Gericke-Boss wirft Management raus Trennung mit sofortiger Wirkung

Mittleres Erdbeben in Hein Gericke-Zentrale: Vom Konkurrenten Polo zu Gericke gewechselte Geschäftsführer müssen gehen. Eigentümer Paul Liao wird alleiniger Boss.

Foto: Hein Gericke

Die von chinesischen Investoren geführte Hein Gericke-Kette trennt sich überraschend von ihren beiden Geschäftsführern. Nach nur rund einem Jahr müssen die beiden ehemaligen Polo-Manager Stefan Micklich und Uwe Klinger gehen. Die beiden waren im Mai 2014 bei Gericke angetreten. Der Ex-Polo-Einkaufschef Micklich sollte „frischen Wind ins Gericke-Sortiment bringen und die Lieferfähigkeit beschleunigen“. Uwe Klinger, der bei Polo für Finanzen und Materialwesen zuständig war, sollte sich in der Düsseldorfer Firmenzentrale um „die Verbesserung interner Strukturen kümmern“, hieß es damals ein einer Pressemeldung von Hein Gericke.

Heute liest sich die Begründung der „Trennung mit sofortiger Wirkung“ so: „Die neuen Strukturen erlauben uns kürzere Entscheidungsprozesse und somit eine zielgerichtete Verfolgung unserer Unternehmensziele“, zitiert die aktuelle Pressemeldung Paul Liao, der jetzt die alleinige Leitung bei Gericke übernommen hat. Liao versichert darin, „dass für uns das Wohl unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter an höchster Stelle steht.“

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Umsatzziele nicht erreicht?

Branchenkenner vermuten, dass die Umsatzziele nach einem Jahr nicht erreicht waren, und die Anfang 2014 bei Hein Gericke angetretenen Investoren aus China, darunter die Eigentümer des Helmherstellers LS2, personelle Konsequenzen gefordert haben.

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