Produkttest (Archivversion)

Jethelme ab 150 Euro

Nicht nur Rollerfahrer schwören auf Jethelme - auch viele Besitzer schwerer Motorräder genießen die Offenheit und lassen sich gern den Fahrtwind um die Nase wehen. Neun Modelle ab 150 Euro im Test.

Besonders in den Sommermonaten tauchen sie vermehrt auf: Jethelme. An heißen Tagen sorgen sie auf dem Motorrad oder dem Roller für angenehme Kühlung im Gesicht. Ein Hitzekollaps im städtischen Verkehrsgewühl ist mit ihnen im Gegensatz zu dicht abschließenden Integralhelmen nahezu ausgeschlossen. Und der Markt bietet jede Menge Modelle mit großen Visierscheiben, die bei Bedarf vor allzu viel Zugluft oder lästigen Fliegenattacken im Augenbereich schützen.

MOTORRAD hat neun Jethelme ab 150 Euro einem aufwendigen Labor- und Praxistest unterzogen. Vertreten waren die Marken Arai, Caberg, HJC, Ixs, Nolan, Schuberth, Shark, Shoei und X-Lite, während fünf weitere Anbieter (Airoh, Givi, Dainese, Premier, Vemar) absagten. Außer bei einem Stoßdämpfungstest beim TÜV Rheinland mussten sich die Test-Helme bei Fahrten auf einem Naked Bike bewähren. Denn nur auf unverkleideten Motorrädern ist eine einigermaßen freie Luftanströmung gewährleistet, ohne die eine faire Beurteilung von Aerodynamik und Akustik nicht möglich wäre. Besonderheit bei den Modellen von Nolan und Schuberth sind die abnehmbaren Kinnteile. Die Fahrtests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen freilich ohne diese statt. Zu den zahlreichen Prüfpunkten gehören nachfolgende Kriterien.

Passform/Trageverhalten (20 Punkte): Die Helme sollten möglichst ohne Druckstellen, aber trotzdem satt auf dem Kopf sitzen. Weitere Unterpunkte sind ein hautfreundliches, kuscheliges Futter, das Sichtfeld (bei allen Kandidaten im Vergleich zu Integralhelmen geradezu riesig) sowie die Brilleneignung. Besonders schwierig sind Brillenbügel beim Shark und X-Lite unterzubringen. Perfekt flutscht die Sache hingegen beim Shoei.

Aerodynamik (10 Punkte): Wie hoch sind die Belastungen für den Nacken bei 100 und 150 km/h? Auch Kopfdrehen gehörte zum Praxistest. Einerseits, um zu prüfen, ob sich das Visier ungewollt öffnet – was bei keinem Teilnehmer passierte –, andererseits, um lästigem Auftrieb auf die Schliche zu kommen.

Zugluft (5 Punkte): Die zum Teil riesigen Scheiben der Kandidaten schützen beachtlich. Besonders gut gelingt das den Modellen von Nolan und Schuberth, hinter denen es auch bei Geschwindigkeiten über 150 km/h noch erstaunlich ruhig zugeht.

Akustik (10 Punkte): Bauartbedingt sind Jethelme lauter als Integral-Modelle. Schuberth und Shoei glänzten bei einer Testgeschwindigkeit von 100 km/h mit der geringsten Lärmbelästigung, Caberg und HJC sind die lautesten Vertreter.

Handhabung (10 Punkte): Wie hoch ist der Komfort beim An- und Ausziehen des Helms, wie narrensicher und funktionell der Verschluss? Lässt sich das Visier gut bedienen und auswechseln? Hierbei schneiden Shark und X-Lite am besten ab.

Verarbeitung/Ausstattung (10 Punkte): Wie sauber sind die Kandidaten verarbeitet, wie groß die Spaltmaße? Lassen sich Futter und Wangenpolster austauschen? Welches Zubehör gehört zur Ausstattung? Pluspunkte gibt’s unter anderem für eine integrierte Sonnenblende. Volle Punktzahl erhalten die üppig ausgestatteten Modelle von Nolan und Schuberth.Belüftung (5 Punkte): Neben ihrer Funk-tion (spürbare Kühlung) wurde die Bedienung der Tasten bewertet. Vorbildlich: der Schuberth-Helm. Gewicht (5 Punkte): Fast 1500 Gramm (ohne Kinnbügel) wie bei Nolan und Schuberth sind viel für einen Jethelm – unter 1300 Gramm wie bei HJC, Ixs und Shoei wesentlich angenehmer zu tragen.

Außerdem vergab MOTORRAD 20 Punkte für die Stoßdämpfung sowie 5 Punkte für weitere Sicherheitsaspekte, wozu unter anderem eine Visierarretierung oder gut sichtbares Reflexmaterial zählen.Fazit: Motorrad fahren mit Jethelm hat was. Das Fahrerlebnis ist deutlich intensiver als mit einem Integralhelm, die Rundumsicht wesentlich besser und dank großer Scheibe der Insektenschutz völlig ausreichend. Alles in allem hinterließen die getesteten Modelle einen guten bis sehr guten Eindruck. Was ebenfalls gefiel: die gestalterische Vielfalt. Kein Helm gleicht dem anderen. Somit sollte sich problemlos für jeden Geschmack das Passende finden.
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Billig Helm (Archivversion) - Probiker Demi Jet Fiber II

Muss man als Motorradfahrer Hunderte von Euro ausgeben, um einen vernünftigen Kopfschutz zu bekommen, oder reichen auch weniger als 100 Euro? MOTORRAD schleuste den preisgünstigen Probiker Demi Jet Fiber II parallel mit den teuren Jethelmen durch das komplette Testprogramm. Mit einem Preis ab 89,95 Euro kostet das von Louis angebotene Modell nicht einmal ein Fünftel des SZ Ram III von Arai. Bei der Stoßdämpfungsprüfung überschritt der Probiker an Scheitel und Hinterkopf zwar den nach ECE zulässigen HIC-Wert geringfügig, dafür erzielte er an den beiden Seitenaufprallpunkten absolute Bestwerte.

Ohnehin erstaunlich, wie es Louis gelingt, für so kleines Geld einen Helm mit Fiberglas-Außenschale und integrierter Sonnenblende anzubieten. In der Praxis schlug sich der Probiker beachtlich.

Fazit: Der vergleichsweise günstige Demi Jet Fiber II bietet ein prima Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn er bezüglich Verarbeitung und Funktion (Stichworte Akustik, Belüftung) freilich nicht mit den hochpreisigen Helmmarken wie Arai, Schuberth oder Shoei mithalten kann. Wer nicht bereit ist, viele hundert Euro zu investieren, ist mit dem Probiker auf alle Fälle gut bedient.

Kurzcheck:
Anbieter: Louis, Telefon 040/73419360, www.louis.de
Preis: ab 89,95 Euro GRÖSSEN: XS bis XXL
Farben: Schwarz-Matt, Schwarz-Metallic; Schwarz-Weiß-Dekor (99,95 Euro)


Plus
+ Passform und Trageverhalten gut; sehr gute Brilleneignung
+ integrierte Sonnenblende


Minus
- Belüftung nicht spürbar
- laut
- schwer

Kinnbügel (Archivversion) - Sinnvoll oder Spielerei?

Zwei der Jethelm-Testkandidaten besitzen abnehmbare Kinnbügel: der Nolan N43 Air und der Schuberth J1. Das bietet ihren Besitzern die Möglichkeit, beispielsweise die morgendliche Fahrt zum Bäcker „offen“ zu absolvieren und bei Überlandausflügen oder Autobahnetappen für besseren Unfallschutz das Kinnteil einzusetzen. Während der Bügel beim J1 sehr filigran ausfällt, wirkt der N43 Air mit eingesetztem Kinnteil wie ein vollwertiger Integralhelm. Und nicht nur das: Der Nolan besteht sogar die Kinnteilprüfung nach ECE. Neben dem ECE-Sticker im Helm bestätigt das auch die von MOTORRAD durchgeführte Stoßdämpfungsprüfung beim TÜV Rheinland. Der Schuberth-Bügel besteht die ECE-Prüfung hingegen nicht – eine gewisse Schutzwirkung ist ihm jedoch ebenfalls nicht abzusprechen.

Fazit:
Ein abnehmbarer Kinnbügel ist zweifellos ein interessantes Zubehörteil, das nicht nur beruhigend auf Sicherheitsfanatiker wirkt, sondern tatsächlich nachweisbar schützt. Und echte Jethelmträger und Frischluftfanatiker lassen das Bauteil einfach weg.

Kommentar (Archivversion) - Wie sicher sind Jethelme?

Selten bin ich so viel mit Jethelm unterwegs gewesen wie während dieses Tests. Denn privat gehöre ich nicht zur Jethelmfraktion. Mir sind sie nicht sicher genug, da sie das Gesicht nicht ausreichend schützen. Die Folge: Ich fahre nur mit angezogener innerer Handbremse – gerade so, als wäre ich beim Autofahren nicht angegurtet. Diesen Bremseffekt verstärkt zusätzlich der Fahrtwind, der einem um die Nase weht und die gefahrene Geschwindigkeit eher höher erscheinen lässt, als es tatsächlich der Fall ist. Das gedrosselte Tempo hat freilich nicht zuletzt in Sachen Sicherheit auch seine positive Seite, während die heutigen absolut dicht abschließenden, leisen Integralhelme die Gefahr bergen, dass die wahre Geschwindigkeit unterschätzt wird.

Doch wenn es zu einem Unfall kommt, kann die Schutzfunktion gar nicht hoch genug sein. Und eine häufige Unfallursache ist nicht überhöhte Geschwindigkeit, sondern dass Autofahrer einen übersehen. Bei einem Frontalzusammenstoß sieht es mit Jethelm alles andere als gut aus. Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass die Testtage wirklich Spaß gemacht haben, nicht zuletzt wegen der sommerlichen Temperaturen. Und das Motorraderlebnis ist mit einem offenen Helm viel intensiver, da Geräusche, Gerüche und Geschwindigkeit intensiver wahrgenommen werden. Dennoch bleibe ich dem Integralhelm treu, weil ich mich damit wesentlich wohler fühle. Und bevor ich den Kontakt zur Außenwelt verliere, mache ich einfach ab und zu das Visier auf.

Stoßdämpfung (Archivversion) - Auf dem Fallprüfstand des TÜV Rheinland

Traditionell führte MOTORRAD die Stoßdämpfungsprüfungen nach ECE R 22.05 mit freundlicher Unterstützung der Helmexperten des TÜV Rheinland auf deren Fallprüfstand in Köln durch. Außerdem wurde wie bei vergangenen Tests im besonders kritischen Temperaturbereich von minus 20 Grad Celsius und mit dem dabei vorgeschriebenen flachen Amboss geprüft. Der Grenzwert für die dabei auftretende Beschleunigung, die Sensoren im Inneren des Messkopfs aufnehmen, darf 275 g nicht überschreiten. Der vom Computer aus dem Beschleunigungsverlauf berechnete HIC-Wert (Head Injury Criterion – ein Maß für die zu erwartenden Schädel-Hirn-Verletzungen) darf maximal 2400 betragen.

Wie von der Norm verlangt, wurden sämtliche Testhelme der Größe M (57/58) an Stirn, rechter und linker Helmseite, Scheitel und Hinterkopf geprüft. Die Fallhöhe, aus der die Helme auf den Amboss knallen, liegt bei etwas über drei Metern, die verlangte Aufprallgeschwindigkeit muss mindestens 7,5 m/s betragen und wird mit Hilfe einer Lichtschranke kurz vor dem Aufprallpunkt gemessen. Die erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen. Zwar liegen bei zwei Kandidaten einer (HJC) beziehungsweise zwei (Ixs) HIC-Werte über dem laut Norm zulässigen Grenzwert, doch eine behördliche Nachprüfung, bei der Überschreitungen bis zu zehn Prozent (also maximal 2640 HIC) zulässig sind, hätten auch sie bestanden. MOTORRAD indes wertet härter und verhängt dafür einen Punktabzug. Besonders erfreulich präsentieren sich die Durchschnittswerte des Shoei J-Wing, die unter 200 g sowie unter 1600 HIC bleiben. 19 von 20 möglichen Punkten sind der Lohn.

Arai SZ RAM III (Archivversion)

Anbieter: Arai Helmet Deutschland, Telefon 02802/948480, www.araideutschland.de
Preis: 479 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Grau-Matt, Schwarz-Matt, Silber-Matt, zweifarbig

Plus
+ Noch gute Stoßdämpfungswerte
+ Visierarretierung
+ gute, druckstellenfreie Passform
+ stabile Führung im Wangenbereich
+ sehr großes Sichtfeld; gute Brilleneignung
+ Belüftung gut spürbar; akzeptable Zugluft
+ gute Aerodynamik
+ angenehm auf- und abzusetzen
+ leicht

Minus
- Belüftungstasten viel zu klein, dadurch sehr schlecht zu bedienen
- könnte leiser sein
- schwergängiger Doppel-D-Verschluss
- hakiger Visierwechselmechanismus

Fazit
In etlichen Kriterien verschenkt der extrem sportlich anmutende Arai zwar wertvolle Punkte, dank sattem Sitz, guter Aerodynamik und prima Belüftung ist der hochwertige SZ Ram III vor allem für die frischluftliebende Motorrad- und Roller-Racing-Fraktion eine Empfehlung.

MOTORRAD-Urteil: gut

Fazit (Archivversion)

Durch die überragende Stoßdämpfung und seine tolle Praxistauglichkeit hat sich der Shoei J-Wing den ersten Platz redlich verdient. Ebenso wie der N43 Air von Nolan den zweiten Platz. Aufgrund seiner Wandlungsfähigkeit und seines vergleichsweise günstigen Preises erhält der N43 Air darüber hinaus den Kauftipp. Dahinter tummeln sich mehr oder weniger eng beisammen die restlichen Kandidaten. Jethelm-Interessenten sollten dennoch nicht „blind“ eines der getesteten Modelle kaufen, sondern infrage kommende Helme zunächst aufprobieren und möglichst eine Probefahrt damit unternehmen. Erst dann zeigt sich, ob der Helm die persönlichen Kriterien ausreichend erfüllt.

Caberg Jet Uno (Archivversion)

Anbieter: Georg Miler Industrievertretung, Telefon 08191/971221, www.caberg-helm.com
Preis: ab 229,90 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: elf Farbvarianten zu Preisen zwischen 229,90 und 239,90 Euro

Plus
+ Noch gute Stoßdämpfungswerte
+ Passform ok (Stirn etwas hart)
+ extrem kuscheliges Futter
+ sehr großes Sichtfeld
+ gute Brilleneignung
+ Belüftung hervorragend spürbar, Schieber sehr gut zu bedienen
+ gute Aerodynamik
+ praktischer Ratschenverschluss; sehr angenehm auf- und abzusetzen
+ leicht


Minus
- Mäßige Zugluftwerte
- laut
- aufwendiger Visierwechsel (mehrere Schrauben)


Fazit
Der schicke und sehr komfortable Jet Uno, der gleichermaßen zu sportlichen Italo-Bikes wie edlen Rollern passt, dürfte vor dem Straßencafé von allen Testteilnehmern wohl die meisten Blicke auf sich ziehen. Daran ändern auch die wenigen funktionellen Detailmängel nichts.


MOTORRAD-Urteil: gut

HJC AC-3 Roadster (Archivversion)

Anbieter: HJC Deutschland, Telefon 02131/523560, www.hjc-germany.de
Preis: 169,99 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Roadster-Modell nur wie abgebildet; Modell mit Karbon-Außenschale kostet 249,99 Euro

Plus
+ Passform okay (Hinterkopf etwas hart)
+ stabile Führung im Wangenbereich
+ sehr großes Sichtfeld
+ gute Brilleneignung
+ geringe Zugluft und Aerodynamik
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ angenehm auf- und abzusetzen
+ sehr leicht

Minus
- Leichte Schwäche bei der Stoßdämpfung
- Belüftung nicht spürbar, Taste mit Handschuhen nur mäßig zu bedienen
- sehr laut
- Visier rastet extrem hart (laut) ein

Fazit
Im vorliegenden Vergleich hinkt der AC-3 Roadster des weltgrößten Helmherstellers in fast allen Kriterien hinterher. Immerhin ist er der leichteste und preisgünstigste Kandidat und passt eigentlich zu nahezu jedem motorisierten Zweirad.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

IXS HX 90 (Archivversion)

Anbieter: Ixs, Telefon 07631/18040, www.ixs.com
Preis: 199,90 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Schwarz, Silber

Plus
+ Gute, druckstellenfreie Passform
+ stabile Führung im Wangenbereich
+ sehr kuscheliges Futter
+ großes Sichtfeld
+ befriedigende Brilleneignung
+ Belüftungstasten sehr gut zu bedienen
+ geringe Zugluft
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ sehr angenehm auf- und abzusetzen; sehr leicht

Minus
- Schwäche bei der Stoßdämpfung
- Belüftung nicht spürbar
- deutlicher Auftrieb bei höheren Geschwindigkeiten
- könnte leiser sein

Fazit
Äußerlich völlig schnörkellos präsentiert sich der HX 90, der sich vor allem für Kurztrips in die Stadt oder gemütliche Landstraßenausflüge mit Rollern oder Leichtkrafträdern eignet. Für schnelle Motorräder aufgrund von Aerodynamik-Schwächen nicht zu empfehlen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Nolan N43 AIR (Archivversion)

Anbieter: Nolangroup Deutschland, Telefon 07159/93160, www.nolangroup.de
Preis: ab 244,95 Euro
Größen: XXS bis XXL
Farben: acht Unifarben; vier Dekorvarianten (259,95 Euro)


Plus
+ Sehr gute Stoßdämpfungswerte
+ abnehmbarer Kinnbügel mit ausgezeichneter Schutzfunktion
+ gute, druckstellenfreie Passform; extrem kuscheliges Futter
+ sehr großes Sichtfeld; sehr gute Brilleneignung
+ Belüftung gut spürbar, Tasten sehr gut zu bedienen
+ extrem geringe Zugluft
+ sehr gute Aerodynamik
+ praktischer Ratschenverschluss
+ sehr angenehm auf- und abzusetzen
+ integrierte Sonnenblende
+ abnehmbarer Kinnbügel und Sonnenschirm im Lieferumfang


Minus
- Könnte leiser sein
- fummeliger Visierwechsel
- keine Visierrastung
- auch ohne Kinnbügel vergleichsweise schwer


Fazit
Riesiges Visier, abnehmbares, stabiles Kinnteil und Zusatzsonnenschirm – der N43 Air ist ein Verwandlungskünstler. Nicht nur für alle, die schnell zwischen Integral- und Jethelm-Anmutung wechseln wollen, ist der funktionelle, mit integrierter Sonnenblende ausgestattete Nolan empfehlenswert.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Schuberth J1 (Archivversion)

Anbieter: Schuberth, Telefon 0391/81060, www.schuberth.com
Preis: ab 449,99 Euro
Größen: 52/53 bis 62/63
Farben: Schwarz, Schwarz-Matt, Weiß; Silber-Metallic (469,99 Euro); Design White Style (wie Foto; 518,99 Euro)


Plus
+ Noch gute Stoßdämpfungswerte
+ abnehmbarer Kinnbügel
+ Reflexmaterial
+ Passform okay (Wangenbereich gewöhnungsbedürftig)
+ sehr großes Sichtfeld
+ gute Brilleneignung
+ Belüftung hervorragend spürbar, Taste exzellent zu bedienen
+ extrem geringe Zugluft
+ sehr gute Aerodynamik
+ vergleichsweise leise
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ vorbildliche Visierbedienung und -rastung
+ angenehm auf- und abzusetzen
+ integrierte Sonnenblende
+ abnehmbarer Kinnbügel im Lieferumfang


Minus
- Auch ohne Kinnbügel vergleichsweise schwer


Fazit
Glanzpunkte beim J1 sind die Kriterien Belüftung, Aerodynamik und Ausstattung. Der schlanke, abnehmbare Kinnbügel stört beim Fahren kaum und bewahrt das Jethelm-Feeling. Am besten passt der mit integrierter Sonnenblende ausgestattete J1 zu Naked- und Tourenmotorrädern oder zu großen Rollern.

MOTORRAD-Urteil: gut

Shark RSJ (Archivversion)

Anbieter: Shark Helme Deutschland, Telefon 04108/458000, www.shark-helme.com
Preis: ab 259,95 Euro
Größen: XS bis XL
Farben: Schwarz, Silber, Weiß; Anthrazit-Matt, Schwarz-Matt (279,95 Euro)


Plus
+ Akzeptable Stoßdämpfungswerte
+ Visierverriegelung
+ Reflexmaterial
+ gute, druckstellenfreie Passform
+ stabile Führung im Wangenbereich
+ kuscheliges Futter
+ großes Sichtfeld
+ geringe Zugluft
+ gute Aerodynamik
+ leichtgängiger Doppel-D-Verschluss
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ sehr angenehm auf- und abzusetzen
+ integrierte Sonnenblende


Minus
- Nur mäßige Brilleneignung
- Belüftung nicht spürbar, Tasten viel zu klein, dadurch sehr schlecht zu bedienen
- könnte leiser sein


Fazit
Etliche Kritikpunkte stören den ordentlichen Gesamteindruck des RSJ, der sich durch seine schnörkellose Außenform vom Feld abhebt. In der Handhabung dagegen kann der Shark nicht zuletzt wegen des funktionellen Doppel-D-Verschlusses überzeugen, sofern man kein Brillenträger ist.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Shoei J-Wing (Archivversion)

Anbieter: Shoei Europa, Telefon 0211/1754360,www.shoei-europe.com
Preis: ab 379 Euro
Größen: XXS bis XXL
Farben: Schwarz, Weiß; Anthrazit, Grau, Rot, Schwarz, Schwarz-Matt, Silber (399 Euro)

Plus
+ Hervorragende Stoßdämpfungswerte
+ Visierverriegelung
+ sehr gute, druckstellenfreie Passform
+ stabile Führung im Wangenbereich
+ sehr großes Sichtfeld
+ sehr gute Brilleneignung
+ Belüftung sehr gut spürbar, Tasten sehr gut zu bedienen
+ geringe Zugluft
+ sehr gute Aerodynamik
+ vergleichsweise leise
+ leichtgängiger Doppel-D-Verschluss
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ angenehm auf- und abzusetzen
+ leicht

Minus
- Keine Negativpunkte zu verzeichnen

Fazit
Der Testsieger J-Wing glänzt insbesondere bei der Stoßdämpfung sowie in den Kriterien Passform/Trageverhalten, Aerodynamik, Belüftung und Gewicht. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem heißen Kandidaten für Sportler, Naked Bikes oder Tourer.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

X-Lite X-402 (Archivversion)

Anbieter: Nolangroup Deutschland, Telefon 07159/93160, www.nolangroup.de
Preis: 349,50 Euro
Größen: XS bis XXL
Farben: Grau, Schwarz, Schwarz-Matt, Silber, Silber-Matt, Weiß

Plus
+ Akzeptable Stoßdämpfungswerte
+ Visierverriegelung
+ sehr gute, druckstellenfreie Passform
+ sehr stabile Führung im Wangenbereich
+ extrem kuscheliges Futter
+ sehr großes Sichtfeld
+ Belüftung spürbar
+ geringe Zugluft; gute Aerodynamik
+ leichtgängiger Doppel-D-Verschluss
+ einfacher, werkzeugloser Visierwechsel
+ sehr angenehm auf- und abzusetzen
+ integrierte Sonnenblende

Minus
- Nur mäßige Brilleneignung
- Belüftungstasten (vor allem an der Stirn) schlecht zu bedienen
- könnte leiser sein

Fazit
Durch seine tolle Passform und den stabilen Sitz taugt der X-402 sogar für längere Autobahnetappen. Der hohe Tragekomfort überstrahlt die wenigen Detailmängel. Brillenträger schauen sich aber besser anderweitig um.

MOTORRAD-Urteil: gut

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