Markt Motorrad-Öle Motoröl

Spezielle Motoröle für Viertaktmotorräder gibt es von vielen Schmierstoff-Anbietern. MOTORRAD gibt einen Überblick.

Motorrad-Triebwerke stellen wesentlich höhere Anforderungen an ihr Motoröl als wassergekühlte Pkw-Antriebe. Während es beim Öl für den automobilen Einsatz vor allem auf die Wirtschaftlichkeit ankommt und der Schmierstoff daher auf Reibungsminimierung getrimmt wird, muss ein Motorrad-Schmierstoff nicht nur weitaus höhere Drehzahlen verkraften, sondern auch die thermischen Belastungsspitzen luftgekühlter Motoren im sommerlichen Stop-and-go-Verkehr. Außerdem muss ein Motorradöl bei den meisten Maschinen noch Getriebe und Kupplung mit versorgen.
Deshalb haben mittlerweile fast alle Schmierstoffhersteller neben den Zweitaktölen spezielle Motoröle für Viertakt-Motorräder im Programm, die, angereichert mit Additiven, den besonderen Ansprüchen der Bikes gerecht werden und nicht nur die Getriebeschmierung gewährleisten, sondern auch das Rutschen der Kupplung zuverlässig verhindern. Seit Mitte 1999 gibt es mit der JASO MA eine Spezifikation, deren Inhalt einen offiziellen Standard für Viertakt-Motorradöle setzt. Einige Öle in der nebenstehenden Übersicht erfüllen bereits diese Norm.
Die modernen Spitzenöle sind für Oldtimer allerdings völlig ungeeignet, da sie zu Dichtungsunverträglichkeiten führen können. In diesen Fällen kommen nur dickflüssigere Einbereichsöle in Frage, die auch für viele Modelle von Harley-Davidson oder sogar als Rennöl angeboten werden.

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