Rangierhilfen: Beratung (Archivversion) Rollenspiele

Bei beengten Platzverhältnissen Motorräder zu rangieren ist eine schweißtreibende Sache - mit geeigneten Rangierhilfen hingegen kinderleicht.

Motorräder mit geringem Lenkeinschlag und enge Garagen machen das Einparken oder Rangieren oft zur Geduldsprobe. Wohl dem, der einen der kleinen Helfer besitzt, die sich Rangier- oder Einparkhilfe nennen und mit denen Fahrzeugbewegungen auf kleinstem Raum zum Kinderspiel werden. MOTORRAD beschaffte sich acht rollenbewehrte Hilfen der unterschiedlichsten Funktionsprinzipien und probierte sie aus.Beim Kern-Rangierhelfer und dem Moto Boy von Polo benötigen die Motorräder einen Hauptständer. Der Moto Boy II von Polo ist nur für Motorräder mit Seitenständer geeignet. Das Rangier-As der Firma Becker-Technik ist in der Grundversion eine Rangierhilfe für Motorräder mit Hauptständer, die für 79 Mark Aufpreis mit einem Ausleger für Seitenständer erweitert werden kann.Für die Funktion aller anderen Kandidaten benötigen die Fahrzeuge weder Haupt- noch Seitenständer. So stützen sich der Chopper-Ständer von Kern und der Motorradheber von Reinecke an den Rahmenunterzügen des Motorrads ab. Fahrzeuge mit Verkleidung oder hervorstehenden Ölwannen sind für diese Art Aufbockvorrichtung ungeeignet. Die Rangierhilfe von Hein Gericke nimmt das Motorrad quasi in die Zange. Die benötigten Spezial-Ständer, die mit Hilfe von passgenauen Buchsen in der Schwingenlagerung Halt finden, gibt es für viele gängige Motorrad-Modelle. Ebenfalls von Hein Gericke kommt die vielleicht universellste Rangierhilfe: der Motormover. Bei ihm wird einfach das Hinterrad in eine weitenverstellbare Klemmvorrichtung geschoben, und schon läßt es sich prima rangieren.Ein Radwechsel mit dem Motormover ist jedoch nicht möglich. Ebenso wie bei den Rangierhilfen, bei denen das Motorrad auf dem Seitenständer steht. Mit den Rangierhilfen, bei denen der Hauptständer zum Einsatz kommt, steht einem Hinterradausbau hingegen nichts im Weg.Bei Einsatz des Motorradhebers von Reinecke lassen sich bei voller Mobilität gar beide Räder ausbauen, dank einer maximalen Hubhöhe von 55 Zentimeter sogar einigermaßen bequem. Ähnliches ermöglicht ein Erweiterungs-Bauteil für den Chopper-Ständer von Kern. Das »Anhängsel« wird mit dem Grundständer verbunden und mit einem Scherenheber ausgestattet, der zusätzlich das Vorderrad anhebt.Bevor man sich jedoch für eine der vielen Rangierhilfen entscheidet, sollte man sich das Einsatzgebiet genauer anschauen. Vor allem die Bodenverhältnisse. Gitterroste, Fugen, Natursteinböden oder gar Kieselsteine mögen die teilweise sehr kleinen Rollen der Rangierhilfen überhaupt nicht. Der Bodenbelag sollte möglichst glatt und eben sein, damit es sich leicht rangieren läßt und in der Garage nicht zu unvorhergesehenen Zwischen-Fällen kommt.

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