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Neun verschiedene Multifunktionsöle hatten wir im Test. Multifunktionsöl – das klingt nach: „Kann alles ein bisschen, aber nichts richtig gut.“ Aber gerade das „alles ein bisschen“ sorgt dafür, dass eins der hier getesteten ­Produkte unbedingt in jeden Haushalt gehört. Doch schauen Sie selbst: Es folgen die getesteten Produkte.

Neun Multifunktionsöle im Test Chemische Alles-etwas-Könner

Würden Sie sich vom besten Freund des Menschen am offenen Herzen operieren lassen? Natürlich nicht. Bei akuten Gelenkbeschwerden und unmittelbarer Rostgefahr ist der Bernhardiner mit seinem Multifunktionsöl-Fässchen aber ein gern gesehener Retter. Neun Nothelfer im Vergleichstest.

Erwarten Sie bitte keine Wunder. Der Name lässt das bereits vermuten: Multifunktionsöl – das klingt nach: „Kann alles ein bisschen, aber nichts richtig gut.“ Aber gerade das „alles ein bisschen“ sorgt dafür, dass eins der hier getesteten Produkte unbedingt in jeden Haushalt gehört. Denn wenn es darum geht, mal eben ein hakendes Schloss gängig zu machen, ein quietschendes Gelenk ruhigzustellen oder fiese Teer- und Kettensprayreste zu entfernen, sind die chemischen Alles-etwas-Könner unverzichtbar, wenn man sich das heimische Garagenregal nicht unbedingt mit zig Chemie-Spezialisten vollstellen möchte.

Schmierung und Rostbekämpfung sind die klassischen Hauptaufgaben der Multifunktionsöle. Ein dafür halbwegs taugliches Produkt lässt sich relativ unspektakulär und günstig produzieren: Man nehme etwas unlegiertes Öl, mische es mit „Haft-Zusätzen“, ab in die Dose, Treibmittel dazu – fertig ist die Laube. Es geht aber auch aufwendiger, angefangen bei der Rohstoffauswahl, weitergemacht mit einer ausgefeilten Rezeptur, die auch die Aspekte Korrosions- und Verschleißschutz berücksichtigt. Ein solches Vorgehen macht die Sache nicht nur teurer, sondern gegebenenfalls auch komplizierter – Stichwort „Zielkonflikt“ –, denn ein Drehen am einen Ende der Rezeptur-Schraube hat meist Einfluss aufs andere Ende.

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Insbesondere Kunststoffteile können angegriffen werden

Und das nicht zwangsläufig positiv. Das kann sich dann zum Beispiel bei der Materialverträglichkeit auswirken. Insbesondere Kunststoffteile können angegriffen werden, wenn sie mit dem ein oder anderen Mittel etwas zu lange in Kontakt kommen. Wobei „zu lange“ bereits „wenige Stunden“ heißen kann. Im Zweifelsfall also lieber von vornherein dafür sorgen, dass das Produkt wirklich nur dorthin gelangt, wo es wirken soll und Überschüssiges sofort entfernt wird. Ein etwas genaueres Studium der Produkte in dieser Geschichte lohnt ebenfalls.

Dort wird der ein oder andere Leser womöglich bepunktete Aussagen zum Preis-Leistungs-Verhältnis vermissen. Einfache Erklärung: Bei wohl kaum einem anderen chemischen Helferlein ist die Preisspanne so groß wie bei Multifunktionsölen. Bereits einen Baumarkt weiter gibt’s das gleiche Produkt manchmal für die Hälfte. Multifunktionsöle sind im Handel „Schnelldreher“, entsprechend hoch ist die Aktionspreis-Taktung.

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Foto: mps-Fotostudio
Dr. Wack-Anwendungstechnik-Leiter Hartmut Hauber am XCT-Prüfstand.
Dr. Wack-Anwendungstechnik-Leiter Hartmut Hauber am XCT-Prüfstand.

So testet MOTORRAD

Die Testmuster kaufte MOTORRAD im November 2015 im Kfz-Zubehörhandel und in Baumärkten im Großraum Stuttgart. Die Laborversuche führte MOTORRAD zusammen mit den Reinigungsexperten der Firma Kärcher in Winnenden (Rostlösevermögen, Kriechvermögen, Wasserverdrängung, Kunststoffverträglichkeit) und der Firma Dr. Wack in Ingolstadt (Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Lackverträglichkeit) durch. Für den Rostlösetest wurden mit fünfprozentiger Salzlösung vorbehandelte und zwölf Stunden rostende Bleche mit den Multifunktionsölen eingesprüht (fünf Minuten Einwirkzeit).

Es folgten je 24 Durchgänge in der Kärcher-Wischtestmaschine. Für den Kriechvermögen-Test („Spreizwirkung“) wurden je 100 Mikroliter der Testprodukte mit einer Pipette auf angerostetes Stahlblech aufgebracht und nach fünf Minuten Einwirkzeit vermessen. Ebenfalls 100 Mikroliter des jeweiligen Testmusters mussten auf einem mit gefärbtem Wasser benetzten Blech beweisen, was sie in Sachen Wasserverdrängung können. Vorgespannte ABS-Kunststoffstreifen kamen für fünf Stunden in Testmuster-Kontakt, damit Aussagen zur Kunststoffverträglichkeit möglich waren. 24 Stunden lang hatte es neuer, auf Glasstreifen aufgebrachter Reparaturlack beim Lackverträglichkeitstest mit den Multifunktionsölen zu tun. Für entfettete und satt mit den Testmustern eingesprühte Stahlplättchen ging es für 24 Stunden ins Salzlösungsbad.

Danach waren ­Aussagen zum Korrosionsschutz möglich. Auf einem XCT-Prüfstand („Cross-Cylinder-Tester“) wurde ein mit den Testmustern benetzter Prüfring 30 Sekunden lang bei konstant 960/min mit 400 N von einem Prüfzylinder belastet. Das Vermessen der Zylinder-Verschleißfläche erlaubte Aussagen zum Verschleißschutz. Abschließend erfolgte die Kontrolle von Etiketten und Inhaltsangaben. Den genauen Ablauf können Sie in der Bildergalerie sehen, dort zeigen wir die einzelnen Prüfungen, die die getesteten Multifunktionsöle bestehen mussten.

Foto: mps-Fotostudio
Ballistol Universalöl: Die Uralt-Rezeptur (seit 1904!) hat immer noch viele Fans. Zu Recht, denn neben einer soliden Leistung sind die perfekte Gesundheits- und Umweltverträglichkeit gute Kaufgründe. Eine kleine Schwäche gibt’s aber: Ganz neuer Lack mag den Klassiker ggf. gar nicht.
Ballistol Universalöl: Die Uralt-Rezeptur (seit 1904!) hat immer noch viele Fans. Zu Recht, denn neben einer soliden Leistung sind die perfekte Gesundheits- und Umweltverträglichkeit gute Kaufgründe. Eine kleine Schwäche gibt’s aber: Ganz neuer Lack mag den Klassiker ggf. gar nicht.

Ballistol Universalöl 

Anbieter: F. W. Klever, 86168 Aham, Tel. 0 87 44/9 69 90, www.ballistol.de

Füllmenge: 200 ml

Preis: 6,99 Euro (gekauft bei Polo, Leinfelden-Echterdingen)
Literpreis (rechnerisch): 34,95 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Schmiert hautfreundlich. Reinigt umweltschonend. Pflegt biologisch abbaubar. Rostschutz ohne Verharzen“

Verschleisstest: Verschleißfläche 20,82 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 19,2 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 20 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden;

Materialverträglichkeit: neuer Lack nach 24 Stunden mit deutlicher Verfärbung und Aufquellung (Nachtest auf älterem Uni- und Metallic-Lack ohne Beanstandung); Kunststoff nach fünf Stunden ohne Beanstandung

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 5,0 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): „Buntmetalle können anlaufen“; „Entzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: lebensmittelecht, kann sogar folgenlos verschluckt werden; komplett biologisch abbaubar, völlig unbedenklich

Fazit: Die Uralt-Rezeptur (seit 1904!) hat immer noch viele Fans. Zu Recht, denn neben einer soliden Leistung sind die perfekte Gesundheits- und Umweltverträglichkeit gute Kaufgründe. Eine kleine Schwäche gibt’s aber: Ganz neuer Lack mag den Klassiker ggf. gar nicht.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Car 1 Multifunktionsspray: Der im Vergleich sehr niedrige Preis ist verlockend, und für Standardaufgaben wie das Gängigmachen störrischer Verbindungen taugt es allemal. Dem entgegen stehen Schwächen beim Verschleiß- und Korrosionsschutz sowie in Sachen Kunststoffverträglichkeit.
Car 1 Multifunktionsspray: Der im Vergleich sehr niedrige Preis ist verlockend, und für Standardaufgaben wie das Gängigmachen störrischer Verbindungen taugt es allemal. Dem entgegen stehen Schwächen beim Verschleiß- und Korrosionsschutz sowie in Sachen Kunststoffverträglichkeit.

Car 1 Multifunktionsspray

Anbieter: Coparts Autoteile, 45136 Essen, Tel. 02 01/31 94 00, www.car1.de

Füllmenge: 300 ml

Preis: 3,95 Euro (gekauft bei Martika Autoteile, Backnang)

Literpreis (rechnerisch): 13,17 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Macht schwergängige Teile (…) wieder funktionsfähig. Reduziert Reibung und Verschleiß von mechanischen Verbindungen“

Verschleisstest: Verschleißfläche 39,80 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 10,1 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 50 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden mit deutlichen Spannungsrissen

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 4,5 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbole (laut Etikett): „Produkt kann Lacke und Kunstoffteile angreifen“; „Entzündlich“, „Reizend“ und „Gesundheitsschädlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Der im Vergleich sehr niedrige Preis ist verlockend, und für Standardaufgaben wie das Gängigmachen störrischer Verbindungen taugt es allemal. Dem entgegen stehen Schwächen beim Verschleiß- und Korrosionsschutz sowie in Sachen Kunststoffverträglichkeit.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Caramba 70 Multi-Öl: In der Vor-WD-40-Zeit war Caramba fast schon das Synonym für Multifunktionsspray und kann auch heute noch recht ordentlich mithalten. Bis auf ganz leichte Schwächen bei der Kunststoffverträglichkeit gibt’s kaum etwas zu meckern, und auch der Preis geht in Ordnung.
Caramba 70 Multi-Öl: In der Vor-WD-40-Zeit war Caramba fast schon das Synonym für Multifunktionsspray und kann auch heute noch recht ordentlich mithalten. Bis auf ganz leichte Schwächen bei der Kunststoffverträglichkeit gibt’s kaum etwas zu meckern, und auch der Preis geht in Ordnung.

Caramba 70 Multi-Öl

Anbieter: Caramba Chemie, 47032 Duisburg, Tel. 02 03/77 86 01, www.caramba.eu

Füllmenge: 250 ml

Preis: 5,29 Euro (gekauft bei Polo, Leinfelden-Echterdingen)

Literpreis (rechnerisch): 21,16 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett):„Schmiert besonders gut. Löst wirksam Rost. Schützt effektiv vor Korrosion. Löst ölige Verschmutzungen“

Verschleisstest: Verschleißfläche 33,72 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 11,9 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 10 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden mit ganz leichten Spannungsrissen

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 6,5 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Entzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: In der Vor-WD-40-Zeit war Caramba fast schon das Synonym für Multifunktionsspray und kann auch heute noch recht ordentlich mithalten. Bis auf ganz leichte Schwächen bei der Kunststoffverträglichkeit gibt’s kaum etwas zu meckern, und auch der Preis geht in Ordnung.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Germes Aktiv Schmierung 125: Der Korrosionsschutz fällt unterdurchschnittlich aus, und die Kunststoffverträglichkeit dürfte auch noch etwas besser sein. Ansonsten macht das preislich im Mittelfeld liegende Produkt einen ganz ordentlichen Job und ist punktemäßig nicht allzu weit vom „gut“ entfernt.
Germes Aktiv Schmierung 125: Der Korrosionsschutz fällt unterdurchschnittlich aus, und die Kunststoffverträglichkeit dürfte auch noch etwas besser sein. Ansonsten macht das preislich im Mittelfeld liegende Produkt einen ganz ordentlichen Job und ist punktemäßig nicht allzu weit vom „gut“ entfernt.

Germes Aktiv Schmierung 125

Anbieter: Germes, 93326 Abensberg, Tel. 0 94 43/91 80 30, www.germes.de

Füllmenge: 500 ml

Preis: 10,40 Euro (gekauft bei Martika Autoteile, Backnang)

Literpreis (rechnerisch): 20,80 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Reinigendes Schmieröl. Vollsynthetisch, temperaturbeständig. Reinigt, schützt, schmiert und löst“

Verschleisstest: Verschleißfläche 33,27 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 12,0 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 50 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden mit minimalen Spannungsrissen

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 5,4 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Hochentzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Der Korrosionsschutz fällt unterdurchschnittlich aus, und die Kunststoffverträglichkeit dürfte auch noch etwas besser sein. Ansonsten macht das preislich im Mittelfeld liegende Produkt einen ganz ordentlichen Job und ist punktemäßig nicht allzu weit vom „gut“ entfernt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Liqui Moly Multi Spray Plus 7: Fleißiges Punktesammeln lohnt sich: Die Ulmer Schmierstoffexperten erlauben sich in keiner Kategorie eine echte Schwäche, setzen beim Rostlösevermögen sogar den Bestwert und lassen Lack und Kunststoff unangetastet. Das reicht unterm Strich für den Testsieg.
Liqui Moly Multi Spray Plus 7: Fleißiges Punktesammeln lohnt sich: Die Ulmer Schmierstoffexperten erlauben sich in keiner Kategorie eine echte Schwäche, setzen beim Rostlösevermögen sogar den Bestwert und lassen Lack und Kunststoff unangetastet. Das reicht unterm Strich für den Testsieg.

Liqui Moly Multi Spray Plus 7

Anbieter: Liqui Moly, 89081 Ulm, Tel. 07 31/1 42 00, www.liqui-moly.de

Füllmenge: 500 ml

Preis: 10,50 Euro (gekauft bei Martika Autoteile, Backnang)

Literpreis (rechnerisch): 21,00 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Schmiert, schützt, verdrängt Wasser“

Verschleisstest: Verschleißfläche 35,81 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 11,2 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen befriedigender Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 15 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden ohne Beanstandung

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 10,0 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Entzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Fleißiges Punktesammeln lohnt sich: Die Ulmer Schmierstoffexperten erlauben sich in keiner Kategorie eine echte Schwäche, setzen beim Rostlösevermögen sogar den Bestwert und lassen Lack und Kunststoff unangetastet. Das reicht unterm Strich für den Testsieg.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Lubegard Lube’n Loosen: Bei diesem Preis darf man fast schon ein „Wundermittel“ erwarten. Und zumindest in einer Kategorie (Verschleißschutz) liefert das US-Produkt einen Bestwert und ist auch beim Rostlösevermögen gut dabei. Wundermittel? Nicht wirklich, aber ein gutes, teures Sprühöl.
Lubegard Lube’n Loosen: Bei diesem Preis darf man fast schon ein „Wundermittel“ erwarten. Und zumindest in einer Kategorie (Verschleißschutz) liefert das US-Produkt einen Bestwert und ist auch beim Rostlösevermögen gut dabei. Wundermittel? Nicht wirklich, aber ein gutes, teures Sprühöl.

Lubegard Lube’n Loosen

Anbieter: Roten Trading, CH-2562 Port, Tel. 0 77 42/85 78 51, www.lubegard.com

Füllmenge: 236 ml

Preis: 14,85 Euro (gekauft bei Martika Autoteile, Backnang)

Literpreis (rechnerisch): 62,93 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Stoppt Quietschen, verhindert Rosten, schützt alle Metalle“ (Übersetzung)

Verschleisstest: Verschleißfläche 0,31 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 1290,3 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen ein noch befriedigender Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 35 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden ohne Beanstandung

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 6,4 cm

Wasserverdrängungstest: befriedigend

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Gesundheitsschädlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein; die deutsche Übersetzung des Etiketten-Texts ist verwirrend und widersprüchlich („ungiftig und sicher“, „gesundheitsschädlich“)

Fazit: Bei diesem Preis darf man fast schon ein „Wundermittel“ erwarten. Und zumindest in einer Kategorie (Verschleißschutz) liefert das US-Produkt einen Bestwert und ist auch beim Rostlösevermögen gut dabei. Wundermittel? Nicht wirklich, aber ein gutes, teures Sprühöl.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Nigrin Multi Öl-Hybrid: Die Leistung beim Korrosionsschutz-Test ist Arbeitverweigerung. Was viele Punkte kostet. Schade, denn ansonsten zeigt das mit einem sehr anwenderfreundlichen Sprühkopf bestückte Produkt eine durchweg ansprechende Leistung und greift weder Lack noch Kunststoff an.
Nigrin Multi Öl-Hybrid: Die Leistung beim Korrosionsschutz-Test ist Arbeitverweigerung. Was viele Punkte kostet. Schade, denn ansonsten zeigt das mit einem sehr anwenderfreundlichen Sprühkopf bestückte Produkt eine durchweg ansprechende Leistung und greift weder Lack noch Kunststoff an.

Nigrin Multi-Öl Hybrid

Anbieter: Inter-Union, 76829 Landau, Tel. 0 63 41/28 40, www.nigrin.de

Füllmenge: 250 ml

Preis: 6,99 Euro (gekauft bei Bauhaus, Stuttgart)

Literpreis (rechnerisch): 27,96 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Ist hochwirksam als Gleitverstärker, Reiniger, Kontaktspray, Rostlöser und Korrosionsschutz“

Verschleisstest: Verschleißfläche 30,53 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 13,1 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 100 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden ohne Beanstandung

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 5,5 cm

Wasserverdrängungstest: ausreichend

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbole (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Entzündlich“ und „Reizend“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Die Leistung beim Korrosionsschutz-Test ist Arbeitverweigerung. Was viele Punkte kostet. Schade, denn ansonsten zeigt das mit einem sehr anwenderfreundlichen Sprühkopf bestückte Produkt eine durchweg ansprechende Leistung und greift weder Lack noch Kunststoff an.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Foto: mps-Fotostudio
Sonax SX90 Plus: Überdurchschnittlich gut beim Verschleißschutz, volle Punktzahl beim Korrosionsschutz und in Sachen Materialverträglichkeit – das Produkt macht dem guten Firmennamen alle Ehre. Für den cleveren Sprühkopf gibt’s zwar keine Extra-Punkte, aber auch so reicht es fürs Treppchen.
Sonax SX90 Plus: Überdurchschnittlich gut beim Verschleißschutz, volle Punktzahl beim Korrosionsschutz und in Sachen Materialverträglichkeit – das Produkt macht dem guten Firmennamen alle Ehre. Für den cleveren Sprühkopf gibt’s zwar keine Extra-Punkte, aber auch so reicht es fürs Treppchen.

Sonax SX90 Plus

Anbieter: Sonax, 86633 Neuburg/Donau, Tel. 0 84 31/5 30, www.sonax.com

Füllmenge: 400 ml

Preis: 7,99 Euro (gekauft bei A.T.U, Backnang)

Literpreis (rechnerisch): 19,98 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Rostlöser, Schmiermittel, Reiniger, Korrosionsschutz, Kontaktspray, Kriechöl“

Verschleisstest: Verschleißfläche 23,75 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 16,8 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 1 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden ohne Beanstandung

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 6,0 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): „Nicht auf Reifenventile sprühen“; „Hochentzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Überdurchschnittlich gut beim Verschleißschutz, volle Punktzahl beim Korrosionsschutz und in Sachen Materialverträglichkeit – das Produkt macht dem guten Firmennamen alle Ehre. Für den cleveren Sprühkopf gibt’s zwar keine Extra-Punkte, aber auch so reicht es fürs Treppchen.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
WD-40 Multifunktionsprodukt: Die USA schwören auf WD-40, und auch im alten Europa hat das Ami-Produkt eine glänzende Karriere gemacht. Zum Test-Überflieger fehlt aber noch mehr Kunststoffverträglichkeit. Zum Trost gibt’s u. a. volle Punkte beim Korrosionsschutz. Und einen guten dritten Platz.
WD-40 Multifunktionsprodukt: Die USA schwören auf WD-40, und auch im alten Europa hat das Ami-Produkt eine glänzende Karriere gemacht. Zum Test-Überflieger fehlt aber noch mehr Kunststoffverträglichkeit. Zum Trost gibt’s u. a. volle Punkte beim Korrosionsschutz. Und einen guten dritten Platz.

WD-40 Multifunktionsprodukt

Anbieter: WD-40 Company Zweigniederlassung Deutschland; 61352 Bad Homburg, Tel. 0 61 72/67 74 50, www.wd40.de

Füllmenge: 250 ml

Preis: 4,99 Euro (gekauft bei OBI, Leinfelden-Echterdingen)

Literpreis (rechnerisch): 19,96 Euro

Anwendungsbereich (laut Etikett): „Beseitigt Quietschen. Verdrängt Feuchtigkeit. Reinigt und schützt. Lockert verrostete Teile. Löst festsitzende Mechanik“

Verschleisstest: Verschleißfläche 29,59 mm2; daraus resultierende Belastbarkeit nach Brugger: 13,5 N/mm2

Rostlösetest: Nach 24 Wischvorgängen nur mäßiger Abtrag feststellbar

Korrosionstest: 1 Prozent korrodierte Fläche nach 24 Stunden

Materialverträglichkeit: Lack nach 24 Stunden ohne Beanstandung; Kunststoff nach fünf Stunden mit deutlichen Spannungsrissen

Kriechfähigkeitstest (Spreizvermögen): Der Durchmesser des benetzten Testfelds beträgt nach fünf Minuten 9,5 cm

Wasserverdrängungstest: sehr gut 

Warnhinweise Materialverträglichkeit; Warnsymbol (laut Etikett): keine materialspezifischen; „Reizend“ und „Entzündlich“

Umwelt-/Benutzerfreundlichkeit: kann ggf. gesundheitsschädlich wirken (Einatmen/Einnahme vermeiden) und schädlich für Wasserorganismen sein

Fazit: Die USA schwören auf WD-40, und auch im alten Europa hat das Ami-Produkt eine glänzende Karriere gemacht. Zum Test-Überflieger fehlt aber noch mehr Kunststoffverträglichkeit. Zum Trost gibt’s u. a. volle Punkte beim Korrosionsschutz. Und einen guten dritten Platz.

MOTORRAD-Urteil: gut

Foto: mps-Fotostudio
Kein Produkt erreicht das Testurteil „sehr gut“ – was wenig verwundert, denn die „Eier legende Wollmilchsau“, die alles gleich gut kann, muss bei solch unterschiedlichen Testanforderungen wohl ein Wunschtraum bleiben. Unterm Strich liefern alle Produkte eine durchaus solide Leistung und liegen punktemäßig nicht übermäßig weit auseinander. Das recht homogene Gesamtergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einzelnen Produkte durchaus unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Ein etwas genaueres Punktetabellen-Studium lohnt sich daher.
Kein Produkt erreicht das Testurteil „sehr gut“ – was wenig verwundert, denn die „Eier legende Wollmilchsau“, die alles gleich gut kann, muss bei solch unterschiedlichen Testanforderungen wohl ein Wunschtraum bleiben. Unterm Strich liefern alle Produkte eine durchaus solide Leistung und liegen punktemäßig nicht übermäßig weit auseinander. Das recht homogene Gesamtergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einzelnen Produkte durchaus unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Ein etwas genaueres Punktetabellen-Studium lohnt sich daher.

Endwertung

Kein Produkt erreicht das Testurteil „sehr gut“ – was wenig verwundert, denn die „Eier legende Wollmilchsau“, die alles gleich gut kann, muss bei solch unterschiedlichen Testanforderungen wohl ein Wunschtraum bleiben. Unterm Strich liefern alle Produkte eine durchaus solide Leistung und liegen punktemäßig nicht übermäßig weit auseinander.

Das recht homogene Gesamtergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einzelnen Produkte durchaus unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Ein etwas genaueres Punktetabellen-Studium lohnt sich daher.

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