die Speed Triple anbietet, gar nicht so krass. So richtig teuer wird es erst bei den Bremsbelägen. Vorne ist bei den Originalbelägen gleich das Doppelte fällig. Ordentlich sparen lässt sich weiterhin beim Kettenkit. Gericke kontert gegenüber der DID-Kette vom Triumph-Händler mit dem über 50 Euro günstigeren Produkt von RK.

BMW R 1150 GS, Baujahr 1999
FAZIT: Mit knapp zehn Prozent Ersparnis kehrt der GS-Fahrer von seiner Einkaufstour beim BMW-Spezialisten Wunderlich zurück. Zwar legt er knapp zehn Euro beim Batterie-Neukauf drauf, erhält bei Wunderlich aber eine Reinblei-Batterie von Odyssee, die dank hoher Startströme sehr leistungsfähig ist. Bei allen anderen Posten sind deutliche Ersparnisse drin, teils über 40 Prozent. Und: Selbst bei den Filtern braucht dabei auf Markenprodukte nicht verzichtet zu werden.

Harley-Davidson Sportster 1200 C, Baujahr 2008
FAZIT: Ein Exot – auf der Straße genauso wie im Ladensortiment. Das Beispiel Harley verdeutlicht, wie der freie Zubehörhandel seine teils extrem günstigen Preise kalkulieren kann. Eben durch den gebündelten Masseneinkauf. Für die Sportster halten die bekannten Shopketten durch die Bank nur ein schmales Portfolio an Verschleißteilen parat. Und davon ausnahmslos das, was für möglichst viele Typen passt. Allein der Ölfilter passt zu 30 unterschiedlichen Modellen.

Kawasaki ZX-9R, Baujahr 2002
FAZIT: Superbike, Superpreise? Das Team Green gibt sich bei der unverbindlichen Preisempfehlung für seine Verschleißteile nicht gerade zimperlich. Knapp 600 Euro stehen auf der Rechnung, wenn der ZX-9R-Pilot bei seinem Händler das Komplettset an Verschleißteilen ordert. Die Zubehörkette Hein Gericke kann das locker unterbieten: Über 40 Prozent Ersparnis sind möglich. Im Warenkorb befindet sich aber dann ein abwechslungsreicher Mix aus Eigen- und Markenprodukten.

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