Kettensatzwechsel (Archivversion)

Wie erkennt man, dass die Kette ihre Verschleißgrenze erreicht oder gar überschritten hat? Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten. Zum einen sitzen an den Schwingenenden die Verstellmechanismen für die Kettenspannung. Sind die Markierungen bereits am Ende der Skala angelangt, ist es höchste Zeit für einen neuen Kettensatz. Der ist allerdings bereits dann fällig, wenn das Kettenrad so genannte Haifischzähne aufweist oder sich die Kette bis zu den Zahnspitzen vom Kettenblatt abheben lässt (siehe Fotos).
Tipps für den Kettensatzwechsel
Grundsätzlich den kompletten Kit wechseln, also Kette, Ritzel und Kettenrad. Wird nur die Kette ausgetauscht, längt sich diese auf den mehr oder weniger stark verschlissenen Kettenrädern und Ritzeln extrem schnell. Zunächst bei aufgelegter Kette und blockierter Hinterradbremse die Verschraubungen von Ritzel und Kettenrad lösen.
Zum Trennen der alten Kette entweder eine Flex zur Hilfe nehmen oder spezielles Kettentrennwerkzeug (im Fachhandel ab etwa 20 Euro). Vor dem Einbau der Neuteile sicherheitshalber Gliederanzahlen der Ketten und Zähnezahlen von Ritzeln und Kettenrädern vergleichen. Anschließend den Kettenspanner in die vorderste Position bringen, um den Einbau der etwas kürzeren, da noch nicht verschlissenen neuen Kette zu erleichtern. Nach Einbau des neuen Ritzels und des Kettenrads (neue Sicherungsbleche beziehungsweise Schraubsicherungen verwenden) die Kette montieren und mit Clip-, Schraub oder Nietschloss (spezielles Nietwerkzeug gibt es ab etwa 150 Euro) schließen. Wer sich für eine Endloskette entschieden hat, muss den sehr zeitaufwendigen Schwingenausbau in Kauf nehmen. Ganz zum Schluss Kettenflucht und Kettenspannung justieren und nach den ersten Kilometern Fahrt erneut kontrollieren.

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