Marktübersicht Tankrucksäcke (Archivversion)

Sack & Tasche

Wenn einer eine Reise tut, dann muss er was verstauen. Nicht jeder hat Lust, einen Rucksack mitzuschleppen, und mittlerweile gibt es ein fast unüberschaubares Angebot an Tankbehältnissen auf dem Markt. MOTORRAD bringt Licht ins Dunkel.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Früher war zwar nicht alles besser, aber vieles einfacher. Zum Beispiel die Auswahl an Gepäcksystemen für Motorräder: Es gab den Seesack für den Gepäckträger, den Luis-Trenker-Gedächtnis-Beutel fürs Kreuz und den Harro Elefantenboy für den Tank. Letzterer wird seit gefühlten 125 Jahren bis heute im Prinzip unverändert angeboten, jedoch wirkt das Ungetüm aus schwerem Tuch und Leder auf Motorrädern, die nicht 75/5, Max oder Regina heißen, eher deplatziert. Allein die Montage des Elefantenboys würde auf den meisten modernen Motorrädern scheitern. Keine Chance, die meterlangen Lederriemen unter dem Tank durchzufädeln. Da es obendrein unfair wäre, einen Oldtimer mit aktuellem Material zu vergleichen, darf der Elefantenboy von seinem unbestrittenen Ehrenplatz herab gelassen das Treiben um sich herum beobachten.
Dass sich die Zeiten geändert haben, wird schon bei der Namensgebung deutlich. Aus dem Tankrucksack wurde ein Bag. Auch sonst hat sich einiges getan. Zum Beispiel bei der Befestigung. Der Lederriemen hat ausgedient, heute gibt es Magnete, Saugnäpfe, Schnallen und sogar spezielle Halterungen, die fix mit dem Tankdeckel verschraubt werden und ritsch, ratsch, klick das Behältnis arretieren. Die Größen reichen vom Bonsaibag, der mit Schlüsselbund, Geldbeutel und Kommunikationsgerät bereits ausgelastet ist, bis hin zum Tankcontainer, der selbst Großeinkäufe locker aufnimmt. Doch je größer der Tankrucksack, desto höher die Gefahr, dass er die Sicht auf Instrumente und Kontrollleuchten behindert sowie den vollen Lenkeinschlag erschwert. Als Materialien kommen heute ausschließlich wasserfeste Kunstfasern zum Einsatz.
Je nach Einsatzhäufigkeit bieten sich ganz unterschiedliche Befestigungsmethoden an. Wer nur zweimal im Jahr mit Rucksack fährt, wird sich kaum eine Tankhaube zulegen wollen. Und: Nicht jede Methode passt auf jedes Bike. Magnete funktionieren auf Kunststofftanks extrem schlecht, da kaum Metallteile vorhanden sind. Saugnäpfe brauchen große, flache Tanks ohne Kanten, um zu haften. Vor dem Kauf sollte deshalb das Objekt der Begierde auf dem eigenen Fahrzeug montiert und nach Möglichkeit Probe gefahren werden, denn bei höheren Geschwindigkeiten können ordentliche Kräfte auftreten, weswegen die häufig mitgelieferten Sicherungsriemen durchaus Sinn ergeben. Bei Magnethalterungen ist Sauberkeit oberstes Gebot, da einmal angesaugte Metallpartikel nur mit viel Arbeit wieder zu entfernen sind. Grundsätzlich ist ein weiches Tuch zwischen Tank und Rucksack kein Fehler. Die Lackierung dankt’s.
Anzeige

AXIO Tankpack (Archivversion)

Magnethalterung
Preis 159,00 €

+ Große Reißverschluss-Zipper;
zusätzliche Sicherungsriemen

- Klarsichtfach für Karte kaum zu gebrauchen; Deckel fällt stets zu

Das Tankpack von Axio hat mit zirka zwölf Liter Inhalt die richtige Größe für Tagesausflüge.
Der Tankrucksack ist mit der Magnetplatte fest verbunden, sodass zum Abnehmen stets der Sicherungsgurt für den Lenkkopf abgefummelt werden muss. Der feste Deckel aus Polycarbonat im Karbonlook macht zwar optisch was her, liegt in puncto Stabilität aber im Bereich besserer Joghurtbecher. Das Innere des Deckels ist mit diversen Fächern für Papiere, Schreibzeug und anderen flachen Kleinkram sehr aufgeräumt, außerdem gefallen die großen Reißverschluss-Zipper, die auch mit dicken Handschuhen noch gut zu greifen sind. Per Dehnreißverschluss lässt sich das Volumen erweitern, zudem gibt es integrierte Rucksackgurte. Die Magnete sind nicht sonderlich stark, weshalb bei Autobahnfahrten die vorhandenen Zusatzgurte eingesetzt werden sollten. Bei dem
Preis würde man sich das Klarsichtfach aus höherwertigem Material wünschen, insbesondere die Druckknöpfe, mit denen es auf den Deckel geknöpft wird, wirken wenig vertrauenerweckend.

XTU X7620 Vario (Archivversion)

Magnethalterung
Preis 119,95 €

+ Durch Dreiteilung sehr variabel;
viele Außen- und Innentaschen

- Teils nachlässige Verarbeitung; sehr schwer

Angesichts des X7620 Vario liegt einem das Wort Taschenputtel förmlich auf der Zunge. Taschen gibt es bei ihm noch und nöcher: vorne, hinten, rechts, links, innen, außen, lang, breit, flach, tief, mit Netz oder Klarsichtfolie für Landkarte, Telefon, Navi, manche sind exklusiv für die Rucksackgurte oder die Regenhaube reserviert. Je nach Bedarf kann man nur die kleine, die große oder beide Taschen kombinieren, deren Reißverschlüsse zudem noch mittels Zahlenschloss absperrbar sind, um Langfingern das Leben zumindest zu erschweren. Schade, dass die Verarbeitung da nicht ganz mithalten kann. Nach wenigen Tragemanövern löste sich die Niete eines Tragegriffs, und nach der ersten schnellen Autobahnfahrt begann die Naht einer Außentasche auszufransen. Dank starker Magnete haftet der Vario gut und zuverlässig. Durch seine stabile Konstruktion verliert er auch unbeladen nicht die Fassung, was man positiv oder negativ sehen kann. Wie bei anderen Modellen auch, beginnen beim Vario die Verbindungsreißverschlüsse an der schlecht zugänglichen vorderen Stirnseite.

Bags-Connection Engage Sport (Archivversion)

Tankringhalterung
Preis 168,90 €

+ Schnelle und lack-schonende Befestigung des Rucksacks; großes Kartenfach

- Aufwendige Erstmontage;
sehr schmale Außentaschen

Wer wirklich sicher gehen will, dass seine Lackierung durch den Tankrucksack keinen Schaden nimmt, liegt hier richtig, denn bei Bags Connection kommt das Behältnis gar nicht mit dem Tank in Berührung. Eine hufeisenförmige Halterung wird mit dem Befestigungsring des Tankdeckels verschraubt und verbleibt stets am Motorrad. Das Gegenstück des Schnellverschlusses muss der Käufer am Rucksack anbringen, wofür Löcher gebohrt werden müssen. Vorteil dieser aufwendigen Geschichte: Der Rucksack kann exakt auf die Erfordernisse des betreffenden Motorrades abgestimmt werden, Stichwort Lenkeinschlag. Nach der Erstmontage geht das Aufsetzen und Abnehmen in Sekundenschnelle. Durch die zentrale Fixierung treten bei schneller Fahrt hohe Kräfte an der Befestigung auf, weswegen es zur Sicherheit und Entlastung beim Beschleunigen zusätzlich einen Sicherungsgurt für den Lenkkopf gibt. Der Engage Sport ist sehr sauber verarbeitet, mittels Dehnfalte lässt sich das Volumen vergrößern. Die rechte der beiden schmalen Seitentaschen lässt sich abnehmen.

Louis Moto-Detail (Archivversion)

Tankringhalterung
Preis 42,32 €

+ Schnelle und lackschonende Befestigung
des Rucksacks; großes Kartenfach

- Aufwendige Erstmontage;
sehr schmale Außentaschen

Mit der Moto-Detail-Serie versucht sich die Shopkette Louis an einer ähnlichen Lösung wie die Kollegen von Bags Connection. Auch hier wird ein Adapter dauerhaft am Tankring angebracht, der jedoch bei Außenstehenden Anlass zu den wildesten Spekulationen gibt. Von kaputtem Grillrost bis hin zur Geheimantenne für GEZ-Sparer reichten die Vermutungen. In der Tat ist das verchromte Rohrwerk auf dem Tank gewöhnungsbedürftig. Zudem gestaltet sich die Befestigung des Rucksacks fummelig, da der Chrombügel erst in eine Lasche eingeführt und dann mittels Klettverschluss gesichert werden muss. Vorteil: Es sind keine Bohrarbeiten nötig. Und davon abgesehen zeigt sich der Moto-Detail durchdacht und robust. Mittels Dehnfalte lässt sich das Volumen vergrößern, es gibt zwei Innentaschen und einen Schultertragegurt. Das Kartenfach ist nur von innen zugänglich. Unschlagbar ist der Preis. Wer sich also mit dem Halter anfreunden kann und mit dem geringen Stauvolumen von gerade mal acht Litern auskommt, darf zugreifen.

Bagster Medea (Archivversion)

Tankhaubenhalterung
Preis 211,00 €

+ Sehr stabile, dauerhafte und schonende Befestigung

- Seltsame Optik; Gefahr von Dauerfeuchtigkeit
unter der Haube

Im Heimatland des französischen Herstellers Bagster sieht man allenthalben Bikes mit der kunstledernen Tankhaube herumfahren. Im Grunde genommen eine pfiffige Idee, wenngleich optisch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Haube wird einmal stramm sitzend montiert, dann wird der Rucksack blitzschnell mit vier Schnallen darauf befestigt. Vorteile: Der Tank bleibt sauber und die Lackierung unversehrt. Lediglich bei Laternenparkern könnte das Thema Feuchtigkeit unter der Haube auf Dauer ein Thema werden. Der recht schwer geratene Rucksack ist sehr groß und durchdacht, mit riesigem Kartenfach und darin integrierten Ablagen für Navi und Handy. Im Inneren gibt es zwei Taschen, eine davon für die Regenhaube, sowie Spanngummis zur Fixierung des Ladeguts. Mit ausgefahrener Dehnfalte geht der Bagster fast schon als Seesack durch. Die Verarbeitung ist gut, dank der breiten Gurte und einer Belüftung mittels Netz kann man ihn auch über längere Etappen auf dem Rücken tragen. Die Tankhauben sind für fast jedes gängige Motorrad in den Originalfarben zu haben, ebenso die Rucksäcke.

Top Sellerie Estoril (Archivversion)

Tankhaubenhalterung
Preis 219,00 €

+ Rucksack auch ohne Haube verwendbar, da mit Magnetplatte versehen

- Verarbeitung und Material nicht so gut wie Bagster

Auch wenn der Firmenname auf ein Produkt der Agrarbranche schließen lässt, es geht hier um einen Tankrucksack. Ähnlich dem Bagster wird der Tank dauerhaft in eine recht fummelig anzubringende Kunstlederhülle gepackt, wobei Material und Verarbeitung nicht mit dem Bagster mithalten können. Dafür lässt sich der mit großem und gut erreichbarem Kartenfach und drei Reißverschluss-Außentaschen versehene Estoril dank integrierter, nicht übermäßig haftstarker Magnetplatte auch auf anderen Motorrädern anbringen. Mit Dehnfalte, Klarsicht-Regenhaube und Schultertragegurt ist er praxisgerecht, allerdings nicht gerade üppig ausgestattet. Im Inneren gibt es keinerlei Unterteilungen für Kleinkram, Schreibzeug oder ähnliches. Die Außentaschen sind schmal und lang. An der Stirnseite befinden sich zwei Kompressionsgurte, mit denen der Estoril bei halber Beladung auf ein kleines Volumen zusammengepresst werden kann. Bis auf die Möglichkeit, ihn mit oder ohne Tankhaube zu verwenden, ist der Top Sellerie ein eher un-scheinbarer Vertreter seiner Fraktion.

Givi T434 S (Archivversion)

Saugnapfhalterung
Preis 121,30 €

+ Großes Kartenfach; gute Verarbeitung

- Saugnapf-Grundplatte harmoniert nicht mit jeder Tankform

Die Idee ist grundsätzlich gut. Man nehme ein reichlich großes Stück kunststoffverstärktes Moosgummi und versehe dieses an sinnvollen Stellen mit Löchern, in welche nach Gusto kuhaugengroße Saugnäpfe gesteckt werden können, um die Grundplatte auf dem Tank zu fixieren. Leider funktioniert das bei der Bandit Jahrgang 2007 überhaupt nicht. Egal, wie und wohin man die Saugnäpfe anpresst, stets lösen sie sich nach kurzer Zeit mit einem leisen Plopp. Der Bandit-Tank ist einfach zu kantig. Deshalb ist es unerlässlich, die Saugplatte am eigenen Fahrzeug gründlich auszuprobieren. Oder man weicht alternativ auf die ebenfalls angebotene Magnet- oder Riemenplatte aus. Der Rucksack kann dank breiter Dehnfalte sein Volumen erheblich vergrößern, dafür besitzt er keine weiteren Unterteilungen oder Taschen. Ein Kartenfach und ein flaches Fach darunter, das war’s. Zur weiteren Ausstattung gehören Schulter- und Sicherungsgurt für den Lenkkopf sowie eine Regenhaube. Durch das flexible Material lässt sich der Rucksack bei wenig Beladung leicht flach zusammendrücken. Das ist gut für die Aerodynamik.

XPack Cameleon (Archivversion)

Saugnapfhalterung
Preis 112,90 €

+ Dank vielen, allerdings aufpreispflichtigen Zubehörs sehr wandlungsfähig

- Wirkt ein bisschen wie Fisher Price- Baby-Spielzeug

Mit dem aus guten Gründen Cameleon genannten Teil hat Xpack erfolgreich versucht, den Tankrucksack neu zu erfinden. Es gibt nicht ein bestimmtes Modell, sondern eine Vielzahl von Modulen, die in den wildesten Konfigurationen miteinander kombiniert werden können, ausgehend von einer Grundplatte, die wahlweise saugt oder magnetisiert. Der Rucksack besteht aus formstabilem Nylonmaterial und kann per Dehnfalte sein Volumen nahezu verdoppeln. Im nur durch eine schmale Öffnung erreichbaren Inneren befindet sich ein mittels Klettverschluss angebrachter Raumteiler. Die weitere Ausstattung, egal, ob Karten-, Handy- oder Navihalter kann beziehungsweise muss extra geordert werden, funktioniert im Gegenzug aber auch ohne Rucksack. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, besonders angenehm ist die Tatsache, dass der Verbindungsreißverschluss von Rucksack und Grundplatte nicht wie üblich vorne an der schlechtesten erreichbaren Stelle beginnt, sondern fingerfreundlich an der Seite. Einzig die spielzeugartige Optik sorgt mitunter für Verwirrung.

Held Task/Coach (Archivversion)

Held hält variabel
Preis 89,95 €

+ Große Modellvielfalt mit zig Variationsmöglichkeiten. Allen gemein sind hochwertige und sauber verarbeitete Materialien und gute Ausstattung

- Beim Task ist der Zugang zum Kartenfach schmal und eng. Das Modell Coach hat bis auf ein extra Handy-Fach keine nennenswerte Ausstattung

Neben Harro zählt auch Held zu den Urgesteinen der Motorrad-Zubehör-Szene. Im Unterschied zu den Schwarzwäldern ist Held jedoch mit seiner Tankrucksacklinie Vario voll am Puls der Zeit. Gleich vier Grundplatten, zwei davon mit Magneten, sorgen für größtmögliche Flexibilität und Anwendungsbreite. Wobei sich die Platte mit der geringeren Magnet-Anzahl leichter befestigen und ausrichten lässt. Dafür bietet die große Platte bei zügigerer Fahrweise oder auf der Autobahn höhere Haftreserven. Wem einmal beim Autobahnbolzen der Rucksack gegen den Helm klatschte, weil die Laschen Unterluft bekommen haben, weiß, dass der mitgelieferte Sicherungsriemen, der um den Lenkkopf geschlungen wird, keine übertriebene Vorsichtsmaßnahme ist. Der tiefere Sinn der Grundplatte mit quer angebrachten Riemen erschließt sich erst dann, wenn man auf die Idee kommt, den Rucksack zum Beispiel aus Gründen besserer Übersichtlichkeit oder Aerodynamik auf dem Soziusplatz unterzubringen. Grund-platten mit Magneten sind heute eigentlich Standard, und damit die Besitzer von Motorrädern mit Kunststofftanks auch mitspielen können, hat Held die gute alte Riemenplatte mit dem breiten Klettverschluss am hinteren Ende nach wie vor im Programm. Diese Grundplatten sind wie bei den meisten anderen Anbietern auch auf der Unterseite mit einer kratzfreien Antirutschbeschichtung versehen. Wer seine Tanklackierung über längere Zeit frisch halten will, tut gut daran, stets ein weiches und vor allem sauberes Tuch dazwischen zu legen. Letztlich sind alle Platten mit insgesamt acht sich mehr oder weniger stark unterscheidenden Aufsätzen zu kombinieren, von denen hier zwei exemplarisch vorgestellt werden. Das Modell Coach geht als klassischer Stadtrucksack durch, es hat nur ein großes Fach, das durch eine Dehnfalte nochmals vergrößert werden kann. Im Kartenfach ist eine Ablage fürs Handy integriert, auf dass auch unterwegs kein Anruf verloren gehe. Die Verarbeitung ist ohne Tadel, der Kompass auf der außenliegenden Sonnenbrillentasche nett, aber wirkungslos. Das Modell Task ist eine Nummer größer und ansatzweise aerodynamisch gestylt. Das zum Fahrer hin geneigte, große Kartenfach kann je nach Motorrad und Fahrergröße von Vor- oder Nachteil sein, was die Ablesbarkeit angeht. Hier heißt es ausprobieren. Dank integrierter breiter Gurte kann der Task auch bei längeren Ausflügen ohne Bike auf dem Rücken getragen werden.

Baehr Tanksafe (Archivversion)

Riemenhalterung
Preis 179,00 €

+ Wertige Anmutung; im Vergleichsfeld klar bester Diebstahlschutz

- Hoher Preis; wenig flexibel; schlabbrige Grundplatte

Die Schweiz ist nicht nur das Sinnbild für löchrigen Käse, sondern auch und gerade für Sicherheit und Stabilität. So wundert es nicht, dass aus dem Land der Banken ein Modell namens Tanksafe kommt. Dieser kann dank eines innen um die Ladeöffnung verlaufenden Stahlseils samt Schloss sowohl den Inhalt verschließen als auch fest mit dem Motorrad verbunden werden. In den hohen Seitenwänden des Rucksacks ist ein Drahtnetz eingelassen um, auch von dieser Seite unbefugten Zugriff zu verhindern. Verwunderlich ist, dass man im Land der Nummernkonten hier auf ein Schlüsselschloss setzt. Von der Abschließbarkeit abgesehen ist der Tanksafe recht unspektakulär. Großes Kartenfach, zwei Außentaschen, fertig. Die Rucksack-Funktion ist heute fast schon selbstverständlich. Eher unverständlich und überhaupt nicht zum Rest des Ensembles passend ist die Grundplatte, deren Erscheinungsbild an einen gebrauchten Luftballon erinnert. Folglich sitzt der Rucksack recht labbrig auf dem Tank, zumal sich die Riemen nicht vernünftig spannen lassen. Hier sollte nachgebessert werden.

Fazit (Archivversion)

Dass es auf diesen Seiten keine Rangliste mit Siegern und Besiegten gibt, ist kein Versehen, sondern Absicht. Diese Marktübersicht soll einen Überblick über die Vielfalt der Szene geben. Die einzelnen Modelle miteinander wertend zu betrachten, hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche der Kundschaft und die Konzepte der Modelle. Bleibt festzuhalten: Auf Murks sind wir bei den gezeigten Exemplaren nicht gestoßen. Wichtig: Vor dem Kauf überprüfen, ob der gewünschte Rucksack tatsächlich auf das eigene Bike passt.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote