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Total subjektiv: Die Dr. Wack-Techniker Andreas Lange (links) und Hartmut Hauber präsentieren ihre ganz persönlichen Tops (links) und Flops. Recht nah am Endergebnis.

Hochdruckreiniger bis 100 Euro im Produkttest Ordentlich Schmackes oder nur Pulleralarm?

Was sich Hochdruckreiniger nennt, muss auch mit Schmackes zur Sache gehen. Neun Hochdruckreiniger bis 100 Euro müssen im Test zeigen, ob sie für Druck oder nur Pulleralarm sorgen.

Fangen wir doch mal mit etwas Grundlagenwissen aus seligen Schulzeiten an. Frage: Was unterscheidet Wasser in flüssiger Form von Wasserdampf? Richtig: die Temperatur. Da war doch was mit 100 Grad und so. Nächste Frage: Ist also ein Gerät, an dessen Werkzeugspitze Wasser in flüssiger Form austritt, ein Dampfstrahler? Natürlich nicht! Es sei denn, der Dampfstrahler ist defekt, aber das wäre eine total andere Geschichte.

Dampfstrahler und Hochdruckreiniger werden gern verwechselt. Wenn es um die praktischen Geräte geht, die früher fast nur in der Crosser-Garage zu finden waren, mittlerweile aber auch gern von Otto Normalmotorradfahrer gekauft werden, handelt es sich fast immer um Hochdruckreiniger. Und bei denen wird zwischen Kaltwasser- und Heißwassergeräten unterschieden. Um es ganz klar und auch schon sehr früh in dieser Geschichte zu sagen: Wenn es um richtig fiesen, also öligen, fettigen Schmutz geht und man ohne zusätzliche Reinigungsmittel auskommen möchte, kommt man um den Kauf eines Heißwassergerätes nicht herum. Alles andere ist Spielkram.

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Grundsätzlicher Aufbau ist ­immer gleich

Doch um genau den geht es in dieser Geschichte. Bei Preisen von deutlich unter 100 Euro und permanenter Werbe-Berieselung in fast jedem Baumarkt kann auch der vernünftigste Konsument schwach werden und das „Risiko“ Billig-Hochdruckreiniger eingehen. Was nichts Schlechtes sein muss, wenn man sich denn über den begrenzten Einsatzbereich solcher Geräte im Klaren ist. Die Begrenzung bezieht sich auf die Zeit und auf die Fläche. Womit wir wieder bei etwas Grundlagenwissen wären. Der grundsätzliche Aufbau ist bei Hochdruckreinigern nämlich ­immer gleich: Ein Elektromotor (oder bei Profi-Geräten auch Verbrenner) treibt eine Kolbenpumpe an, die Wasser unter Druck setzt. Das Wasser kommt meist mit 3 bis 5 bar aus der Leitung und wird bei Einstiegsgeräten auf bis zu 100 bar Arbeitsdruck gebracht. In der Mittelklasse dürfen es auch schon mal 150 bar und mehr sein.

Der Druck ist die eine Sache, die Fördermenge eine andere. Die liegt bei den Einstiegsgeräten bei bis zu 500 Litern in der Stunde. Was – ganz nebenbei bemerkt – bedeutet, dass das Arbeiten mit einem Hochdruck­reiniger eine durchaus umweltschonende ­Sache sein kann. Zum Vergleich: Ein handelsüblicher Gartenschlauch, der es mit 4 bar aus der Wasserleitung laufen lässt, bringt es in einer Stunde auf einen Wasserverbrauch von 3500 Litern.

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Lebensdauer ist meist recht begrenzt

Zurück zum Elektromotor: Bei Hochdruckreinigern der Einstiegsklasse wird fast ausnahmslos ein sogenannter Universalmotor verbaut. Also das, was auch in Muttis Küchenmaschine und Vatis Akkuschrauber zu finden ist. Vorteil dieser Antriebe: günstig, kompakt und leicht. Nachteile: laut und in ihrer Lebensdauer meist recht begrenzt. In Zahlen: Auf sehr viel mehr als 80 Stunden Netto-Einsatzzeit sind solche Motoren meist nicht ausgelegt. Klingt wenig, aber wer zehnmal im Jahr sein Motorrad jeweils 15 Minuten (und das ist schon lang!) abstrahlt, kann mit einer Motor-Lebensdauer von bis zu 32 Jahren rechnen. Rein rechnerisch. Die Einstiegsgeräte der Profi-Liga arbeiten meist mit teureren Asynchronmotoren, deren Lebenserwartung schon mal das Zehn- bis Zwölffache der kleinsten Ama­teurgeräte betragen kann. Und es geht noch mehr: Die Top-Profi-Geräte sind auf eine 30- bis 40-fach höhere Lebensdauer ausgelegt. Kein Luxus, wenn man sich vergegenwärtigt, dass in einigen Einsatzbereichen (z. B. Lohnunternehmen in der Landwirtschaft) ein Hochdruckreiniger gern mal mehrere Stunden pro Tag im Einsatz sein kann.

Nun dürfte klar sein, warum es unter dem Oberbegriff „Hochdruckreiniger“ Geräte für deutlich unter 100 Euro, aber auch für einen flotten vierstelligen Euro-Betrag gibt.

Auslösekraft, Auslösepunkt und Dosierbarkeit

Wir haben es hier mit den Kleinsten der Kleinen zu tun. Und bei denen gibt es bei aller Preis-Homogenität durchaus größere Unterschiede. Die merkt man oft bereits beim Anschließen des Wasserzulaufs und des Hochdruckschlauches. Bei einigen Geräten sind Chirurgenhände gefragt, um für eine feste Verbindung zu sorgen.

Als Nächstes merkt der Nutzer beim Be­dienen der Sprühpistole, ob sich die Kons­trukteure Mühe gegeben haben, oder ob nur einfachste Standard-Zulieferware zum Einsatz kommt. Auslösekraft, Auslösepunkt und Dosierbarkeit sind mitentscheidend, ob das Arbeiten Spaß macht. Ob es auch effektiv ist, entscheidet sich nicht zuletzt am Düsenaustritt. Der kann aus zwei Blättchen bestehen, deren Abstand durch Drehen am Düsengehäuse variabel ist. Das wirkt im ersten Moment ganz toll – hey, der Sprühstrahl lässt sich verstellen! Kann aber auch ernüchternd sein, wenn man fest­­stellen muss, dass nur ein ungleichmäßiger und nicht sauber einstellbarer Flachstrahl dabei herauskommt. Nach MOTORRAD-Einschätzung viel besser: ein klar definierter, nicht verstellbarer Flachstrahl. Kärcher und Nilfisk machen vor, wie so etwas aussehen kann.

Tabu: Sensible Oberflächen und Bauteile

Der bei einigen Geräten mitgelieferte „Dreckfräser“ ist übrigens ein rotierender Punktstrahl, der für den Einsatz am Motorrad aber eher ungeeignet, weil viel zu stark ist. Wer ein liebevolles Verhältnis zu Betonsteinplatten pflegt, kann das Teil aber ganz sicher sinnvoll einsetzen. In diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte der Hinweis, dass sensible Oberflächen (etwa Aufkleber) und Bauteile (zum Beispiel Lager) auch für den Flachstrahl-Einsatz absolut tabu sind. Und hatten wir den zwingend erforderlich Ölabscheider erwähnt, wenn es darum geht, ölverschmierte Oberflächen zu reinigen? Hiermit erledigt.

Verstellbare Universal- oder Flachstrahldüse, Dreckfräser – das ist nicht alles, was in den Kartons zu finden ist. Ab und an liegt auch ein Flächen- oder Terrassenreiniger dabei. Was man damit anstellen kann, verrät der Name. Inwieweit es zielführend ist, 500 Quadratmeter Penthouse-Außenbereich ausgerechnet mit einem leistungsmäßig doch etwas begrenzten Einstiegs­­ge­rät zu bearbeiten, steht auf einem ­anderen Blatt.

Praktisch immer im Lieferumfang: ein Extra-Behälter für Reinigungsmittel. Das wird nicht etwa gemeinsam mit dem Hochdruckstrahl ausgebracht, sondern nur mit dem deutlich geringeren Druck, der ­direkt aus der Pistole kommt. Also erst Reiniger aufsprühen, einwirken lassen und dann mit Hockdruck abspülen. Wer sich das Hin- und Herfüllen schenken will, greift zum Kärcher: Schlauch raus, rein damit in die Reiniger-Originalflasche – Feuer frei. Auch sonst gibt es gute Gründe, zum Kärcher-Klassiker zu greifen. Oder aber zum Nilfisk, der mit nur einem Punkt Vorsprung Testsieger wird.

Foto: mps-Fotostudio
Bosch Aquatak 10, MOTORRAD-Urteil: ausreichend.
Bosch Aquatak 10, MOTORRAD-Urteil: ausreichend.

Bosch AQUATAK 10

Anbieter: Robert Bosch GmbH, 70745 Leinfelden, www.bosch-pt.com
Preis: 99,99/79,96 Euro (UVP/gezahlt bei Amazon, Internet)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 100/90 bar*, Fördermenge max. 300 l/h*, Anschlussleistung 1300 W*, Abmessungen (H x B x T) 48 x 21 x 22 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 5,0 kg, Schallleistungspegel 91 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (3,5 m), Strahlrohr mit Flachstrahldüse, Reinigungsmittelbehälter

*Herstellerangabe

Plus

Gerät leicht, kompakt und handlich; relativ geringe Ge­räuschentwicklung; leicht zu bedienende und sturzsichere Auslösesicherung an der Pistole.

Minus

Wackliger E-Kabel-Ausgang direkt neben Wasserzulauf; HD-Schlauch-Anschluss fummelig, extrem widerspenstiger HD-Schlauch, Länge grenzwertig; Pistolen-Auslösung recht ruckartig, Ergonomie unbefriedigend, Schaft verschmutzungsanfällig; Strahl zu breit und schwach, schlechteste Reinigungsleistung im Test; teilweise recht rustikale Verarbeitung.

Fazit

Der gute Markenname und das kompakte, schnörkellose Äußere lassen auf Qualität schließen, doch in der Praxis enttäuscht das Gerät auf nahezu ganzer Linie. Ergonomie, Verarbeitung, Reinigungsleistung – im Vergleich alles unterdurchschnittlich.

MOTORRAD-Urteil: ausreichend

Foto: mps-Fotostudio
Herkules HA 120, MOTORRAD-Urteil: gut.
Herkules HA 120, MOTORRAD-Urteil: gut.

Herkules HA 120

Anbieter: Bahag AG, 68167 Mannheim, www.bauhaus.info
Preis:
69,95/69,95 Euro (UVP/gezahlt bei Bauhaus, Stuttgart)
Herstellungsland:
China
Technische Daten:
Höchst-/Nenndruck 120/80 bar*, Fördermenge max. 480 l/h*, Anschlussleistung 1300 W*, Abmessungen (H x B x T) 44 x 20 x 23 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 5,5 kg, Schallleistungspegel 91 dB(A)*
Ausstattung:
Pistole, Hochdruckschlauch (5 m), Strahlrohr mit verstellbarer Düse, Reinigungsmittel­behälter, Düsenreiniger

*Herstellerangabe

Plus
Optimal gestalteter und platzierter Hauptschalter; Gerät sehr standfest; Pistole zwar etwas überdimensioniert, aber gut und gleichmäßig auszulösen; Düse sehr gut verstellbar, Flachstrahl zwar etwas ungleichmäßig, aber mit guter Reinigungsleistung; praxisgerechte HD-Schlauch-Länge.

Minus
Versteckte, etwas fummelig zu bedienende Anschlüsse; sehr hohe Geräuschentwicklung; Auslösesicherung liegt ungeschützt.

Fazit
Das Bauhaus-Hausmarkengerät liefert eine solide Leistung ab. Zwar ohne herausragende Höhepunkte, dafür aber auch fast ohne echte Schwächen. Wirklich störend ist nur das sehr laute Arbeitsgeräusch, aber im Bauhaus gibt’s ja auch Gehörschutz.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Kärcher K 2.100 und K 2.120, MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Kauftipp).
Kärcher K 2.100 und K 2.120, MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Kauftipp).

Kärcher K 2.100/K 2.120

Anbieter: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, 71364 Winnenden, www.kaercher.de
Preis: 69,99/69,99 Euro (UVP/gezahlt bei Toom-Baumarkt, Stuttgart), K 2.120: 79,99 Euro UVP (Gerät baugl., bessere Ausstattung)
Herstellerland: Deutschland
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 100/80 bar*, Fördermenge max. 340 l/h*, Anschlussleistung 1300 W*, Abmessungen (H x B x T) 45 x 22 x 16 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 3,7 kg, Schallleistungspegel 91 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (3 m), Strahlrohr mit Dreckfräser; K 2.120: 4 m HD-Schlauch, zusätzliches Strahlrohr mit Flachstrahldüse

*Herstellerangabe

Plus
Sehr leicht, kompakt und handlich; praxisgerechte, leicht zugängliche Anschlüsse, optimaler Hauptschalter; gut gelöste Reinigungsmittel-Zuführung direkt zur Pistole; sehr weiche und stufenlose Pistolen-Auslösung; gleichmäßiger, sehr wirksamer Flachstrahl (K 2.120), sehr gute Reinigungsleistung, wertige Verarbeitung.

Minus
HD-Schlauch zu kurz; relativ laut; Flachstrahldüse erst ab K 2.120.

Fazit
Die schwäbischen Hochdruckreiniger-Experten lassen nichts auf ihren guten Namen kommen. Motorradfahrer greifen am bes­ten gleich zum etwas teureren, mit unter 80 Euro für „Made in Germany“ aber immer noch sehr günstigen K 2.120.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Kauftipp)

Foto: mps-Fotostudio
Lux HD 110, MOTORRAD-Urteil: gut.
Lux HD 110, MOTORRAD-Urteil: gut.

Lux HD 110

Anbieter: Emil Lux GmbH & Co. KG, 42929 Wermelskirchen, www.lux-tools.com
Preis: 69,99/69,99 Euro (UVP/gezahlt bei OBI, Waiblingen)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 110/80 bar*, Fördermenge max. 360 l/h*, Anschlussleistung 1400 W*, Abmessungen
(H x B x T) 67 x 26 x 25 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 4,4 kg, Schallleistungspegel 84 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (3 m), zweiteiliges Strahlrohr mit verstellbarer Düse, Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger

*Herstellerangabe

Plus
Relativ leicht, steht trotzdem stabil; HD-Schlauch-Anschluss sehr einfach; fließende, gut zu dosierende Pistolen-Auslösung; ordentliche Verarbeitung (Ausnahme: teilweise etwas scharfkantiger Griff); Zubehör sehr gut verstaut; relativ geringe Geräuschentwicklung; gute Reinigungsleistung.

Minus
Zu kurzer HD-Schlauch; Flachstrahl sehr ungleichmäßig; Hauptschalter leicht versteckt; Wasserzulauf etwas fummelig zu montieren.

Fazit
Die OBI-Hausmarke überrascht angenehm. Das durchdachte und ordentlich gemachte Gerät spielt in Sachen Reinigungsleis­tung oben mit und könnte die erste Wahl für lärmempfindliche Saubermacher sein, die nicht oder nur wenig tragen wollen.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Makita HW 102, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
Makita HW 102, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.

Makita HW 102

Anbieter: Makita Werkzeug GmbH, 40885 Ratingen, www.makita.de
Preis: 102,34/86,39 Euro (UVP/gezahlt bei Amazon, Internet)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 100/70 bar*, Fördermenge max. 360 l/h*, Anschlussleistung 1300 W*, Abmessungen (H x B x T) 44 x 33 x 24 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 4,9 kg, Schallleistungspegel 94 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (5 m), zweiteiliges Strahlrohr mit Dreckfräser und verstellbarer Düse, Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger

*Herstellerangabe

Plus
Kompakt und noch relativ leicht; steht stabil; gute Ausstattung; Reinigungsleistung noch okay.

Minus
Wasserzulauf und HD-Schlauch-Abgang fummelig und teilweise schwergängig anzuschließen; versteckter Hauptschalter; unbefriedigende Verarbeitung (klappriger Teleskopgriff, lose Hebelkappe); extrem hohe Geräuschentwicklung; Pistolen-Aus­lösung ruckartig; Flachstrahl lässt sich nicht sauber einstellen.

Fazit
Makita steht für hochwertige (Profi-)Elektrowerkzeuge, aber mit diesem Gerät tun sich die Japaner keinen Gefallen. Der
(typisch japanische) Hang zur Ultrakompaktheit macht die Sache eher unpraktisch, und viele Detailmängel trüben das Bild.

MOTORRAD-Urteil:befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Nilfisk C 110.4X-TRA, MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger).
Nilfisk C 110.4X-TRA, MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger).

Nilfisk C 110.4X-TRA

Anbieter: Nilfisk-ALTO, 89287 Bellenberg, www.nilfisk.de
Preis: 89,99/73,68 Euro (UVP/gezahlt bei Amazon, Internet)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 110/80 bar*, Fördermenge max. 440 l/h*, Anschlussleistung 1400 W*, Abmessungen (H x B x T) 65 x 31 x 25 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 4,8 kg, Schallleistungspegel 90 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (5 m), Strahlrohr mit Dreckfräser und Flachstrahldüse, Flächenreiniger, Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger, Info-CD

*Herstellerangabe

Plus
Noch relativ leicht, steht trotzdem stabil; Wasserzulauf und HD-Schlauch-Anschluss einfach zu montieren; Pistole und Strahlrohr drehbar; sehr umfangreiche Ausstattung; hochwertige Verarbeitung; fest definierter Flachstrahl mit guter Reinigungsleistung; sehr leise.

Minus
Pistole benötigt höhere Auslösekraft; etwas aufwendige Erstmontage

Fazit
Dänisches Know-how trifft auf günstige China-Fertigung – und heraus kommt ein rundherum überzeugendes Gerät mit einer in dieser Preisklasse überraschend hochwertigen Machart. Leise Kärcher-Alternative für alle, die Räder und viel Zubehör wollen.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut (MOTORRAD-Testsieger)

Foto: mps-Fotostudio
Power Plus POWXG9020, MOTORRAD-Urteil: gut.
Power Plus POWXG9020, MOTORRAD-Urteil: gut.

Power Plus POWXG9020

Anbieter: Varo – Vic. Van Rompuy nv, 2500 Lier/Belgien, www.varo.com
Preis: 73,95/73,95 Euro (UVP/gezahlt bei Amazon, Internet)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 105/70 bar*, Fördermenge max. 360 l/h*, Anschlussleistung 1500 W*, Abmessungen
(H x B x T) 64 x 27 x 18 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 5,1 kg, Schallleistungspegel 97 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (3 m), Strahlrohr mit Dreckfräser und verstellbarer Düse, Flächenreiniger,
Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger

*Herstellerangabe

Plus
Beide Wasseranschlüsse auf einer Seite und sehr gut zugänglich; sehr umfangreiche Ausstattung; Zubehör-Aufbewahrung sehr gut gelöst; mittleres Geräuschniveau noch okay; Verarbeitungsqualität und Reinigungsleistung noch befrie­digend.

Minus
Gerät ist nicht sehr standsicher, sperrig und wirkt relativ schwer; HD-Schlauch zu kurz; Pistole benötigt hohe Auslösekraft mit langem Weg und funktioniert nur digital; Sprühstrahl sehr ungleichmäßig.

Fazit
Ein typischer Vertreter des recht soliden, aber nicht wirklich berauschenden Mittelfeldes. In Details etwas widersprüchlich – sehr gute Lösungen (Anschlüsse) treffen auf echte Schwächen (Pistole). Trotzdem: Punktesammeln wird mit „gut“ belohnt.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Skil 0760, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
Skil 0760, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.

Skil 0760

Anbieter: Skil Europe B. V., 4825 Breda/Niederlande, www.skileurope­.com
Preis: 69,99/56,45 Euro (UVP/gezahlt bei Amazon, Internet)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 100/70 bar*, Fördermenge max. 300 l/h*, Anschlussleistung 1400 W*, Abmessungen (H x B x T) 42 x 16 x 15 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 4,6 kg, Schallleistungspegel 97 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (5 m), Strahlrohr mit verstellbarer Düse, Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger, Wand­halter

*Herstellerangabe

Plus
HD-Schlauch-Anschluss gut zugänglich, Schlauch praxisgerecht lang; noch relativ niedri­ges Geräuschniveau; Pistole leicht und stufenlos auslösbar; Düse relativ gut einstellbar, Sprühbild und Reinigungsleis­tung noch okay.

Minus
Gerät nicht sehr standsicher; Wasseranschluss und Hauptschalter liegen etwas versteckt; eher durchwachsene Verarbeitungsqualität – Pistole/Strahlrohr/Düse undicht, Motor springt auch ohne Pistolen-Auslösung immer wieder an.

Fazit
Dem günstigsten Gerät im Test merkt man deutlich an, dass mit spitzem Bleistift kalkuliert werden musste, und der 20 oder 30 Euro geringere Preis wird mit Detailmängeln erkauft. Die Reinigungsleistung geht noch in Ordnung – immerhin etwas.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Trend Line H1775-TL, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
Trend Line H1775-TL, MOTORRAD-Urteil: befriedigend.

Trend Line H1775-TL

Anbieter: Matrix GmbH, 84109 Wörth/Isar, www.matrix-direct.net
Preis: 99,00/99,00 Euro (UVP/gezahlt bei Globus, Weinstadt-Endersbach)
Herstellungsland: China
Technische Daten: Höchst-/Nenndruck 135/90 bar*, Fördermenge max. 300 l/h*, Anschlussleistung 1200 W*, Abmessungen (H x B x T) 78 x 28 x 26 cm, Gewicht (ohne Zubehör) 6,2 kg, Schallleistungspegel 91 dB(A)*
Ausstattung: Pistole, Hochdruckschlauch (3 m), zwei Strahlrohre mit Dreckfräser und verstellbarer Düse, Reinigungsmittelbehälter, Düsenreiniger

*Herstellerangabe

Plus
Hauptschalter gut positioniert; Wasseranschluss gut zugänglich; leicht zu ­bedienende, sturzsichere Auslösesicherung an der Pistole; Reinigungsleistung noch ausreichend.

Minus
Gerät nicht sehr standsicher; HD-Schlauch-Anschluss nicht gut zugänglich; HD-Schlauch zu kurz; Pistole benötigt sehr hohe
Auslösekraft, Feinregelung praktisch unmöglich, Ergonomie unbefriedigend, Schaft verschmutzungsanfällig; sehr unsauberer Sprühstrahl.

Fazit
Das – zumindest in Sachen Marktpreis – teuerste Gerät im Test landet abgeschlagen in der zweiten Hälfte der Endabrechnung. Das exklusiv in Globus- und Hela-Baumärkten erhältliche, recht rustikal gemachte Gerät kann nirgendwo richtig überzeugen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: Herder
Und so sehen die beiden Extreme aus: links das sehr sou­veräne Kärcher-Ergebnis, rechts die nicht wirklich befriedigende Bosch-Leistung. Das schlägt sich im Testurteil nieder.
Und so sehen die beiden Extreme aus: links das sehr sou­veräne Kärcher-Ergebnis, rechts die nicht wirklich befriedigende Bosch-Leistung. Das schlägt sich im Testurteil nieder.

So testet MOTORRAD

Wer kennt sich am besten mit Motorradverschmutzungen und deren Beseitigung aus? Na klar: die Firma, die am erfolgreichsten mit Motorradreinigern im Geschäft ist – der S100-Erfinder Dr. Wack. Doch bevor es MOTORRAD zum Praxistest nach Ingolstadt verschlug, wurde Ende November 2013 im Großraum Stuttgart in den einschlägigen Bau- und Verbrauchermärkten eingekauft. Und dabei festgestellt, welche Marktmacht Kärcher hat, denn neben dem omnipräsenten gelben Platzhirsch sind in freier Wildbahn oft nur ein paar Baumarkt-Hausmarken zu bekommen. So kaufte MOTORRAD fünf der neun Geräte unter Privatnamen im Internet ein. Das komplette Testfeld begab sich nach Sichtung, Foto­termin und Vermessung dann samt Redakteur nach Bayern, um dort auf Hartmut Hauber (44), Leiter der Dr. Wack-Anwendungstechnik, und seinen Kollegen Andreas Lange (43) zu treffen. Nach di­versen Vorversuchen (Montage, Bedienungsfreundlichkeit etc.) muss­ten die Geräte dann in einem genau definierten Testaufbau beweisen, wie weit sie den berüchtigten Dr. Wack-Testschmutz (bestehend aus Kettenspray, Ruß, Ölen und Fetten) von Fliesen putzen können. Neben der Reinigungsleistung gingen auch das Sprühbild und die Geräuschentwicklung in die Wertung ein. Abschlussgespräch, Punktevergabe in fünf Kategorien – fertig war der Hochdruckreiniger-Test.

Endwertung

Handhabung/Praxis   
Reinigungsleistung   
Ausstattung 
Verarbeitung   
Preis/Leistung   
Summe   
MOTORRAD-         Urteil   
Preis in Euro (UVP)

Maximale Punktzahl  

 

403010101010
100

 

Nilfisk C 110.4X-TRA    

 

3527109990sehr gut89,99

Kärcher K 2.120     

 

352979989sehr gut79,99

Herkules HA 120    

 

322477777gut69,95

Lux HD 110

 

302567775gut69,99

Power Plus POWXG9020

 

292397674gut73,95

Skil 0760

 

252365564befriedigend69,99

Trend Line H1775-TL 

 

252076462befriedigend99,00

Makita HW 102

 

232285361befriedigend 102,34
Bosch Aquatak 10221255347ausreichend99,99

Fazit

Ein klarer Testsieger, ein echter Kauftipp, dreimal solides Mittelfeld, der Rest im Befriedigend/ausreichend-Niemandsland – eine solch klare Spreizung freut den Tester und erleichtert dem Leser womöglich die Kaufentscheidung. Dass die beiden Besten im Test ausgerechnet von Anbietern stammen, die auch im Profi-Bereich ganz weit oben agieren, überrascht nicht wirklich. Überraschender ist, dass mit Herkules und Lux zwei Baumarkt-Hausmarken recht gut mitmischen. Doch bevor jetzt der Kaufrausch ausbricht, bitte nicht vergessen: Das sind alles Einsteiger- und keine Profi-Geräte.

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