Schmiervermögen (Archivversion)

Für diesen Test kamen wieder die Ketten aus dem Abschleudertest zum Einsatz. Sie wurden nicht noch einmal entfettet - so hatte die Kette Gelegenheit, sich mit dem entsprechenden Spray einzulaufen -, sondern lediglich wieder mit »ihrem« Mittel nach Vorschrift neu eingesprüht.Nach 30 Minuten Ablüftzeit erfolgte die Montage auf dem Prüfstand, anschließend begann der Testzyklus: 30 Minuten mit 1000/min Ritzeldrehzahl (entspricht rund 50 km/h) und 24 Kilogramm Belastung des Hebelarms, dann 30 Minuten mit 2000/min (100 km/h) und 48 Kilogramm und zuletzt vier Stunden mit 3000/min (150 km/h) und 48 Kilogramm mußten die Ketten über sich ergehen lassen. Nach einer Laufzeit von 2,5 Stunden wurde die Kette nachgeschmiert. Nur durch den Einsatz von Standardketten und die Verspannung mittels Gewichten ließ sich die Testdauer in vertretbarem Rahmen halten - ein Verfahren übrigens, das auch in der Industrie Verwendung findet.Nach dem Testlauf, dem Auskühlen der Kette und der Demontage der Gewichte war der Hebelarm, resultierend aus der Längung der Kette, abgesunken. Rein informativ: Aus diesem Absinkweg ließ sich die Zunahme des Achsabstands errechnen, also das Maß, um das das Hinterrad für die erneute Einstellung der korrekten Kettenspannung nach hinten gezogen werden müßte. Für die Punktevergabe zog MOTORRAD wegen der größeren Streuung der Werte die Durchbiegung der Kette heran.

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