Marktübersicht Montage-Hilfen Dein Freund und Heber

Foto: Bilski
Allen sonstigen Differenzen zum Trotz, in einem Punkt sind sich Chopper, Enduros und Sportler einig: Es fehlt meist ein Hauptständer. Das nervt bei der Kettenpflege und wird spätestens beim Reifenwechsel zum Problem. MOTORRAD löst es.

Es hat ihn nie ins Rampenlicht gedrängt, beileibe nicht, stets führte er sein Dasein im Verborgenen. Umgeben von heißen Ölwannen und noch heißeren Auspuffrohren, meist versteckt unter einer dicken Panade aus Staub, Schmutz und Kettenspray. Bei schneller Kurvenfahrt ist er oft der Erste, der Späne lassen muss. Auch sonst ist sein Leben kein Zuckerschlecken, er wird mit Füßen getreten und hat zentnerschwere Lasten zu stemmen.

So gesehen ist es kein Wunder, dass sich der Hauptständer – einst selbstverständliches Ausstattungsdetail eines Motorrads – seit Jahren auf dem Rückzug befindet. Wer wollte schon mit ihm tauschen? Doch auch sachliche Argumente erklären sein langsames Aussterben. Bei Super­sportlern wird als Erstes das Gewichts­argument genannt. Weiterhin ist es nicht ganz einfach, zwischen Verkleidungskiel, Auspuffsammler, Federbeinanlenkung und Seitenständer noch Platz für die Zentralstütze zu finden. Wobei zum Beispiel die Honda CBR 600 F zeigt, dass es doch ­geht, wenn man nur will. Zudem kostet so ein Ständer auch Geld.

Bei Choppern lässt sich mangels Bodenfreiheit kaum ein Hauptständer unterbringen, und Enduristen finden im Gelände nur selten den benötigten ebenen Untergrund. Einzig KTM pfeift drauf und rüstet seine Bodenfräsen mit Mittelstütze aus. Denn der nächste Reifenwechsel kommt bestimmt, und dann ist man ohne der Mops. Es sei denn, man besitzt eine der auf den nächsten Seiten vorgestellten Alternativen.
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Enduro Hubständer

Wie für fast alle Produkte auf den folgenden Seiten gilt auch hier: Das abgebildete Modell ist als Beispiel zu verstehen. Viele der auf Hebehilfen spezialisierten Hersteller haben ein großes Sortiment an Hebern und Ständern im Programm, ein Blick auf die entsprechenden Homepages hilft da weiter. Enduros besitzen in aller Regel zwei parallel laufende Rahmenunterzüge, die als Auflageflächen wie geschaffen sind. Die Bedienung ist einfach und funktioniert auch alleine: Ständer mittig ansetzen, Hebel runterdrücken, fertig ist die Laube.

Plus: Einfache Bedienung, sicherer Stand, geringe Bodenlast durch große Auflagefläche, beide Räder sind in der Luft, leicht, kompakte Abmessungen, auch als Sitz verwendbar.

Minus: Hohe Bodenfreiheit des Motorrads erforderlich (deswegen heißt es auch Enduro-Ständer), Ölwechsel je nach Lage der Ablassschraube schwer bis unmöglich, hoher Schwerpunkt.

Fazit: Preisgünstige Hilfe für leichtgewichtige Motorräder. Für Nicht-Enduros aufgrund der großen Bauhöhe unbrauchbar.
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Front-Ständer

Zum reinen Anheben des Vorderrads zwecks Ausbau kann man auch einen Heckständer mit entsprechendem Adapter für die Gabel verwenden. Ständer, die wie der abgebildete am Lenkkopf angreifen, bieten jedoch mehr Möglichkeiten: Zum einen kann das Vorderrad eingeschlagen werden, was beim Austausch von Lenker oder Verkleidung von Vorteil ist, zum anderen lassen sich die Gabelholme ausbauen. Allerdings kann das aufgebockte Bike nicht mehr bewegt werden, und der Platzbedarf des Ständers ist hoch.

Plus: Sehr sicherer Stand, Lenkung freigängig. Viele Servicearbeiten wie Gabelholmausbau möglich, variable Höhenverstellung.

Minus: Bei verkleideten Bikes fummeliges Einfädeln und möglicherweise Platzprobleme. Nur in Verbindung mit Haupt- oder Heckständer zu benutzen.

Fazit: Für professionellen Einsatz, Vielschrauber mit Platz oder Fahrwerksfreaks, die oft die Gabel überarbeiten, gehört dieser Frontständer zur Grundausstattung.
Foto: Archiv

Montage-Hilfen im Überblick

Kurbel-Ständer

Freunde und Helfer, egal ob in Grün oder welcher Farbe auch immer, sind oft nicht zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Und da nicht jeder Lust auf einarmiges Bikeballett verspürt, hat Polo sich den Kurbelständer ausgedacht. Die beiden Arme sind mittels Knarre und Gewindespindel stufenlos höhenverstellbar. Die Bedienung ist leicht: Motorrad auf den Seitenständer stellen, beide Arme an den Buchsen der Schwinge ansetzen und hochkurbeln.

Plus: Einfache Bedienung ohne Kraftaufwand, leichtes Ansetzen, sicherer Stand. Dank der vier Rollen des Ständers bleibt das Bike rangierbar.

Minus: Das Rauf- und Runterkurbeln mittels Knarre ist sehr zeitraubend. Als Kippständer ungeeignet und auch nicht gedacht (Geometrie). Nicht ganz billig.

Fazit: Der R-Max ist nicht für die Profi-Werkstatt gedacht. Für den vorsichtigen Gelegenheitsschrauber oder als Rangierhilfe gut geeignet.

Decken-Haken

Fast alle Möglichkeiten, ein Motorrad anzuheben, haben irgendwo einen Haken. In diesem Fall ist er mindestens zehn Millimeter stark und steckt in einer Decke, die aus Beton, Stahl oder ähnlich tragfestem Baustoff besteht. Bei der Konstruktion sollte man von wenigstens 150 Kilogramm Belastung ausgehen, soll das Bike komplett am Haken hängen, besser von 300 Kilo.

Plus: Je nach Anlenkung der Gurte lässt sich das Bike komplett demontieren. Keine störenden Ständer und Stützen im Weg, Höhe frei wählbar.

Minus: Zum Anheben und Ablassen ist ein Helfer unverzichtbar. Ohne weitere Abstützung schaukelige Angelegenheit.

Fazit: Sehr preisgünstige Montagehilfe, die sich vor allem für Arbeiten am Fahrwerk eignet, jedoch eine stabile Deckenkonstruktion sowie Helfer erfordert.

Minus
Zum Anheben und Ablassen ist ein Helfer unverzichtbar. Ohne weitere Abstützung schaukelige Angelegenheit.

Fazit
Sehr preisgünstige Montagehilfe, die sich vor allem für Arbeiten am Fahrwerk eignet, jedoch eine stabile Deckenkonstruktion sowie Helfer erfordert.
Chopper-Ständer

Okay, bei Choppern gibt es selten Ketten zu schmieren, und neue Hinterreifen brauchen sie auch nicht so oft. Aber manchmal eben doch, außerdem will so eine verchromte Speichenfelge poliert werden. Und da ist ein frei drehbares Rad von Vorteil. Viele Langgabler verfügen ähnlich den Enduros über zwei parallel verlaufende Rahmenunterzüge. Aufgrund des meist hohen Gewichts und der niedrigen Bodenfreiheit sehen die Ständer aber ganz anders aus.

Plus: Kleine Abmessungen, geringes Gewicht, günstiger Preis, variable Hubhöhe.

Minus: Stabilität abhängig von Rahmenbreite. Bedienkraft stark von Hubhöhe abhängig.

Fazit: Preisgünstiges Accessoire für Vielputzer und Wenigschrauber, die Bodennähe bevorzugen.

Chopper-Hubtisch

Real big boys ride real big bikes and need real big toys. Wer dieser philosophisch angehauchten Glaubensrichtung nahesteht und einen Chopper nicht unter 1,5 Liter Hubraum bewegt, der hat hier den richtigen Heber für seinen Hobel. Na gut, mit einer Virago XV 535 nimmt es das über 30 Kilogramm schwere und hydraulisch betätigte Monstrum auch auf, wirkt dann allerdings leicht überdimensioniert. Die Hubhöhe beträgt bis zu 40 Zentimeter. Feststellbare Räder und eine Zugstange zum Rangieren gehören zum Lieferumfang. Maximal 400 Kilogramm lupft dieser Heber, dessen Preis von 99,95 Euro nicht nur angesichts der schieren Masse des verbauten Materials ein sehr günstiger ist. Gibt es in ähnlichen Ausführungen auch von anderen namhaften Anbietern.

Plus: Sicherer Stand, sehr robust, geringer Kraftaufwand, große Hubhöhen für entspanntes Arbeiten und leichten Aus- und Einbau der Räder. Auch mit Beladung noch bedingt rangierbar.

Minus: Groß, schwer, fett. Braucht viel Platz und funktioniert nur bei Motorrädern mit ebenen, parallel laufenden Unterzügen. Ölwechsel je nach Lage der Ablassschraube schwierig.

Fazit: Interessante Option für Clubs, professionelle Anwender oder Menschen, die die Felgen ihres Cruiser lieber im Sitzen als im Liegen auf Hochglanz bringen.

Montage-Hilfen im Überblick

Bierkiste und co.

Während der links vorgestellte Heber so ziemlich die Obergrenze dessen beschreibt, was machbar ist, um ein Motorrad anzuheben, befinden sich die hier gezeigten Varianten am gegenüberliegenden Ende des Spektrums. Einzige Gemeinsamkeit: Unter dem Motor muss eine ebene, tragfähige Fläche sein, was sämtliche vollverkleideten Bikes von vornherein aus dem Rennen wirft. Je nach Höhe der verwendeten Kiste und Bodenfreiheit des Motorrads kann das Aufbocken schon schweißtreibend sein, weswegen sich diese Methode eigentlich nur für leichte Enduros eignet. Ein zusätzlicher Helfer kann dabei nicht schaden.

Plus: Zumindest die Getränkekiste ist in jedem Haushalt vorrätig. Extrem günstiger Preis, in vielen Geschmacksrichtungen und Höhen erhältlich, problemlos umtauschbar.

Minus: Je nach Inhalt der Kiste kann der Umbau zum Ständer zu erhöhtem Harndrang, Sprachstörungen und Kopfweh am nächsten Tag bei gleichzeitiger Nichterledigung der geplanten Arbeiten führen

Fazit: Als Notnagel taugen Getränkekisten, Kanister, Holzklötze oder Ziegelsteine – schon allein des Preises wegen. Seriöse Schrauberhilfen sehen jedoch anders aus und lassen sich leichter bedienen.

Hilfs-Fahrwerk

Herkömmliche Montageständer ermöglichen die Kettenpflege oder den Ausbau des Hinterrads, jedoch nicht den Ausbau des Federbeins. Besonders Rennfahrer müssen da aber gelegentlich ran, weswegen es Ständer gibt, die an der Schwingenachse angreifen. Die Nähe zum Fahrzeugschwerpunkt erlaubt es oft, ohne großen Kraftaufwand auch das Vorderrad anzuheben. Wenn der Ständer dann noch Räder hat, bleibt das Bike trotzdem mobil.

Plus: Beide Räder können angehoben werden, Federbein-Demontage möglich, hohe Standfestigkeit. Abrutschen oder Kippen kaum möglich.

Minus: Hoher Platzbedarf, Ständermontage am Bike etwas fummelig, vor allem mit Rollen recht teuer.

Fazit: Interessant vor allem für Leute, die oft am Fahrwerk schrauben. Mit optionalem Rollensatz nicht nur ein Heber, sondern auch Rangierhilfe.
Einbein Stütze

Bekennende Nichtschrauber haben keinen Bedarf an platzraubendem Equipment, Laternenparker keine Unterbringungsmöglichkeit. Und wer will schon einen fetten Heckständer mit in den Urlaub schleppen? Kette schmieren müssen sie dennoch. Und genau an dieser Stelle grätscht der Zubehör-Grossist Louis mit dem Liftstick ein. Der ist nichts weiter als ein mittels Rechts-Links-Gewindespindel längenverstellbares Rohr. Die Bedienung ist leicht: Motorrad auf den Seitenständer stellen, vordere Bremse fixieren, den Liftstick unter den rechten Schwingenarm stellen und so lange drehen, bis das Hinterrad frei kommt. Erdbebensicher ist das zwar nicht, aber zum Ketteschmieren reicht es allemal.

Plus: Klein, leicht und handlich. Günstigste Möglichkeit, ohne Helfer das Hinterrad frei zu bekommen.

Minus: Taugt nicht als Montageständer, kippelige Angelegenheit. Gefahr des Abrutschens recht hoch.

Fazit: Kompaktes und günstiges Hilfsmittel zum Ketteschmieren. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Montage-Hilfen im Überblick

Hebelwerke

Einen Hauptständer besitzen heute immer weniger Motorräder, was den Besitzer spätestens beim ersten Reifenwechsel vor ein Problem stellt. Unter anderem dafür eignen sich die vielen Varianten von Montageständern, von denen MOTORRAD 19 zum Test bat.

Viele Sportmotorräder besitzen Gewindebuchsen an der Schwinge, die zur Aufnahme von Adaptern gedacht sind. So auch die als Testobjekt dienende Yamaha R1, Modell 2007. An diesen Schraub-Adaptern greifen dann die gabelförmigen Aufnahmen der Ständer ein. Diese Methode ist mit etwas Übung auch alleine einfach zu bedienen und in der Regel sehr standfest. Weit weniger stabil die zweite Variante, die für Motorräder ohne Gewindebuchsen in der Schwinge gedacht ist. L- oder J-förmige, mehr oder weniger dick gummierte Aufnahmen greifen hier direkt an der Schwinge an. Als Testobjekt kam eine Honda Hornet 600 (ebenfalls Modelljahr 2007) zum Einsatz.

Je nach Konstruktion kann das Ansetzen fummelig werden, zudem besteht immer die Möglichkeit, dass die Schwinge zerkratzt wird oder die Aufnahme mit der hinteren Bremsleitung oder der Bremssattelabstützung ins Gehege kommt. Überraschend groß sind die Unterschiede in der benötigten Handkraft, die generell recht hoch liegt. Auch in der Verarbeitung reicht die Spanne von mäßig bis super, was im Preisspektrum von rund 40 bis 120 Euro seinen Niederschlag findet. Vor einem Kauf sollte der Ständer nach Möglichkeit am eigenen Bike ausprobiert werden, um Überraschungen zu vermeiden.
Econ Best 50 202-00

Anbieter: Econ, Telefon 02689/928747, www.econ-wa.dePreis: 106,70 Euro, Gewicht: 3,06 kg.

Plus: Leichter, schön verarbeiteter Stahlrohr-Ständer mit sehr hoher Stabilität. Gummipuffer an Auflage-punkten zur Schonung von Ständer und Boden. Kein Aufsetzen beim Vorkippen. Leichtes Einfädeln.

Minus: Durch kurzen Hebelarm sehr hoher Kraftaufwand zum Heben erforderlich. Breitenverstellung nur mit Werkzeug. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Schön verarbeiteter und leichter Montageständer mit kleinen Detailmängeln und hohen Bedienkräften.

Urteil: Befriedigend.

Econ Best 50 203-01

Anbieter: Econ, Telefon 02689/928747, www.econ-wa.de Preis: 53,40 Euro, Gewicht: 5,28 kg.

Plus: Leichter Stahlrohr-Ständer mit hoher Stabilität. Kein Aufsetzen beim Vorkippen. Sehr leichtes Einfädeln durch große Gabeln. Sehr geringe Handkraft. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Lack wirkt bereits ausgebleicht, zerkratzt sehr leicht und weist Einschlüsse auf. Hoher Platzbedarf, da nicht zerlegbar. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Die geringe Handkraft ist ein echter Punktebringer. Der günstige Preis sorgt für den Rest. Das richtige Utensil für Pragmatiker mit Platz in der Garage.

Urteil: Gut.

Hein Gericke Racing

Anbieter: Hein Gericke, Telefon 0180/5229522, www.hein-gericke.de Preis: 74,95 Euro, Gewicht: 6,22 kg.

Plus: Mit dem Klick-Verschluss (Kern produziert den Racing) nach Gewöhnung einfach zu bedienen. Hohe Stabilität. Mit Standard-Aufnahmen lieferbar. Geringer Platzbedarf, da zerlegbar.

Minus: Sehr hohe Bedienkräfte zum Auf- und Abbocken. Lieblose Verarbeitung. Keine Höhenverstellung. Breitenverstellung nur mit Werkzeug möglich. Setzt beim Vorkippen auf.

Fazit: Von der hohen Stabilität abgesehen, kann der Gericke-Ständer aus Stahl-, Rund- und Vierkantrohren keine Glanzlichter setzen.

Urteil: Befriedigend.

Montage-Hilfen im Überblick

Kern 2039

Anbieter: Kern, Telefon 07644/6413, www.kern-stabi.dePreis: 102,50 Euro, Gewicht: 4,88 kg

Plus: Mit dem Klick-Verschluss nach Gewöhnung sehr einfach zu bedienen. Hohe Stabilität. Auch mit Gabelaufnahme erhältlich. Höhenverstellbar. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Sehr hohe Bedienkräfte zum Auf- und Abbocken. Verarbeitung und Oberflächengüte sind zwar besser als bei den anderen Kern-Ständern, perfekt ist jedoch noch mal was anderes.

Fazit: Bis auf die Bedienkräfte leistet sich der kernige Vierkant keine gravierenden Schwächen. Die Praxistauglichkeit ist sehr hoch, dafür gibt es ein Sehr gut

Urteil: Sehr gut

Kern 2045

Anbieter: Kern, Telefon 07644/6413, www.kern-stabi.dePreis: 122,50 Euro, Gewicht: 6,16 kg

Plus: Mit dem Klick-Verschluss nach Gewöhnung sehr einfach zu bedienen. Auch mit Gabelaufnahme lieferbar. Hohe Stabilität in aufgebocktem Zustand. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Sehr hohe Bedienkräfte erforderlich. Lieblose Verarbeitung, jedoch besser als beim Racing von Gericke. Keine Höhenverstellung. Setzt beim Vorkippen auf. Nicht zerlegbar.

Fazit: Trotz der hohen Bedienkräfte taugt der Kern-Ständer aus rundem, verzinktem Stahlrohr auch für professionellen Einsatz. Denn der 2045 ist so robust, wie er aussieht.

Urteil: Gut
Micron 29.spss/R

Anbieter: Micron, Telefon 0911/936740, www.micronsystems.de Preis: 79,00 Euro Gewicht: 4,48 kg

Plus: Nur mittlerer Kraftaufwand zum Aufbocken erforderlich. Einfaches Einfädeln durch große Gabelzinken. Hinreichend verarbeitet und ordentliche Stabilität. Platzsparend zerlegbar

Minus: Höhen- und Breitenverstellung des Stahlrohr-Ständers nur mit Werkzeug möglich. Setzt beim Vorkippen leicht auf. Rollen lediglich mit billigen Klips statt Schrauben gesichert

Fazit: Wer sich am empfindlichen Lack und den labbrigen Rollen nicht stört, bekommt mit dem Micron einen preisgünstigen Heber. Gut auch für Leute ohne Arnold-Arme

Urteil: Gut

Mobil-Tech FG CP03-Y

Anbieter: Mobil-Tech, Telefon 07424/9313899, www.mobil-tech.de Preis: 91,31 Euro, Gewicht: 4,00 kg

Plus: Sehr leichter Stahlrohr-Ständer mit sehr hoher Stabilität. Kein Aufsetzen beim Vorkippen. Leichtes Einfädeln. Geringe Handkraft. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Hoher Platzbedarf, da nicht zerlegbar. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Wer nirgends große Schwächen zeigt, steht am Ende weit vorne. Der Preis ist angemessen. Wer keinen zerlegbaren Ständer braucht, kann zuschlagen.

Urteil: Sehr gut.

Moto-Detail Premium

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de Preis: 119,95 Euro, Gewicht: 3,28 kg

Plus: Edel verarbeiteter und leichter Aluminium-Ständer. Sehr schöne, lasergeschnittene Aufnahmen. Leise Gummirollen. Einfaches Einfädeln. Hohe Stabilität und Gummipuffer an Auflagepunkten.

Minus: Sehr hoher Kraftaufwand erforderlich, Breitenverstellung nur mit Werkzeug möglich. Setzt beim Vorkippen auf. Wer die schöne Oberfläche nicht ruinieren will, braucht Teppich in der Garage.

Fazit: Sehr hochwertiger Montageständer, der mit edlem Finish glänzt. Er erfordert zwar hohe Bedienkräfte, kann ansonsten jedoch überzeugen.

Urteil: Sehr gut.
Foto: Archiv

Montage-Hilfen im Überblick

Pro-Lift Plr Profil

Anbieter: Pro-Lift, Telefon 02162/353967, www.pro-lift-montage-technik.de; Preis: 46,00 Euro, Gewicht: 5,64 kg

Plus: Die Quasi-Presspassung von Ständeraufnahme und Hülse resultiert in einer unschlagbaren Stabilität. Kein Aufsetzen beim Vorkippen. Sehr geringer Kraftaufwand zum Aufbocken.

Minus: Der Ständer aus Vierkant-Stahlrohr wirkt wie das Erstlingswerk eines Schlosserlehrlings. Lackierung und Schweißnähte sind einfachster Art. Äußerst fummeliges Einfädeln.

Fazit: Sehr günstiger Montageständer, der hohe Stabilität mit geringer Bedienkraft verbindet, jedoch schwer einzufädeln und lieblos verarbeitet ist.

Urteil: Befriedigend.

Move H10

Anbieter: Move, Telefon 07563/92316, www.move-montage-staender.de; Preis: 81,90 Euro, Gewicht: 4,50 kg

Plus: Saubere Verarbeitung. Einfaches Einfädeln. Geringer Kraftaufwand erforderlich. Setzt beim Vorkippen nicht auf. Hohe Stabilität. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Hoher Platzbedarf, da nicht zerlegbar. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Der Move leistet sich kaum Schwächen und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das macht ihn auch für Gelegenheitsschrauber interessant.

Urteil: Gut.

Pro-Lift Profil Racing

Urteil: Befriedigend.
Anbieter: Pro-Lift, Telefon 02162/353967, www.pro-lift-montage-technik.de; Preis: 49,00 Euro, Gewicht: 4,20 kg

Plus: Die Quasi-Presspassung von Ständeraufnahme und Hülse resultiert in einer unschlagbaren Stabilität. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich. Setzt beim Vorkippen nicht auf.

Minus: Äußerst fummeliges Einfädeln. Sehr hoher Kraftaufwand. Teilweise schon verblasste Lackierung. Keine Höhenverstellung. Hoher Platzbedarf, da nicht zerlegbar.

Fazit: Preisgünstiger, mittelprächtig verarbeiteter Ständer, mit dem man ein Motorrad hinten anheben kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Urteil: Befriedigend.

Telefix 65.10.45

Anbieter: Telefix, Telefon 08433/8401, www.telefix-products.com Preis: 119,95 Euro, Gewicht: 6,94 kg

Plus: Gute Verarbeitung und Oberflächen. Leichtes Einfädeln. Sehr geringer Kraftaufwand zum Aufbocken erforderlich. Hohe Stabilität trotz Dreipunktauflage. Sehr robuste Bauweise.

Minus: Sehr hohes Gewicht. Höhen- und Breitenverstellung nur mit Werkzeug möglich. Auch zerlegt noch hoher Platzbedarf.

Fazit: Durchdachter und funktionaler, jedoch schwerer, platzraubender und nicht ganz billiger Ständer für Profis oder ambitionierte Hobby-Schrauber.

Urteil: Sehr gut

Micron 29.spss/r

Anbieter: Micron, Telefon 0911/936740, www.micronsystems.dePreis: 59,00 Euro Gewicht: 4,10 kg

Plus: Sehr leicht und klein zerlegbar. Günstiger Preis. Geringer Kraftaufwand erforderlich. Leichtes Einfädeln. Die dick gummierten J-Aufnahmen verhindern das Abrutschen der Schwinge

Minus: Recht labiler Stand. Keine Breitenarretierung. Keine Höhenverstellung, nur zwei statt vier geklipste (besser: geschraubte) Rollen. Setzt beim Vorkippen schnell auf

Fazit: Preisgünstiger Stahlrohr-Ständer mit geringen Bedienkräften, mittlerer Qualität und einfachen Detaillösungen. Der Y-Ständer gleichen Namens wirkt solider
Urteil: Befriedigend

Mobil-Tech FG CP03-G

Anbieter: Mobil-Tech, Telefon 07424/9313899, www.mobil-tech.de; Preis: 91,31 Euro Gewicht: 4,62 kg

Plus: Sehr leichter und gut verarbeiteter Stahlrohr-Ständer mit hoher Stabilität. Kein Aufsetzen beim Vorkippen. Geringe Bedienkraft erforderlich. Breitenverstellung ohne Werkzeug möglich.

Minus: Ziemlich fummeliges Einfädeln, da sich die dick gummierten, L-förmigen Aufnahmen nach unten drehen. Hoher Platzbedarf, da nicht zerlegbar. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Robuster, kunststoffbeschichteter, nicht zerlegbarer Montageständer mit kleinen Mängeln in der Handhabung, aber sehr stabilem Stand.

Urteil: Gut.
Foto: Archiv

So testet MOTORRAD

So testet MOTORRAD:

Der Schwerpunkt des Ständertests liegt klar auf der Handhabung (Ansetzen, Einfädeln, Einmannbedienung) und der zum Anheben benötigten Kraft. Diese liegt teilweise so hoch, dass einer alleine nur mit dem Mut der Verzweiflung das Motorrad auf den Ständer bekommt. Sicheres Anheben ist so natürlich nicht möglich. Daneben wurde die Verarbeitung begutachtet und die Verstellbarkeit nach Art (Höhe/Breite) und Weise (mit/ohne Werkzeug) bepunktet. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Stabilität, wenn in aufgebocktem Zustand am Motorrad gearbeitet werden soll. Ferner wurde der Platzbedarf des Ständers bei Nichtbenutzung gewertet. Eine Spezialität der Firma Kern ist der abgebildete patentierte Klick-Verschluss, der den Ständer sicher mit dem Motorrad verbindet. Kostet jedoch 35 Euro Aufpreis.

Polo Sport

Anbieter: Polo, Telefon 0180/5225785, www.polo-motorrad.de Preis: 44,90 Euro, Gewicht: 5,26 kg

Plus: Zerlegbarer Ständer aus verzinkten Rund- und Vierkant-Stahlrohren. Recht kleine, gummierte Aufnahme. Leichtes Einfädeln. Günstiger Preis.

Minus: Rustikale Verarbeitung. Extrem hohe Bedienkraft (Einmannbedienung fast unmöglich). Breitenverstellung nur mit Werkzeug möglich. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Einfach gearbeiteter Ständer, der extrem hohe Bedienkräfte erfordert – und das bestimmt nicht nur bei der Honda Hornet.

Urteil: Ausreichend.

Pro-Lift Profil Racing

Anbieter: Pro-Lift, Telefon 02162/353967, www.pro-lift-montage-technik.de; Preis: 49,00 EuroGewicht: 4,60 kg

Plus: Nur mittlerer Kraftaufwand zum Aufbocken erforderlich. Dick gummierte L-Aufnahme mit für diese Gattung hoher Stabilität. Breitenverstellung ohne Werkzeug
möglich.

Minus: Fummeliges Einfädeln, da sich die Aufnahmen nach unten drehen. Nicht zerlegbar. Nur mittelmäßige Verarbeitung. Setzt beim Vorkippen auf. Keine Höhenverstellung.

Fazit: Günstiger Stahlrohr-Ständer mit durchschnittlicher Qualität. Dank hoher Standfestigkeit auch für gröbere Schraubarbeiten geeignet.

Urteil: Befriedigend.
Telefix 65.10.30

Anbieter: Telefix, Telefon 08433/8401, www.telefix-products.comPreis: 89,95 Euro, Gewicht: 5,98 kg

Plus: Gute Verarbeitung, breite, J-förmige Gummiauflagen gegen Abrutschen der Schwinge, kompakt zerlegbar. Aufbockhebel rechts und links einsteckbar. In Höhe und Breite verstellbar.

Minus: Querstrebe bleibt beim Einfädeln am Hinterrad hängen. Sehr hoher Kraftaufwand erforderlich. Stabilität nur mittelmäßig. Breitenarretierung mit fragwürdiger Kunststoffschraube.

Fazit: Der Ständer aus beschichtetem Vierkant-Stahlrohr ist weder besonders praktisch noch stabil oder preisgünstig, dafür kompakt zerlegbar und sehr robust.

Urteil: Ausreichend.

Telefix 65.10.45

Anbieter: Telefix, Telefon 08433/8401, www.telefix-products.comPreis: 119,95 Euro, Gewicht: 7,08 kg

Plus: Dicke Beschichtung. Breite, J-förmige Gummiauflagen gegen Abrutschen der Schwinge. Leichtes Einfädeln. Sehr geringer Kraftaufwand erforderlich. Stabiler Stand. Sehr robuste Bauweise.

Minus: Sehr hohes Gewicht. Höhen- und Breitenverstellung nur mit Werkzeug möglich. Kleinteile der Aufnahme teils scharfkantig. Auch zerlegt noch hoher Platzbedarf.

Fazit: Durchdachter und funktionaler, jedoch platzraubender Ständer aus Vierkant-Stahlrohr für den Profi-Bereich oder ambitionierte Schrauber.

Urteil: Gut

Endfazit:

Wer eine Gabelaufnahme benutzen kann, sollte dies tun. Deren Benutzerfreundlichkeit und Stabilität sind deutlich höher als mit Standard-Aufnahme. Insgesamt recht hoch ist der Kraftaufwand mit Ausreißern nach oben. Recht nachlässig ist dagegen die Verarbeitung vieler Ständer. Auch ein Gebrauchsgegenstand muss nicht gar so lieblos zusammengebrutzelt sein. Erfreulich: Zehn der 19 Kandidaten schneiden mit gut oder sehr gut ab.

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