Racing-Schalldämpfer

Mit der RSV mille konstruierten die Aprilia-Ingenieure ein Motorrad, das sich auf Rennstrecken pudelwohl fühlt. Der wuchtige, schwere und dazu noch leistungsschluckende Original-Schalldämpfer passt da so gar nicht ins Bild der sportlich schlanken Italienerin. Viele Mille-Besitzer verpassen deshalb - zumindest dann, wenn es auf die Rennstrecke geht - ihrem Fahrzeug einen der zahlreich erhältlichen, leichten Racing-Dämpfer. Die drei von MOTORRAD ausgesuchten Anlagen von Aprilia, Akrapovic und Termignoni sind nur eine kleine Auswahl dessen, was der Markt bietet. Fast jeder größere Hersteller hat mittlerweile einen Racing-Topf im Angebot.Mit Umstecken auf den Racing-Dämpfer allein ist es jedoch noch lang nicht getan. Wer Leistung und Lebensdauer seiner Mille hoch halten möchte, sollte sich strikt an die Montage- und Umbauvorschriften der Auspuffhersteller halten. Bei der Aprilia gehören beispielsweise zum Erreichen der vollen Leistung mit Racing-Dämpfer das Vergrößern des Airbox-Lufteinlasses von 38 auf 100 Millimeter und der Austausch des Serien-Eproms gegen eine Racing-Version. Dieses reichert das Gemisch etwas an und verhindert, dass der mit der offenen Racing-Anlage zu mager laufende Motor beschädigt wird.Zum Lieferumfang des RSV Titanium-Dämpfers gehört ein solches Eprom dazu. Beim Termignoni-Importeur kostet das passende Eprom 399 Mark extra, und Käufer der Akrapovic-Anlage können sich vertrauensvoll an die Firmen Dynotec, Telefon 06243/5998, oder Radek, Telefon 0621/4816794, wenden, die beide spezielle Eproms anbieten.Die komplette Umrüstung auf Rennbetrieb (Racing-Dämpfer, Airbox und Eprom) verhilft der Aprilia zu deutlich mehr Leistung gegenüber dem Serientrimm. Ab etwa 5000/min zerrt die RSV mit den Racing-Anlagen ohne nennenswerte Einbrüche mit bis zu zehn PS mehr an der Antriebskette – genau das Richtige also für die Rennstrecke.

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