Probefahrt im Winter (Archivversion)

Was mache ich, wenn der Verkäufer eines Gebrauchtmopeds mir wegen schlechten Wetters eine Probefahrt verweigert?Uli Holzwarth, Gebrauchtkauf-Experte und MOTORRAD-Redakteur in Stuttgart:Unabhängig von der Haltung des Verkäufers sollte eine Probefahrt immer bei trockenem Wetter stattfinden. Nur so kommt man Defekten wie beispielsweise heulenden Getriebezahnrädern auf die Schliche. Bei nasser Fahrbahn ist es möglich, dass solche Mängel akustisch im starken Rauschen des Spritzwassers untergehen. Außerdem beanspruchen schwierige Witterungsbedingungen bei einer Probefahrt – die ohnehin zumeist auf unbekannten Straßen stattfindet – einen großen Teil der Konzentration, die man eigentlich dem Kaufobjekt widmen sollte. Weiterhin ist eine Beurteilung des Fahrverhaltens bei höherem Tempo nur auf trockener Fahrbahn gefahrlos möglich. Beim Gebrauchtkauf stehen die Interessenten allerdings oft unter hohem Konkurrenzdruck, der eine rasche Entscheidung erfordert. Sofern die Besichtigung positiv verläuft, sollte man bei widrigen Bedingungen mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag unter Vorbehalt aushandeln, der nur dann Gültigkeit erlangt, wenn die Probefahrt bei trockenem Wetter nichts Nachteiliges ergibt.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote