Gabel einstellen und pflegen (Archivversion) Vorspannen, Druckstufen

Es müssen nicht gleich teure Neuteile sein. Mit wenigen Handgriffen und kleinen Pflegemaßnahmen lässt sich die Originalgabel schnell optimieren.

Im ersten Schritt sollte geprüft werden, wie sich die Gabel einstellen lässt.
Kann die Vorspannung verändert werden? Beim Aufsitzen sackt das Motorrad in die Federn. Dieser Weg wird als Negativfederweg bezeichnet. Wird das Motor-rad zu zweit oder mit viel Gepäck bewegt, muss die Vorspannung erhöht werden, damit das Bike nicht zu weit einsackt und noch genügend Einfederweg erhalten bleibt. Ansonsten droht die Gefahr, dass die Federn während der Fahrt durchschlagen oder die Räder beim Ausfedern den Bodenkontakt verlieren.
Belastet sollte das Motorrad um ein Drittel des Gesamt-federwegs (Angabe bei den technischen Daten) eintauchen. Tipp: Über einen am Tauchrohr befestigten Ka-belbinder lässt sich der genaue Einfederweg messen.
Das Einstellen von Zug- und Druckstufendämpfung ist meist nur bei hochpreisigen Sportbikes möglich. Eine gute Basis sind die Werte, die im Handbuch (meist für einen 75-Kilo-Fahrer) angegeben werden. Profis können Ausfedergeschwindigkeit (Zugstufe), Ansprechverhalten und Einfedergeschwindigkeit (Druckstufe) durch das Eintauchen der Gabel bei gezogener Handbremse abstimmen.
Spätestens nach 20000 Kilometern muss das dämpfende Gabelöl gewechselt werden. Dabei sollte man auf korrekte Füllmengen achten.

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