Kettenpflege: Spannen, Reinigen und Schmieren (Archivversion) Ausprobiert

Kettenreiniger

Vor wenigen Jahren noch führten sie ein Mauerblümchen-Dasein: Kettenreiniger. Nur ganz wenige Anbieter hatten sie im Angebot. Mittlerweile bietet fast jeder Schmierstoffhersteller die schmutzlösenden Mittelchen für Motorradketten an. MOTORRAD probierte elf Kandidaten beim Gebrauchtmotorrad-Händler Motorcity in Albershausen an noch nicht zum Verkauf freigegebenen gebrauchten Fahrzeugen.Bis auf das mit dem Pinsel aufzutragende Putoline-Produkt verwenden alle Hersteller Spraydosen. Die haben den Vorteil einer einfachen Anwendung, allerdings geht dabei immer etwas Wirkstoff am Objekt vorbei. Außerdem empfiehlt es sich auch bei den Spraymitteln, mit einer Bürste oder einem Pinsel den Reinigungseffekt zu unterstützen. Mindestens eine halbe Stunde sollten sich putzwillige Zweiradfahrer für die Reinigung Zeit nehmen und reichlich Zeitungspapier oder Kartons zum Unterlegen bereithalten. Nach kurzer Einwirkzeit wischt man die Kette mit einem Lappen ab, um überschüssiges Reinigungsmittel und nicht abgetropften Schmutz zu entfernen oder spritzt die Kette mit einem Wasserstrahl ab (unbedingt Waschanlage mit Schmutzabscheider aufsuchen). Vorsicht: Dampfstrahler gefährden die O-Ringe.O-Ring-verträglich sind hingegen laut Herstellerangaben alle Kettenreiniger. Die erzielten Reinigungsergebnisse können aufgrund der an unterschiedlich verschmutzten Ketten ausprobierten Mittel nicht verglichen werden. Deutlich wurde nur: Leicht verschmutzte Ketten werden sauber - wer versucht, eine uralte, verklebte und verbackene Kette zu reinigen, der hat Pech. Wunder vollbringen kann keines der Mittelchen.

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