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Gibt’s nicht, gibt’s nicht. MOTORRAD ermittelte empfehlenswerte Teile, die bei Honda nicht im Programm sind.
Der nur wenig Vertrauen erweckende Serien-Motorschutz aus dünnem Kunststoff steht bei Gelände-Transalpinisten häufig in der Kritik. Da erscheint nur logisch, dass sie sich nach einem robusteren Teil aus Metall umschauen, das auch grobem Steinschlag standhält. SW Motech, Telefon 06425/816800, bietet einen Alu-
Motorschutz mit drei Millimeter Wandstärke. Das etwas lieblos geschweißte Blech lässt sich problemlos und passgenau montieren, allerdings müssen an manchen Stellen beim Anbau mit einem Gummihammer das Blech und die Halterungen in die richtige Position gerückt und zwei Löcher mit einer handelsüblichen Bohrmaschine gebohrt werden – kein Hexenwerk.
Von Métisse, Telefon 07191/302030, gibt
es einen prima Windschild, der rund 16 Zentimeter höher ist als die Serienscheibe und
dessen Stirnfläche mit dem getesteten Windschild aus dem Original-Zubehör (siehe Kasten Seite 83) vergleichbar ist. Im Gegensatz zu Letzterem kommt die getönte, stärker geneigte Métisse-Tourenscheibe auch ohne stabilisierende Halteklammern aus und lässt sich schnell montieren. Sie ist etwas schmaler als das Honda-Pendant, ihre Oberkante liegt etwa sechs Zentimeter näher am Fahrer, und sie ist bei
ähnlich gutem Wetterschutz frei von störenden Verwirbelungen, wie ein längerer Top-speed-Fahrtest bewies.
Der Fernreise- und Rallye-Ausrüster African Queens, Telefon 08441/18442, bietet einen soliden und bewährten Tankschutzbügel namens »Pro« für die aktuelle Transalp. Der mehrteilige Bügel aus Stahl inklusive Montagesatz
ist mit dem Rahmen verschraubt und in einer halben Stunde anzubringen. Eleganter sieht der Schutzbügel von Mitbewerber Touratech, Telefon 07728/9279-0, aus: Er soll ebenso Verkleidungsteile und Tank bei einem Sturz oder Umfaller protegieren und passt sich äußerst gut in die Silhouette der 650er ein. Der sauber verarbeitete Stahl-Schutzbügel liegt vergleichsweise eng an – im oberen Verkleidungsbereich passte, nicht einmal ein Finger zwischen den an dieser Stelle nicht besonders gut abgestützten Bügel und die Verkleidung, nachdem das Motorrad zum Testen vorsichtig auf die Seite gelegt wurde. Wie sich der Sturzschutz bei einem heftigen Schlag verhält, wurde lieber nicht überprüft.
Ebenso von Touratech kommen ein klappbarer Schalthebel aus gefrästem Aluminium sowie gezackte Rallye-Fußrasten, die mit einer größeren Auflagefläche den Stiefeln besseren Halt
bieten. Besonders die Rasten sind nicht nur für Offroader ein heißer Tipp! Genau wie
die exakt auf den Gepäckträger der Transalp zugeschnittene Hecktasche aus widerstandsfähigem Cordura-Textil vom selben Anbieter. Die von 13 auf 22 Liter erweiterbare, rutschfest
verzurrbare Tasche ersetzt nicht Topcase oder Reise-Packtasche, bietet jedoch genügend Stauraum für Werkzeug oder Tagesgepäck.
Ähnlich viel Platz (20 Liter) bietet der Tankrucksack mit Tankhaube vom französischen Hersteller Bagster, Telefon 0681/
99634 11. Das durchdachte Gepäcksystem aus Kunstleder empfiehlt sich Tourenfahrern unter anderem durch ein breites Kartenfach und einen integrierten Regenschutz. Die Tankhaube trägt per Klicksystem den Rucksack und schützt gleichzeitig den Tank vollständig vor Kratzern. Der Bagster-Sack liegt schwerpunktgünstig dicht am Fahrer an, versperrt nicht
die Sicht aufs Cockpit und schränkt kaum den Lenkeinschlag ein – der Fahrspaß bleibt mit hohem Zusatznutzen erhalten.

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