Kettenpflege: Spannen, Reinigen und Schmieren (Archivversion) Schmieren

Alle Motorradketten benötigen von Zeit zu Zeit eine Portion Schmiermittel, um nicht frühzeitig zu verschleißen. Sicherlich gehört das Aufsprühen von Kettenspray zu den am häufigsten angewendeten Pflegemaßnahmen, was nicht zuletzt am einfachen Procedere und dem geringen Zeitaufwand liegt. Wer sich nicht ausgesprochen ungeschickt anstellt, macht sich dabei nicht einmal die Finger schmutzig. Das Einsprühen selbst benötigt weniger als eine Minute, die Einwirkzeit beträgt je nach Produkt bis zu 15 Minuten.Grundsätzlich gilt: lieber häufig und sparsam auftragen, als selten und dick. Zu viel Kettenfett fliegt ohnehin in kürzester Zeit davon und verklebt Ketten- und Ritzelkasten, Felgen und Reifen. Unnötige Schmierereien durch falsche Anwendung lassen sich bereits beim Auftragen vermeiden: nicht zu seitlich gegen die Kettenglieder sprühen und niemals gegen den Reifen. Wie im oberen Bild rechts zu sehen, die Kettenglieder bei langsam drehender Kette innen so einsprühen, dass der Strahl nicht auf den Hinterreifen treffen kann. Von außen genügt der Kette ein dünner Hauch Schmiermittel (oberes Bild links).Beim letzten großen Kettenspraytest (MOTORRAD 6/1997) erhielten von 12 Kandidaten zwei das MOTORRAD-Urteil sehr gut: das weiße Castrol Kettenspray O-R und das weiße S 100-Kettenspray von Dr. Wack. Mittlerweile ist das Angebot noch größer geworden, und die Mixturen wurden weiter verbessert.Wer nicht alle paar hundert Kilometer ein Kettenspray in die Hand nehmen möchte, der kann sich auch das vollautomatische Kettenschmiersystem Scottoiler für 249 Mark zulegen. Dieses wird fest am Motorrad installiert und sorgt für eine ständige Schmierung. Der Vertrieb läuft über Martin Dunn Import, Telefon 05245/858956.

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