Kaufberatung und Tipps Produkttest: Montageheber für Profis und Einsteiger

Ein Motorrad bekommt man auch mit deutlich weniger Stress hoch. Doch welcher Montagheber passt am besten zum Einsatzzweck? MOTORRAD checkt die besten Produkte für Einsteiger und fortgeschrittene Schrauber.

Foto: jkuenstle.de

Die meisten Menschen sind dann glücklich, wenn sie andere um sich herum haben, Familie, Freunde, Kumpel. Helfer. Unglücklich hingegen sind motorradfahrende Menschen dann, wenn sie allein auf weiter Flur stehen - und die Maschine nur einen Seitenständer besitzt. Dann werden selbst einfachste Pflege- und Wartungsarbeiten zum Stress. In der Vergangenheit war es bei den meisten Modellen kein Problem, einen Hauptständer nachzurüsten. Doch in Zeiten von vielen schnittig designten, sehr sportlichen Maschinen, bei denen dieses eigentlich sehr praktische Teil aus Schräglagenfreiheits-, Gewichts- oder Wer-weiß-schon-warum-Gründen einfach nicht vorgesehen ist, sollte man sich nach anderen Möglichkeiten umsehen.

 

In den Boxen an der Rennstrecke sind Montageständer schon länger so häufig anzutreffen wie Fliegen im Kuhstall, aber mittlerweile greifen auch zigtausend Hobbyschrauber für ihre straßenzugelassenen Maschinen bei Pflege- und Wartungsarbeiten auf die praktischen Heckheber zurück. Außerdem wirkt ein checkermäßig aufgebocktes Motorrad in der heimischen Garage oder Werkstatt besser als Hingucker. Allzu teuer sind die Montageständer in der Regel auch nicht, da heißt es bedenkenlos zugreifen, oder?

Stopp! Ohne sich vorab zu informieren, ist die Gefahr eines Fehlkaufs beziehungsweise einer Fehlbedienung oder -funktion hoch. Ersterer ist bei einer Investition selten über 100 Euro noch gut verkraftbar, letztere können zu deutlich größerem Verdruss führen. Kippt nämlich die geliebte Maschine im Stand um, weil der Heber nicht das gehalten hat, was er verspricht, oder dem Schrauber gleitet alles buchstäblich aus den Händen, stehen meist einige hundert Euro auf der Rechnung: gebrochene Blinker, verkratzte Verkleidungsteile, eventuell sogar beschädigter Rahmen oder Schwinge.

Aua, so was tut weh! MOTORRAD hat sich deshalb auf dem Markt umgesehen und gibt die richtigen Tipps zum Umgang mit Montagehebern. Am populärsten für Motorräder mit konventioneller Zweiarm-Kastenschwinge sind Universal-Heckheber, die bei unserem vergleichenden Produkttest im Fokus stehen.

Dabei handelt es sich meistens um Konstruktionen aus Stahlrohr (seltener aus Aluminium), die möglichst so gebogen sind, dass sie mit geringen Hebelkräften eine immerhin meist über vier Zentner schwere Maschine hochliften können. Unser Test ergab, dass die meisten vorgestellten Produkte diese Aufgabe locker meistern. Ausnahmen: Rothewald und Move - und mit leichten Abstrichen auch Telefix - sind zarten Mädchenhänden nicht zu empfehlen und erfordern echtes Zupacken.

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Das ist schon mal schön. Aber es setzt voraus, dass im Vorfeld alles glatt gelaufen ist. Sind alle Vorbereitungen getroffen (siehe Tipps), kann sich das Einfädeln nämlich als äußerst nervig herausstellen. Bei Universalhebern greifen meistens mit Gummis belegte L-Profile unter die Schwingarme. Die Gummis sind jedoch unterschiedlich groß und griffig. Rutscht die Maschine wegen untauglicher Aufnahmen ab: blöd. Noch blöder, wenn die Aufnahmen unter Belastung brechen. Die L- und J-Profile sind zwar in der Regel aus robustem Stahl gefertigt, die Führungen der Aufnahmen bestehen jedoch mitunter aus Kunststoff (zum Beispiel bei den vorgestellten Hebern von Alphatechnik und Econ). Zumindest im Test konnte das nur wenig überzeugen, denn unter dem Werkstoff leidet offenbar die Stabilität an den Aufnahmen ganz beträchtlich.

Soll nicht heißen, dass die Führungen schon bei kleinsten Belastungen brechen, schließlich ist der Heber auf eine bestimmte Tragkraft (üblicherweise mindestens 150 Kilogramm) ausgelegt. Aber bei Arbeiten wie einem Radausbau können nicht unerhebliche Scherkräfte auftreten. Außerdem ergibt eine geringe Steifigkeit an den Aufnahmen insgesamt eine schlechtere Standsicherheit. Diese hängt aber maßgeblich von der gesamten Konstruktion ab, sprich neben dem Werkstoff auch von Wandstärken und dem Durchmesser der Rohre sowie der Formgebung des Hebers. Neben der Standsicherheit und Verarbeitung (scharfe Kanten etwa oder eine nachlässige Entgratung der Oberflächen führen beim Schrauben früher oder später garantiert zu Verletzungen) sollte eine einfache Handhabung wichtigstes Kaufkriterium sein. Das fängt schon bei den Verstellmöglichkeiten an. Ist Werkzeug erforderlich, oder sorgen Flügelschrauben oder Handräder für Bedienkomfort? Wie groß ist der Verstellbereich überhaupt?

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Probleme machen umgebaute Motorräder mit extra breiten Schwingen, bei denen unter Umständen der Heber nicht mehr passt, wenn sich die Weite kaum verstellen lässt. Eine Höhenverstellung wiederum kann die benötigten Hebelkräfte beim Anheben des Hecks verringern. Im Zweifel vor dem Kauf am Motorrad ausprobieren. Was man aber leider oft erst nach dem Kauf feststellt: Bei bestimmten Arbeiten, wie etwa einem Radausbau, verbauen manche Ständer beziehungsweise einzelne Streben die Zugänglichkeit. Wer häufig solche Arbeiten durchführen möchte, ist also gut beraten, auch dieses Kriterium kritisch zu prüfen. Neben den Universalaufnahmen werden in letzter Zeit modellspezifische Adapteraufnahmen immer populärer. Bei den Hebern handelt es sich in Form und Qualität zwar um die gleichen Modelle, aber die Gabelaufnahmen bieten deutlich mehr Stabilität als L- oder J-Aufnahmen, die, wie schon erwähnt, verrutschen können. Voraussetzung sind spezielle Gewindebohrungen an der Schwinge des jeweiligen Motorrads, in die so genannte Prismabuchsen eingeschraubt werden können, die wiederum mit den Gabelaufnahmen harmonieren. Bei den meisten aktuellen Sportmaschinen sind diese Bohrungen serienmäßig. Vorteile der modellspezifischen Aufnahmen gegenüber der Universal-Lösung: geringere Kratzergefahr für die Schwinge, und Bremssattel, Leitungen und Schläuche sind nicht im Weg.

Doch was macht man, wenn der Heckheber gar nichts ausrichten kann, so wie bei vielen Choppern, Cruisern und Enduros? Und bei Motorrädern mit Einarmschwinge sind klassische Heckheber ebenfalls unbrauchbar. Einige Alternativlösungen finden sich im "Ausprobiert"-Kasten oben. Generell ist es sehr praktisch, wenn das Motorrad mittig angehoben werden kann. Hubtische oder Scherenheber erfordern jedoch, dass die Rahmenunterzüge eine ebene Auflage bieten, und dass keine Bauteile wie Verkleidung oder Auspuffanlage aufliegen. Und auch am empfindlichen Motorgehäuse sollte man nicht angreifen. Zur Tragkraft: Nur bei Kompletthebern entspricht die Tragkraft dem maximal zulässigen Motorradgesamtgewicht. Bei Heck- und Fronthebern gilt als Faustregel: zulässige Tragkraft (diese Info sollte in der Bedienungsanleitung des Hebers vermerkt sein!) immer mehr als die Hälfte vom Motorradgewicht. Gut informiert darf es nun flugs in den Laden gehen. Pauschal gesagt: Ein Montageheber ist beinahe immer eine gute Anschaffung, über die sich nicht nur fortgeschrittene Schrauber freuen. Am schönsten ist es aber, wenn zusätzlich zum Helfer aus Metall noch einer aus Fleisch und Blut zur Seite steht.

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Alpha Technik BL-RS17H

Anbieter: Alpha Technik, Telefon 08036/300720, www.alphatechnik.de; Preis: 59 Euro; Farbe: Schwarz; Gewicht: 4710 Gramm

Fazit:
Angenehm leichter Heckheber mit guter Handhabung und geringen Bedienkräften beim Anheben. Die Form des BL-RS17H ist beim Radausbau etwas hinderlich, und die Kunstoff-Führungen an den Aufnahmen sind wenig steif.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

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Econ 50210 Silver Line

Anbieter: Econ, Telefon 02689/928747, www.econ-wa.de; Preis: 58,95 Euro; Farbe: Silber; Gewicht: 5020 Gramm

Fazit:
Bis auf die Farbe und einen minimal größeren Verstellbereich fast baugleich mit Alpha Technik (gleicher Zulieferer?). Dementsprechend gleiche Kritikpunkte. In erster Linie stört aber nur die mittelmäßige Standsicherheit.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

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MOTORRAD-Testsieger - Kern-Stabi 2039.1

Anbieter: Kern-Stabi, Telefon 07644/6413, www.kern-stabi.de; Preis: 109,50 Euro; Farben: Rot-Silber, Silber, Schwarz; Gewicht: 5860 Gramm

Fazit:
Der teuerste Heckheber im Test ist sein Geld absolut wert. Durchdachte Details wie super bedienfreundliche Höhen- und Weitenverstellung, hohe Stabilität und schrauberfreundliche Form machen ihn zum Liebling der Werkstatt.

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

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MOTORRAD-Kauftipp - Motrax SL 17 R

Anbieter: Büse, Telefon 02471/1269, www.buese.com; Preis: 59,90 Euro; Farbe: Schwarz; Gewicht: 4780 Gramm

Fazit:
Qualitativ einwandfrei und mit sehr sinnvollen Details wie stabilen Doppelrollen oder einem verschiebbaren Hebearm. Hohe Stabilität an den Aufnahmen und gute Standsicherheit. Der Preis ist auch fair, ganz klar: Kauftipp!

MOTORRAD-Urteil: Gut

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Move H5 Universal

Anbieter: Move, Telefon 07563/92316, www.move-montagestaender.de; Preis: 61,90 Euro; Farben: Rot, Silber; Gewicht: 4150 Gramm

Fazit:
Konstruktion nicht konsequent genug auf Stabilität ausgelegt, einfache Rollen. Relativ hoher Kraftaufwand beim Heben, rutschige Aufnahmegummis. Pluspunkte: leicht, filigran und auch gut verarbeitet. Ordentlicher Heber.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

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Oxford Big Black Paddock Stand

Anbieter: Hein Gericke, Telefon 0211/98989, www.hein-gericke.de; Preis: 39,99 Euro; Farbe: Schwarz; Gewicht: 5090 Gramm

Fazit:
Der Preiszwerg im Test bietet einen ausgezeichneten Gegenwert: In keinem Kriterium patzt der solide und in der Praxis einfach zu handhabende Heber von Oxford. Jetzt noch eine Höhenverstellung, dann wäre er richtig gut.

MOTORRAD-Urteil: Gut

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Rothewald Profi-Motorradheber

Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de; Preis: 49,95 Euro; Farbe: Rot-Silber; Gewicht: 6780 Gramm

Fazit:
Klein zerlegbar bei Nichtgebrauch, sehr stabil und auch gut verarbeitet. Doch ein erheblicher Kraftaufwand beim Heben, nerviges Einfädeln und ein hohes Gewicht stören bei Ein-Mann/Frau-Bedienung und vereiteln eine gute Note.

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

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Telefix 65.10.46

Anbieter: Telefix, Telefon 008433/8401, www.telefix-products.de; Preis: 99,95 Euro; Farbe: Rot-Silber; Gewicht: 7000 Gramm

Fazit:
Ein echtes Schwergewicht, aber der Telefix hat es auch faustdick hinter den Ohren: demontiert perfekt zu lagern, ultrastabil sowie höhen- und weitenverstellbar. Erfordert zwar einige Hebelkräfte, trotzdem durchweg klasse!

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

Zeichnung: Archiv

Fazit

Ein Anheben des Hecks, das beherrschen sie alle. Insofern ist keiner der vorgestellten Heber ein Fehlkauf. Wer nur gelegentlich eine Montagehilfe benötigt, kann mit schlechterem Bedienungskomfort und höheren Hebelkräften gut leben, ist also mit den günstigen Kandidaten gut bedient. Für Vielschrauber, die öfter ein Rad ausbauen wollen, lohnen sich hingegen die beiden teuersten, aber auch durchdachtesten Heber.

Neuheiten ausprobiert

Neben den populären Heckhebern hat der Fachhandel - ja nach spezifischem Einsatzgebiet - noch andere interessante Montage- hilfen im Programm, denen MOTORRAD auf den Zahn gefühlt hat.

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MOTORRAD-Kauftipp - Komplettheber

Es ist ein Riesenvorteil, wenn beide Räder frei in der Luft hängen. Nicht nur Rennfahrer wissen das zu schätzen. Bursig, Telefon 02381/9285888, www.bursig.com, bietet für einige Sportmaschinen den cleveren Paddock Racing Stand an (359 Euro). Eine verstellbare Adapterplatte ist für das jeweilige Modell erforderlich, dann greift der Heber auf einer Seite am Rahmen an, und die Maschine lässt sich mit geringen Handkräften komplett heben. Leicht (nur rund 12 Kilo), handlich und stabil (bis 300 Kilo Tragkraft) - zwar teuer, aber richtig super!

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

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Hubständer

Enduros haben in der Regel viel Federweg, mittels Standardheckheber lässt sich das Hinterrad deshalb oft nicht hochliften. Hubständer setzen unter den Rahmenunterzügen an, und mit einem Fuß kann die Maschine angehoben werden. Dem Modell von Hi-Q Tools fehlt es bei Hardenduros jedoch an Hubhöhe (49,95 Euro, über Polo, Telefon 02165/8440200, www.polo-motorrad.de).

MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

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Liftstick

Kaum größer als eine Luftpumpe und unterwegs eine echte Hilfe. Ein paar Umdrehungen an der Einbeinstütze von Louis, und das Rad eines auf dem Seitenständer geparkten Motorrads dreht frei für die Kettenpflege. Allerdings ist der Stick nicht besonders stabil, und griffiger Asphalt ist beim Arbeiten Pflicht (29,95 Euro, Telefon 040/73419360, www.louis.de).

MOTORRAD-Urteil: Gut

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Rad-Drehhilfe

Möchte man nur Kette und Hinterradfelge regelmäßig pflegen, benötigt man noch lange keinen sperrigen Montageheber. Die kompakte Rad-Drehhilfe von Rothewald wiegt 3600 Gramm und reicht für diesen Anspruch voll aus. Anwendung: Motorrad so über die Drehhilfe schieben, dass das Hinterrad auf den Rollen steht (siehe Bild), Vorderbremse mit Gurt arretieren, Distanzstück unter Seitenständer legen, fertig. Das Rad dreht aufgrund des hohen Rollwiderstands allerdings schwer. Der Einsatzbereich hält sich zwar in Grenzen, die Investition jedoch auch (39,95 Euro, über Louis).

MOTORRAD-Urteil: Gut

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Zentralständer

Werners Montageständer ist für diverse Motorradmodelle erhältlich. Setzt zentral an der Schwingenachse an. An der BMW S 1000 RR funktionierte der stabile Heber top. Hauptvorteil: Einfädeln auf dem Seitenständer. Ohne Fremdhilfe bekommt man das Heck einfach hoch (99 Euro, Telefon 05043/7777, www.werner-staender).

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

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Scherenheber

Insbesondere bei schweren Cruisern sind Schwinge, Auspuff und Bremssättel oft im Weg, wenn ein Heckheber angesetzt werden soll. Der 13 kg schwere Scherenheber von Rothewald funktioniert wie eine Mini-Hebebühne für viele Maschinen mit Rohrrahmen und trägt bis 350 kg. Absolut praktisch (99,95 Euro, über Louis).

MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

Für die Profiwerkstatt

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Deckenhaken

Prima, wenn die Maschine frei hängen kann, denn dann sind keine störenden Ständerstreben beim Werkeln im Weg. Ein stabiler Stahlhaken ist im Baumarkt für ein paar Euro zu haben, aber über eine Werkstatt mit ausreichend stabiler Decke (Beton, Stahlträger) verfügt nicht jeder. Besser vorher prüfen, bevor der Haken eingedübelt wird! Mit mindestens 300 Kilogramm Belastung sollte man rechnen.

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Frontheber

Für einige Heckheber sind auch Adapter zum Anheben der Gabel erhältlich. Besser sind jedoch Ständer, die wie der abgebildete Frontheber (rund 150 Euro) am Lenkkopf angreifen, da sich das Vorderrad dann noch eingeschlagen lässt. Das ergibt Vorteile bei Arbeiten wie Austausch von Lenker oder Verkleidung, und auch ein Ausbau von Gabelholmen ist möglich. 

Foto: Hersteller

Hebebühnen und -kräne

Jetzt geht es ans Eingemachte! Fortgeschrittene Schrauber, die an mehreren Motorrädern gleichzeitig schrauben, arbeiten bevorzugt an einer Hebebühne (ab rund 500 Euro im Zubehörhandel erhältlich). Mit einem Montagekran (im Bild: Econ mit 300 Kilo Tragkraft für 475 Euro) kann das Motorrad komplett aufgehängt werden. Die Bühne ist damit schnell freigeräumt, wenn die Reparatur nicht unmittelbar durchgeführt werden kann. Praktische Helfer. Die Investition lohnt aber nur für Profiwerkstätten und sehr ambitionierte Hobbyschrauber.

Aufbock-Tipps

Vor den Arbeiten mit einem Montageheber sollte man ein paar grundsätzliche Dinge beachten. Hier die acht besten Tipps von Werkstatt-Profis:

  • Nur auf festem Untergrund aufbocken. Gras, Sand oder Schotter = tabu. Beton, Asphalt, Steinfliesen = juhu!
  • Keine schrägen Sachen! Steht die Maschine schief, kann sie schon bei kleinsten Remplern umkippen, also unbedingt auf ebenen Boden achten!
  • Vorderradbremse mit Gurt oder Gummi fixieren, ansonsten kann das Motorrad beim Unterschieben eines Heckhebers vorn durchbrennen und umfallen. Autsch!
  • Schwinge säubern: Weniger aus ästhetischen Gründen, sondern, damit die Aufnahmegummis bei Universalhebern nicht auf öligen, schmierigen Flächen abrutschen.
  • Schwinge schützen: Am besten kettenseitig den Schwingarm abkleben, um beim Radausbau Kratzer durch eine herunterfallende Kette zu vermeiden.
  • Grundeinstellung des Montageständers festlegen: Helfer hält Motorrad gerade, um Heber optimal in richtiger Höhe und Weite an die Maschine anzupassen.
  • Schrauben vorm Aufbocken lösen: Bremssattel, Achsmuttern, Kettenträgerschrauben und viele andere Teile lassen sich besser und sicherer lockern (und später wieder anziehen), wenn das Rad nicht frei in der Luft hängt.
  • Beim ersten Mal: Helfer, die eine stützende Hand anbieten. Lieber zuerst ein Gefühl für das Ausbalancieren des Motorrads antrainieren, bevor man solo aufbockt.

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