Draußen schlafen

Foto: Dentges
Kuscheldecke auf kleinstem Raum, verlockend! Böses Erwachen dann allerdings in der Nacht, wie MOTORRAD-Campingtester Markus am eigenen Leib erfuhr. Bei harmlosen 16 Grad war im windigen Nordkap-Sommerschlafsack von Louis an Schlaf nicht zu denken. Und der extrem billige Superdeal von Polo stellte sich bei diesen Temperaturen auch nicht gerade als super Deal heraus. Wer klein packen, aber dennoch angenehm träumen möchte, sollte für einen Schlafsack in Mumienform etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Polos Sommerschlafsack Super Lite taugt zumindest auch für frühsommerliche Nachttemperaturen (zehn bis 15 Grad). Der hervorragend verarbeitete, lediglich 600 Gramm leichte und mit feinster Gänsedaune gestopfte Carinthia Airpack 300 ist im Packmaß genauso klein (16 x 26 cm), geht trotzdem schon fast als Dreijahreszeiten-Allrounder durch. Kostet mit fast 200 Euro zwar so viel wie eine Nacht im Luxus-Hotel, ist für Minimalisten, die im Gepäck jedes Quäntchen Platz sparen wollen, aber eine gute Investition.

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Akzeptabel im Preis und Packmaß (120 Euro, 30 x 25 cm), empfiehlt sich der Vaude Kiowa Basic fürs Motorrad-Camping. Sein Komfortbereich endet bei plus drei Grad. Als Kunstfaser-Schlafsack ist er sehr pflege-leicht und taugt auch für kalte Feuchtgebiete, denn anders als zusammenklumpende Daunen bauschen hochwertige Polyesterfasern selbst bei hoher Feuchtigkeit noch ausreichend. Für rund 70 Euro mehr bietet sich der etwas sperrigere (24 x 46 cm), top ausgestattete Allrounder Northface Snowshoe an, der selbst bei Minusgraden angenehm warm hält. Nicht nur ein Tipp fürs Wintertreffen, sondern auch für Motorradfahrerinnen, die in der Regel deutlich kälteempfindlicher sind (kleineres Körpervolumen = geringere Eigenwärme). Der kompaktere, ähnlich teure und 1a verarbeitete Marmot Sawtooth empfiehlt sich mit perfekt klimatisierenden Gänsedaunen ebenfalls für den Draußen-Schlaf in bitterkalter Nacht.

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