Kleinbus & Anhänger/Bahn/Flugzeug/Schiff

Die Bahn kommt - auch für Motorradfahrer. Innerhalb von Europa ist der Autoreisezug eine bequeme Möglichkeit, quasi im Schlaf zusammen mit dem Zweirad ins Urlaubsgebiet zu gelangen.Für den Transport eines Motorrads berechnet die »DB AutoZug« die Hälfte des Autotarifs. So kostet die einfache Fahrt von Stuttgart nach Avignon für Fahrer und Motorrad Anfang Juni einschließlich Liegewagen 368 Mark. Günstiger wird´s, wenn Gruppen bis zu fünf Personen ein komplettes Abteil mieten. Außerdem wird bei gleichzeitiger Buchung die Rückfahrt ermäßigt. Noch weniger bezahlen Biker für den Transfer nach Avignon, wenn sie ab Straßburg mit der französischen SNCF fahren: Nur 238,50 Mark inklusive Liegeplatz werden fällig - also vorher genau erkundigen, zumal die SNCF andere Saisonzeiten hat als die Deutsche Bahn. Ebenfalls recht günstig, jedoch nicht so bequem sind die Übernacht-Transporte von Bike und Fahrer nach Italien und Frankreich mit Kleinbus und Anhänger. Dafür berechnet die Firma MTS beispielsweise für die Strecke von Karlsruhe nach Marseille und zurück 490 Mark. Liegt das Urlaubsziel in Übersee, kommt als Transportmittel nur noch die Luft- oder Seefracht in Frage. Den teuren Motorradtransport per Flugzeug bieten neben den großen Airlines auch die meisten internationalen Speditionen sowie Unternehmen wie Bikeworld travel oder Fly & bike an. Dabei lohnt ein Preisvergleich, denn je nach Umfang der Transport- und Dienstleistungen können sich die Preise für das gleiche Ziel erheblich unterscheiden. Im Frachtgewerbe bestimmt nicht das tatsächliche Gewicht, sondern das Volumengewicht den Preis (Berechnung: Länge x Breite x Höhe : 6000). Je kleiner das Frachtgut, desto billiger der Transport. Bei ausladenden Bikes reduzieren sich also die Kosten, wenn man die Verkleidungsscheibe abbaut oder hohe Lenker nach unten dreht. Die genauen Bedingungen und Verpackungsvorschriften für den Transport können bei den Anbietern abgefragt werden. Für die Luftfracht wird das Krad meistens in fahrfertigem Zustand auf einer Spezialpalette verzurrt. Lediglich der Sprit muß bis auf eine kleine Restmenge abgelassen werden und die Batterie abgeklemmt sein. Für die zumeist deutlich billigere Verschiffung hingegen ist es ratsam, das Motorrad in eine geschlossene Kiste zu verpacken, die Langfingern den Zugriff erschwert. Wer sich in Zollformalitäten nicht auskennt, sollte die Abwicklung den Profis überlassen. Das ist zwar zum Teil recht teuer, doch speziell in Ländern wie der Dominikanischen Republik, Kuba oder Teilen Afrikas immer noch billiger als die manchmal sehr hohen Schmiergeldforderungen der Zöllner.

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