Langstreckenrenner mit einfachen Mitteln

Langstreckenrenner mit einfachen Mitteln

Phoenix-Remus VTR 1000 F

Die Phoenix-Remus VTR 1000 F liefert ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus der etwas graumäusigen Honda mit vergleichsweise geringem Aufwand nicht nur ein Rennerle, sondern auch ein Hingucker entsteht. Das abgebildete Motorrad ist nämlich weitgehend serienmäßig.
Natürlich stechen die hauseigenen Verbundräder mit Magnesiumstern, hinten sechs Zoll breit, ins Auge, die sowohl die ungefederten als auch die rotierenden Massen senken sollen. Visuell auffälllig wirkt auch die Anhebung des Fahrzeughecks durch Unterlegen der oberen Federbeinaufnahme - eine Maßnahme, die dem Handling und der Bodenfreiheit zugute kommt. Die hochgezogenen Schalldämpfer sehen nicht nur gut aus, sie verhelfen der Honda auch zu einigen Zusatz-Muskeln (Seite 25). Und dann ist da natürlich noch die mit felsenfester Standfestigkeit überzeugende PVM-Achtkolbenbremsanlage. In der getesteten Abstimmung beißt sie schon bei minimaler Handkraft fast zu gnadenlos. Aber keine Angst: Der Kunde kann die Abstimmung seiner Bremse durch die Wahl der Komponenten selbst bestimmen. So stehen nicht nur Handbremszylinder mit verschiedenen Bremskolben, sondern auch unterschiedlich gekröpfte Hebel zur Verfügung.
Die angesprochenen Modifikationen genügten der Phoenix-Remus VTR 1000 F, um beim 24-Stunden-Rennen von Magny-Cours den zweiten Platz in der BoT-Klasse und den zwölften Gesamtrang zu belegen.
Kontakt: Phoenix-Remus, 0241-56 88 222.
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Alles, was geht: HERU-Honda VTR 995

HERU-Honda VTR 995
Der HERU-Honda VTR 995 sieht man die Verwandtschaft zum Serienmodell kaum noch an. Die schlanke Vollverkleidung und der bildschöne Höcker rufen aus anderen Gründen Erinnerungen wach - sie stammen wie der Vorderradkotflügel von der Grand Prix-Rakete NSR 500. Was für eine Maschine: so klein, so filligran, so schmal. Ganz im Dienste der Sportlichkeit schafft die Verkleidung nicht nur eine schmale Silhouette mit ausgezeichneter Aerodynamik, sondern auch Platz, um die Lenkerstummel unterhalb der Gabelbrücke zu klemmen. In Verbindung mit dem durch ein sauberes Frästeil unterlegten Federbein verbessert sich nicht nur das Handling, sondern kommt auch ein größerer Gewichtsanteil aufs mehrteilige Fischer-Vorderrad (mit Magesiumstern und TÜV). Die HERU-VTR ließ außerdem kräftig Pfunde (Angestrebtes Leergewicht: 165 Kilogramm). Vieles an ihr besteht aus Kohlefaser-Kevlar-Laminat, so auch der im Volumen vergrößerte Tank. Kevlar-Bremsleitungen, das selbstgefertigte Rahmenheck oder der winzige DE-Scheinwerfer senken das Gewicht ebenso wie die Zwei-in-eins-Auspuffanlage »Powered by Mende«.Der Motor blieb ebenfalls nicht unberührt. Nach Zündung einiger Leistungsstufen verspricht der Tuner standfeste 135 Pferde. Um diese möglichst reaktionsfrei ans Hinterrad zu transportieren, ließ man sich bei HERU Versteifungplatten zwischen Schwingenlagerung und Rahmen einfallen, die auch die rück- und hochverlegten Fußrasten tragen. Weitere Highlights: Eine elektrische Wasserpumpe sorgt im Kraftwerk für stets gleichmäßige Temperaturen, Gabel und Federbein tragen Kohlefaserspritzschutz und vieles mehr. Ein tolles Motorrad. Kontakt: HERU Carbon Tec, 02655/960377.

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